57 Jahre Handarbeiten Müller: Warum Stricken wieder modern wird | Sabine Koerner

Shownotes

Zu Gast in dieser Folge:

Sabine Koerner von Gustorf Inhaberin von Handarbeiten Müller Krumme Straße 19 32756 Detmold

Themen dieser Folge:

• Die Geschichte von Handarbeiten Müller seit 1969

• Familienunternehmen in zweiter Generation

• Handarbeit zwischen Tradition und Moderne

• Warum Stricken heute wieder viele junge Menschen begeistert

• Handarbeit als Ausgleich zur digitalen Welt

• Nachhaltigkeit und Wertschätzung von Kleidung

• Fast Fashion und Konsumverhalten

• Die Bedeutung inhabergeführter Geschäfte

• Gemeinschaft und Innenstadtentwicklung in Detmold

Mehr Informationen:

https://www.handarbeitenmueller.de

Podcast:

https://meindetmold-podcast.de

Produktion: Tom Fluegge

Moderation: Tom Fluegge Ann-Christin Lüersen

Ein Projekt der Werbegemeinschaft „Die Händler“ in Zusammenarbeit mit InZukunft Detmold.

Transkript anzeigen

00:00:00: Also, eine neue Folge von MindEdMod der Stadt Podcast beginnt.

00:00:05: Es ist sommerlich warm nachdem es ein paar Wochen etwas kühler war.

00:00:09: Endlich?

00:00:10: Genau und wir starten heute in einer Folge wo es um ganz viel Handarbeit geht.

00:00:17: das ist nicht übertrieben oder Nein!

00:00:20: Das ist nicht übertrieben um Wolle, aber nicht nur um ganz viel Handarbeit.

00:00:24: Und wenn ich jetzt die Kamera umschalte dann wissen auch ganz viele Deadmolderinnen und Deadmoulder Warum?

00:00:29: Weil wir heute nämlich Sabine Körner zu Gast haben von Handarbeiten.

00:00:33: Müller

00:00:34: Genau

00:00:35: Herzlich Willkommen in dieser Folge.

00:00:37: Vielen Dank, dass ich hier mitmachen darf.

00:00:39: Ja,

00:00:39: sehr gerne!

00:00:39: Das haben wir ja schon ein paar Mal versucht

00:00:42: und jetzt... Ich glaube das ist jetzt der Dritte, ne?

00:00:44: Genau,

00:00:44: sind drei.

00:00:45: so machen wir es.

00:00:46: Sehr schön.

00:00:47: Und Angristin und Tom sind heute in der Moderation und fragen dich einfach Fragen.

00:00:54: Wunderbar.

00:00:55: Also dein Geschäft, das kann man ja glaube ich schon so sagen... Ich habe es ja auch gerade schon gesagt ist für viele Detmolderinnen und Detmolder ein vertrauter Ort.

00:01:02: Ein Ort den man kennt in der kurmen Straße wenn man aus verschiedener Richtung in die Stadt läuft an dem Geschäft kommt man vorbei und viele gehen hier auch rein.

00:01:11: Zum Glück

00:01:12: zum Glück ein Geschäft dass sich über die Jahrzehnte hinweg verändert hat.

00:01:16: dazu kommen wir auch gleich.

00:01:18: du hast eine wunderbare Galerie online Eine Schaufenstergalerie Und dieses Geschäft gibt es, da kannst du uns vielleicht jetzt kurz mal ein bisschen in die Geschichte mitnehmen.

00:01:31: Das Haus gibt's länger.

00:01:34: Das Geschäft gibt's seit über fünfzig Jahren?

00:01:37: Seit Ende Januar neunundsechzig.

00:01:41: Und ist jetzt in zweiter Generation ...

00:01:43: Genau!

00:01:43: Wir sind jetzt im siebenfünfzigsten Jahr.

00:01:46: Wenn ich richtig gerechnet habe.

00:01:49: Erzähl doch mal wie

00:01:50: kam das dazu?

00:01:51: Meine Mutter hat das Geschäft übernommen.

00:01:53: Eigentlich wollte es meine Oma machen und je näher der Termin rückte, stellte meine Omas fest, ach, das ist aber doch ganz schön viel Arbeit.

00:02:02: Helmer macht du das mal!

00:02:03: Ich glaube, das gelingt dir besser.

00:02:05: und meine Mutter wollte arbeiten und wollte so arbeiten dass wir Kinder... Wir sind zu dritt.

00:02:11: Meine Schwester ist ein Jahr älter, mein Bruder ist vier Jahre jünger und dass wir Kindern eben immer irgendwie auch zu ihr kommen können dass sie nicht irgendwo in irgendeinem Büro sitzt oder sonst was.

00:02:23: Und wir fanden das als Kinder natürlich super!

00:02:25: In so einem Chef, das war ein schöner großer Kaufmannsladen.

00:02:28: Das war ganz wunderbar, es war unser schöner Spielplatz.

00:02:32: Es wurde sehr ernsthaft auch betrieben dieses Geschäft.

00:02:34: aber trotzdem war das für uns Kinder einfach super.

00:02:37: Wir waren mitten in der Stadt, wir konnten immer irgendwo hingehen und hatten immer wieder einen Anlaufpunkt, wo wir hin zurück konnten.

00:02:44: Das War ... sehr schön Ja.

00:02:46: und dann?

00:02:48: Bleibt man denn da irgendwie dran hängen?

00:02:50: Nein, ich wollte das ehrlich gesagt eigentlich gar nicht machen.

00:02:53: Aber mein Vater war sehr krank der ist schon früh gestorben, er ist zweiundachtzig gestorbt und Ich habe zu der Zeit... Nee stimmt nicht!

00:03:01: Ich bin fünfundsiebzig nach Berlin gezogen und bin achtundsevzig zurückgekommen weil es meinem Vater eben nicht so wirklich gut ging und mir berlin dann auch Das ist ja mit heute verglichen war Berlin da ein Dorf, aber mir war es da schon zu groß.

00:03:15: Ich fand das doof, dass man sich immer verabreden musste und die Wege so weit waren.

00:03:19: Nach

00:03:21: Berlin bist du beruflich gegangen?

00:03:24: Na ja wie das damals so war, mein damaliger Freund wollte nicht zur Bundeswehr.

00:03:28: Und dann sind wir in Berlin gelandet und ich habe eine Ausbildung im Krankenhaus gemacht als Krankenpflegehelferin Und das war so ein ganz kleines Krankenhaus.

00:03:40: Es ist fast so ein Hinterhof-Krankenhaus, da hab ich drei Jahre gearbeitet und dann hatte ich aber genuges Reichte.

00:03:47: Dann fand ich es sehr schön wieder nach Detmold zu ziehen.

00:03:49: Und Detmould war früher auch schon immer eine spannende Stadt.

00:03:54: Hier gab's ja auch immer viel Gegenbewegung.

00:03:57: Gegenbewägungen fand ich immer gut.

00:04:00: Also hab ich ... Da wohnte man auf dem Land.

00:04:03: Dann bin ich aufs Land gezogen.

00:04:05: Dann war es aber irgendwann so, dass meine Mutter sagte, jetzt musst du dich entscheiden.

00:04:09: Willst du oder nicht?

00:04:10: Und meine Schwester wollte nicht.

00:04:14: und dann habe ich gedacht, ja gut kann mir das mal angucken.

00:04:18: Und dann hab' ich auch eine Ausbildung angefangen als Einzelhandelskauffrau und habe aber relativ bald entschieden, was ich da lerne, das brauche ich nicht, das wirtschaftliche weiß ich von meinem Vater, das kann der mir zeigen und das andere können die mir nicht beibringen.

00:04:33: also ich habe alles handwerklich gemacht habe, so autodidaktisch.

00:04:38: Mir beigebracht Kurse gebucht und das ging damals gerade los, dass man so ... neben einer Berufsausbildung auch anders Kurse machen konnte.

00:04:46: Und da war meine Mutter eben immer aus sehr, sehr ... also ihr war das sehr wichtig, dass mal immer was lernt.

00:04:54: Ja, und da hab ich alles Mögliche mir angeguckt und gelernt.

00:04:58: Das Stricken war dann eben aber das, was mir am allermeisten Spaß gemacht hat.

00:05:02: Welche Handarbeiten beherrscht du alle?

00:05:06: Ich kann nicht mit der Nähmaschine nähen.

00:05:08: Das ist der Part meiner Schwester, das kann ich überhaupt gar nicht.

00:05:13: Also ich kann dicken, das ist aber auch nicht so Vorrang, also am liebsten Stricken häkeln diese ganzen Spezialtechniken wie okay und sowas weiß ich.

00:05:25: wie es geht finde ich aber nicht so ganz spannend.

00:05:29: Also das, was am meisten Spaß macht ist ja, dass was am besten von der Hand geht.

00:05:33: Und beim Stricken ist es natürlich so, dass sich das auch extrem verändert hat im Laufe der Jahre.

00:05:39: Das ist nicht mehr wie man das früher in der Schule vielleicht gelernt hat, sondern man macht ganz andere Techniken und also das ist wirklich etwas, was sich jetzt auch in den letzten, sage ich mal fünf bis zehn Jahren noch total verändert hat.

00:05:51: Das weißt du ja als Strickerin auch weil... Was sage ich jetzt mal für ein Beispiel?

00:05:59: Also früher gab es ja so Mode-Zeitschriften und so Zeitschriffen, wo Anleitungen drin waren.

00:06:06: Da gab's dann – weiß ich nicht – in der Konstanze waren vielleicht Hundert Modelle und der Anleitungsteil war so ein dünnes Heftchen und für jedes Modell war das so ein Abschnitt und damit ist Frau zurechtgekommen.

00:06:18: Heutzutage kaufst du dir eine Anlealtung im Internet von irgendeiner angesachten Designerin, kriegst da zwanzig ausgedruckte Seiten.

00:06:26: Aha!

00:06:27: Das soll ich alles lesen.

00:06:29: Ja, das ist immer sehr kleinteilig beschrieben was man zu tun hat?

00:06:33: Es ist sehr kleinteilich beschrieben und ich sehe inzwischen aber auch die Notwendigkeit weil es ist ja doch sehr viel Wissen verloren gegangen dass Menschen eben was... Also man kann nichts mehr voraussetzen so müsste man sagen.

00:06:47: also man muss wirklich immer bei Adam und Eva anfangen und am Ende gibt's dann vielleicht ein schönes Ergebnis.

00:06:52: meistens gibt es schöne Ergebnisse.

00:06:54: Manche bleiben auch auf der Strecke, weil sie einfach sagen, das ist mir zu viel gelesen und das will ich nicht.

00:07:00: Ich habe auch Kunden die sagen, ach, ich hätte mal gerne wieder so eine Anleitung wie früher.

00:07:04: gut können wir auch mit dienen.

00:07:07: Jetzt sind wir gleich schon mit dem Anleitungs Thema.

00:07:09: Das ist ein großes Thema was einen also hauptsächlich beschäftigt war.

00:07:13: Das hat sich wirklich extrem verändert in den letzten Jahren.

00:07:17: Aber du hast gesagt, die Technik hat sich verändert?

00:07:18: Aber wie muss ich mir das jetzt vorstellen?

00:07:20: Die Stricktechnik?

00:07:21: Ne, es gibt nur rechte und linke Maschen.

00:07:23: Und die kann man auf verschiedene Arten und Weisen machen.

00:07:25: Die kann man also einmal von hinten einstechen, einmal von vorne.

00:07:28: Aber daraus ergeben sich auch schon verschiedene Muster.

00:07:31: Nein, die Schnitttechnik oder wie ein Modell aufgebaut ist das hat sich verändert.

00:07:36: Oder auch wie das verfeinert ist.

00:07:38: Also früher hast du gerade Dinger gestrickt zusammengenäht fertig mit viel Mühe hat man dann auch einen Halsaufschnitt reingekriegt.

00:07:46: Heutzutage wird das ganz anders aufgebaut, dass du jede Form verstecken kannst.

00:07:51: Das hab ich auch in den letzten zehn Jahren so dazu gelernt.

00:07:55: Dann oft wie raffiniert teilweise Abnahmen mittlerweile bewusst betont werden, die man früher eher versteckt hat im Strickstück oder Abschlüsse, die viel anders gemacht werden als früher, dass der Fall war ... Es

00:08:09: gibt inzwischen glaube ich ... Sechzig, siebzig Sorten abzuketten oder auf Maschen anzuschlagen.

00:08:15: Also früher hast du die Maschen irgendwie auf die Nadel genommen und dann hast du losgelegt.

00:08:18: Und heutzutage gibt es eben das Aufstricken und also ganz viel verschiedene Varianten auch erst mal damit anzufangen und da kann ich das auch verstehen wenn Menschen Merken dass ist schwierig.

00:08:31: Ich brauche ein bisschen mehr.

00:08:33: Was mich also ob das nur ein Tutorial ist oder ob das irgendwas schriftliches ist Dass ich irgendwie auf den Spur komme.

00:08:39: Das ging ja jetzt so, weil ich gerade bei diesen vielen Fremdworten gedacht habe, okay, abnehmen.

00:08:43: Kenny aus anderen zusammenhängen.

00:08:45: Aber man kann ja ganz viel abketten, hab' ich schon mal gehört.

00:08:47: Ja und

00:08:48: das kannst du auf unterschiedlichste Arten und Weisen machen?

00:08:51: Ich glaube

00:08:51: es.

00:08:53: Du hast ja jetzt grade schon ein paar Mal gesagt dass sich eben einiges verändert hat wenn man auf deine Website oder auf eure Webseite guckt.

00:09:01: da gibt es hier eine Zeitreise.

00:09:03: Eine wunderbare Zeitreisese!

00:09:04: Weil ihr seit vielen, vielen Jahren einmal im Monat euer Schaufenster fotografiert.

00:09:10: Ja und das ist ja wahrscheinlich auch schon nicht nur ein Geheimtück, sondern es werden sich viele Leute angucken.

00:09:16: Darin ich bin mal so weiter nach unten in die Vergangenheit gegangen.

00:09:21: Da taucht jetzt zum Beispiel eine Stricklampe auf für Wohngemeinschaften in den neunundsehneuertiebzigern.

00:09:28: Das fand ich sehr schön.

00:09:29: Die hink

00:09:29: auch in unserem Estim also es war nicht nur im Wohngemeinstift.

00:09:32: Was mir aber besonders gut gefallen hat ist der selbst strickende Mann.

00:09:37: Ich habe erst gelesen, der selbst gestrickte Mann.

00:09:39: Aber dann dachte ich mir nein das ist der selbst strickende Mann in den Neunzehntachtigern.

00:09:43: Es ist auch ein wunderbares Foto.

00:09:45: also ich kann das jetzt wirklich empfehlen weil dann auch einen einen Stricke Magazin abgebildet ist mit einem selbst strickenen Mann.

00:09:54: Das ist ja so ein bisschen wie soll man sagen Zeitgeschichte natürlich auch Lebensgefühl.

00:09:59: aber wenn man jetzt eine Stricklampe für WG's macht Dann war ja in der Zeit auch wirklich sie oder andersrum gesagt, kann ich mir zumindest in meiner Studentenzeit gab es keine Stricklampe so.

00:10:12: Das war Ende der Neunziger.

00:10:14: heute gibt's die vielleicht wieder?

00:10:15: Ich weiß es nicht aber so.

00:10:16: Mitte der Siebziger war das dann schon innen also auf jeden Fall ein Stricklampen gemacht.

00:10:21: Ja, dass war auf jeden fall in und das war also sowas war denn bestimmt also auch einen Grund weil das ein bisschen individuell war und weil das nicht so teuer war.

00:10:29: Also wenn du in einer Wohngemeinschaft, da musste man ja immer alles irgendwie zusammenschmeißen.

00:10:34: Und wenn du das ein bisschen schöner gemütlich haben wolltest dann war das so mit so ner Stricklampe.

00:10:39: also wir hatten glaube ich keine aber bei uns zu Hause also bei meinen Eltern hing auf jeden Fall eine verhekelte Lampe weil das war einfach total angesagt.

00:10:47: Du konntest da eben verschiedene Techniken auch dran ausprobieren.

00:10:51: also dass in der Brigitte Das Magazin darf man überhaupt so ein Haben sagen.

00:10:56: Ja, das ist eine Institution dabei.

00:10:59: Genau.

00:11:00: Das war auf jeden Fall ne Gestrickte und das fand ich schon beachtlich weil.

00:11:04: das hat aber auch nicht der Mann gemacht.

00:11:06: Der hat einen Pullover gestrickt.

00:11:09: Aber es gab in der Zeit strickende Männer und gibt es immer noch.

00:11:12: Gibt es auch noch ne ganz schöne Geschichte zu?

00:11:15: Passt zu den Lampen.

00:11:16: also wenn du schöne gestrickte Lampens sehen willst hängen gerade im Rahmen der Designwoche bei Nikola Nillinge im Freiraum.

00:11:24: Die hat ja ihren ganzen Raum bestrickt und hatte unter anderem wirklich schöne Stricklampen.

00:11:30: Die sind total simpel, aber sieht super aus!

00:11:33: Und in dieser Designwoche war ich nämlich auch da mit meiner Donnerstagsnahmittagssrunde.

00:11:41: Haben wir uns da getroffen?

00:11:42: Da war auch ein striktender Mann... das ist auch eine Kunde von mir.

00:11:46: Zuhörerinnen und Zuhörer, die das nicht kennen.

00:11:48: Das ist deine Strickrunde mit der

00:11:51: man dich regelmäßig trifft, wo ihr zusammenstrickt.

00:11:53: Genau.

00:11:53: Kann

00:11:55: man sagen, wo?

00:11:55: Ja kann man ja.

00:11:57: Das machen wir immer bei Meffat.

00:11:59: Das is immer eine sehr unterschiedliche Runde mal ganz viel, mal ganz wenig aber meistens ist es voll.

00:12:05: Aber in dieser Designwoche haben wir uns eben halt bei Nikola im Laden getroffen und war auch der strikkende Kunde da, der Jochen.

00:12:13: Der hat dann nämlich ein klein Mädchen, was da auch war, angeboten eine Strickpartenschaft zu übernehmen.

00:12:20: Weil die Kleine hat an dem Nachmittag Stricken gelernt und das war so süß!

00:12:24: Und sie stricken jetzt zusammen?

00:12:26: Das finde ich wirklich ne total schöne Geschichte.

00:12:28: Da ging es eben halt.

00:12:29: auch Striken verbindet Generationen und das ist so... Also so ist es ja.

00:12:34: um wieder auf den Anfang zu kommen, so habe ich's ja auch gelernt.

00:12:37: Ich hab's also nicht von meiner Mutter, die hat gar nicht so gerne gestrickt sondern von meiner Oma gelernt Und es war aber immer irgendwie so Thema in Familien, dass man sowas zusammen gemacht hat.

00:12:47: Wie machst du das?

00:12:50: Das ist schon auch eine Generationengeschichte und das ist dann aber ja ein paar Jahre völlig weg gewesen.

00:13:00: Mit deiner Generation, glaube ich wieder an.

00:13:04: Bei uns ist es genauso wie du es beschrieben hast.

00:13:06: Meine Mutter hat das von ihrer Mutter gelernt und ich hab's von meiner Mutter gelernt.

00:13:09: Meine Mother ist ja nun auch Kundin bei dir.

00:13:11: Du kennst die?

00:13:13: Die ist noch die Generation, die so ein bisschen die älteren Anleitungen über die wir gesprochen haben nutzt oder manchmal gar keine.

00:13:21: Super!

00:13:22: Die geht in den Laden, guckt sich einen Strickstück an und geht nach Hause und kann das eins zu eins umsetzen.

00:13:27: Das kann ich nicht... Hast du da in deinem Laden eine Generation ausgemacht, ab der das nicht mehr so ist?

00:13:35: Dass man was sieht oder dass es

00:13:38: komplett unterschiedlich ist.

00:13:41: Das ist wirklich ganz unterschiedlich!

00:13:42: Also das hat ja dann auch wieder etwas damit zu tun... also jetzt noch mal auf den strickenden Mann zu kommen, aber ich würde jetzt mal von ninety fünf Prozent Frauen und von fünf Prozent Männern reden was meine Kundschaft eben auch angeht.

00:13:56: Also es ist wirklich ja überwiegend Frauen.

00:13:59: Immer gewesen oder hat sich das auch mal?

00:14:01: Nee, um jetzt noch wieder zurück ... Das Thema Teppichknüpfen haben wir ausgelassen.

00:14:06: Ah!

00:14:06: Das war eine reine Männergeschichte.

00:14:08: also... Hat mein Vater auch gemacht.

00:14:09: Ja und das war wirklich, also Teppikknüpfendag wenn dann ein Mann in Laden kam wusste natürlich immer der braucht Teppifolie.

00:14:17: Das ist jetzt aber so in den Mitte achtziger Ende der Siebziger bis Mitte der Achtziger vielleicht.

00:14:25: So ein Boom gewesen, nagelt mich da jetzt nicht auf die Zeit fest.

00:14:28: Das vermischt sich in den vielen Jahren alles so ein bisschen.

00:14:31: Wenn ich zurückblicke

00:14:33: wie langtragischerweise meine Kindheit schon her ist, passt das mit dem Alter?

00:14:36: Passt das?

00:14:37: Ja siehst du genau.

00:14:39: und also gestickt haben Männer auch relativ viel.

00:14:45: Das waren dann mehr als fünf Prozent, also die, die auch gesteckt haben.

00:14:48: Aber das ist irgendwann ja komplett eingebrochen.

00:14:50: Also keiner legt sich meine Tischdecke auf den Tisch und Bilder hängen auch genug an irgendwelchen Wänden... Das will mir auch keiner mehr.

00:14:59: Wie ist denn der Mann zum Stricken gekommen?

00:15:01: War das gesellschaftlich, dass sich irgendwie Trends ergeben haben, wo der Mann das entdeckt hat?

00:15:05: Ich nehme ja nicht an, dass es ein Marketing-Trend war, den irgendeinen Firma gesetzt hat, sondern die kamen das.

00:15:10: Weil wenn so einen Magazin, so einen Titel, so ein Cover setzt müssen sie davon ausgehen, dass das auch gekauft wird also, dass irgendwer sich antwortet.

00:15:18: Ja ich denke, das hatte schon genau wie heutzutage was damit zu tun, dass man einen Ausgleich für seine Hände brauchte irgendwas eben was anderes zu machen, aber eben etwas zu machen.

00:15:27: Und Stricken ist im Relativ erst mal einfach ... Man braucht nicht viel dafür, man braucht keine Maschinen oder das ist ja ein ganz anderes Thema, Strickmaschine also Das machen übrigens auch sehr viele Männer.

00:15:39: Also irgendwie ist es schon so, wenn sobald eine Maschine da dran ist sind die Männer da irgendwie ansprechbarer.

00:15:46: Aber warum Männerstricken?

00:15:48: Ich bei mir in der Schule haben die Jungs Werken gehabt und die Mädels Handarbeiten.

00:15:54: Also das ist ja natürlich auch gesellschaftlich vorgegeben gewesen, dass die Männer das dann irgendwann nicht mehr gemacht haben.

00:16:01: Und es sind einige der eben einfach dabei... also der von dem ich im Sprach ist mit Sicherheit aber hängen geblieben weil der macht da schon so lange ich denken kann.

00:16:09: Also er stritt schon immer.

00:16:13: Jetzt habe ich den ... war im wahrsten Sinne des Wortes den Pferden verloren wo ich sah hin?

00:16:19: Aber würdest du dann sagen, dass so eine Handarbeit, Textile-Handarbeit auch ne Zeit lang unterschätzt worden ist?

00:16:25: Ja

00:16:25: völlig.

00:16:27: Also Handarbeit hatte ja viele Jahre immer so einen Negativbeigeschmack.

00:16:32: Es wurde in der Politik ganz oft sowas gesagt wie das es wirkt selbst gestrickt oder das haben wir mal eben zusammengestrickt.

00:16:38: also es hat ganz lange ein sehr negativen Touch gehabt und das hat immer sowas Antiquiertes.

00:16:46: Als ich den Laden dann von meiner Mutter übernommen habe, haben wir auch überlegt.

00:16:49: Heißt das jetzt weiter Handarbeit in Müller?

00:16:50: Oder nehmen wir auch sowas wie die jetzt alle heißen Wolle und Meer und ... Ich wiese alle heiße!

00:16:56: Nein, ich hab dann gesagt nein, ich bin da eher immer so sehr traditionell und sage nee Das ist gut und das bleibt auch weiter gut.

00:17:04: Und es klingt in meinen Ohren Ja seit vielen Jahren eben Handarbeit Müller halt.

00:17:10: Ja, man weiß dann ja auch direkt woran man ist und

00:17:13: du

00:17:13: hast ja auch eins der Wollgeschäfte in Detmold was sich deutlich länger als alle anderen gehalten hat

00:17:19: und

00:17:20: wo man einfach immer wieder hin zurückkommt.

00:17:22: also ich sag mal es gab jetzt viele Versuche anderer Einzelhändler doch auch mal mit Wolle zu probieren, wie das so läuft.

00:17:33: Und da guckt man natürlich mal rechts und links als Kunde was gibt's da?

00:17:37: Aber am Ende des Tages kommt man immer wieder in dein Geschäft zurück.

00:17:40: Naja es gibt ja noch ein Geschäft und wir tun uns aber nichts weil wir zwei vielleicht ähnliche Konzepte unterschiedliche Firmen haben und das finde ich ist ja eher immer etwas bereicherndes.

00:17:51: also Es vor vielen Jahren hier dann die Spindel zugemacht hat, da kam ja Kunden und sagten ich muss jetzt bei ihnen kaufen.

00:17:59: Nein müssen sie nicht!

00:18:00: Sie können auch zur Drogerie Müller oder sonst wem gehen.

00:18:03: also das ist ja denn immer auch so eine Anspruchshaltung der Kunden wenn sie meinen sie müssen immer unfassbar viel Auswahl haben.

00:18:13: Konkurrenz belebt das Geschäft aber es muss natürlich alles im Rahmen bleiben.

00:18:17: Das finde ich ist mal ganz wichtig.

00:18:19: Du hast gerade einen großen Drogeriemarkt genannt, der auch Wolle im Sortiment hat.

00:18:24: Vielleicht magst du ein bisschen erzählen was dein Geschäft ausmacht?

00:18:29: Also was eben als innehabergeführter Einzelhandel einfach deinen Vorteil gegenüber so einem großen Droageriemarkt ist?

00:18:36: Auf jeden Fall auf jeden Fall Fachkompetenz das würde ich sagen.

00:18:40: Das kann man nach so vielen Jahren sagen.

00:18:42: Ich kann es nicht für jede Handarbeitstechnik sagen aber ich kann das also für die Allermeisten.

00:18:46: und was ich nicht kann oder auch meine Mitarbeiterin.

00:18:49: Das kann man aber rausfinden, wenn man das gerne möchte und das ist ein großer Vorteil und dass man bei uns eben alles anfassen kann.

00:18:57: Man hört jetzt ja immer mehr diesen Satz, ich bestelle nicht im Internet, weil es sieht doch anders aus.

00:19:03: Und in den letzten paar Jahren ist das deutlich mehr geworden.

00:19:07: Das heißt nicht, dass es das Internet nicht mehr so gibt... Bei Wolle ist es also wichtig, dass man weiß wie sich das anfühlt und wie das aussieht.

00:19:16: Und wie das in Kombination mit dem ist.

00:19:19: Wenn ich das jetzt aber eine andere Farbe als die da im Muster ist, wie stelle ich mir das vor?

00:19:24: Wie stelle Ich das zusammen?

00:19:25: Das geht ihm einfach!

00:19:26: Wenn man physisch vor Ort ist, immer viel besser als wenn man sich das auf dem schönen Bildschirm anguckt.

00:19:32: Und wenn er noch so eine gute Auflösung hat, hinterher sieht es anders aus.

00:19:36: Das Problem mit dem Nachbestellen, wenn man dann mitten im Strickstück ist und man merkt, man hat nicht genug Wolle für alle die nicht stricken.

00:19:42: Es gibt tatsächlich Farbunterschiede auch wenn ... Nummer die gleiche ist.

00:19:50: Kann es trotzdem sein, dass da Farbunterschiede sind?

00:19:52: Das ist natürlich bei dir im Geschäft auch noch mal ein Vorteil.

00:19:54: du achtest da selbst immer drauf.

00:19:55: ich kenne das ja als deine Kundin.

00:19:58: wenn ich dann mit einem Label von einem Wollknoll komme, dann schaust du ja auch immer direkt darauf welche Charge ist.

00:20:03: das haben wir doch noch die passende.

00:20:06: genau

00:20:06: das ist ganz wichtig.

00:20:07: aber man kann natürlich nicht garantieren dass es diese charge eben immer weiter nach gibt.

00:20:11: deshalb gibt sich auf den Service dass man auch wolle zurücklegt.

00:20:16: Punkt, das hat meine Mutter sehr großzügig gemacht.

00:20:18: Sie hat dann immer gesagt ach nehmen sie ruhig erst mal eins mit und wir legen den Rest hin.

00:20:22: Das geht aber nicht.

00:20:23: wenn so wenig gestrickt wird kann man das machen.

00:20:25: Aber jetzt wird ja nun wirklich zum glück relativ viel gestrickte Und dann können wir es nicht machen.

00:20:30: Wir machen dass wir ein oder zwei knoll zurücklegen und dann auch nur für eine bestimmte zeit.

00:20:34: aber Dann hat man eben die garantie dass das aus der gleichen partie ist oder aus der gleichen lotnummer?

00:20:39: Und zu deiner frage was der unterschied ist ich versuche natürlich mit firmen zusammenzuarbeiten wo man die gleiche Sprache spricht, also wo man eben halt miteinander gut im Kontakt ist.

00:20:50: Ich mache ja für eine Firma auch ein bisschen beim Design mit.

00:20:54: Das ist für den wunderbare Firma Lamana aus Bielefeld!

00:21:00: Ein schönes Modell, was so fällig auf meinen Design ist.

00:21:04: Es ist sehr schön und man spricht die gleichen Sprache und das ist eben einfach ganz wichtig um... Ja zu wissen, wo geht die Reise hin?

00:21:14: Es werden ja viele Sachen werden ja irgendwie.

00:21:18: Natürlich jetzt wieder durchs Netz getrieben oder tauchen einfach auf es ploppt ja manchmal so was auf und dann denkst du immer herbekommen das ist denn jetzt her und überall ist das.

00:21:26: Und dann ist es eben gut wenn du gut miteinander im Kontakt bist dass man Sachen eben auch gut besorgen kann.

00:21:31: und das ist eben bei uns nicht nur Firma Lamana's ist also für den Sommer eben auch viel von Ito.

00:21:35: Das ist eine japanische Firma von denen wir viele Gane haben, die man auch alle sehr gut miteinander kombinieren kann.

00:21:42: Also da kann man sich selber praktisch seine Mischung basteln wie man sie möchte ob nur Seite und Wolle und so halt.

00:21:49: Und was hab ich noch?

00:21:50: Ich habe noch ein paar skandinavische Firmen.

00:21:52: das ist also auch ganz wichtig heutzutage weil ganz viel Design eben aus Skandinavien kommt.

00:21:57: Ich glaube die haben auch damit angefangen dass es diese ellenlange Einzelanleitungen gab aber es können inzwischen viele und das muss ich jetzt sagen hat sich eben ganz doll speziell in Corona auch verändert, weil da ja alle Zeit hatten zu Hause zu sitzen.

00:22:13: Auch die Designerin, die das dann alles perfektioniert haben und seitdem ist es wirklich ein ... Ja im Boom will ich nicht sagen, Boom ist immer ein doofes Wort aber es hat also einen richtigen Run gegeben und es bleibt hoffentlich noch eine kleine Weile so schnell auf Holz klopfen.

00:22:33: Ich find's auch immer sehr beeindruckend, ich weiß nicht wann du die Zeit dafür findest aber du bist total up-to date was diese Strickinfluencer und Influencerinnen angeht.

00:22:42: also ich weiß manchmal komme ich zu dir in den Laden und sie sagt ich hab irgendwo online wieder das und dass gesehen und beschreibe das und du weißt eigentlich genau sofort wer es ist.

00:22:50: ich habe mir nicht mal den Namen der Influenzerin notiert aber du kannst mir sofort sagen wer das ist?

00:22:54: Nein, nicht bei allen!

00:22:56: Es werden jetzt wirklich immer mehr.

00:22:59: Ja, aber man versucht das eben.

00:23:01: Also ich kriege das ja auch auf Instagram, was kommt jetzt wieder und dann?

00:23:05: Und oh Gott da musst du dich auch darum kümmern, genau wie bestimmt die und das und so ist es denn auch.

00:23:11: Es ist

00:23:13: ja eigentlich spannend wenn man sagt einerseits kann das ja einen Stricken- und Handarbeit auch ein bisschen... Das wäre jetzt auch meine Frage.

00:23:20: So ein Gegenpol zu einer digitalen oder immer digitaleren Welt sein.

00:23:24: und auf der anderen Seite wird dieser Trend dann jetzt ja auch aus dem digitalen heraus weiter bespielt.

00:23:29: Ja natürlich, aber wirst

00:23:30: du schon sagen ist es auch ein Gegenpol.

00:23:32: also kann man sagen das ist ja alles digitale ist natürlich schnell und den den Screen zu swipen ist extrem schnell.

00:23:39: und wenn ich mir jetzt irgendwie vorstelle ich muss jetzt so ein Stück stricken das dauert ja.

00:23:45: Ist es auch deswegen wieder wieder eine Trend geworden weil sich die Leute sagen da habe ich ein bisschen

00:23:49: Ruhe?

00:23:50: Ja, das auf jeden Fall.

00:23:52: Das ist wirklich für viele ein Ausgleich zu diesem ganzen Digitalen.

00:23:56: Dass du was zu tun hast aber trotzdem nicht nur am Wischen und gucken und machen bist sondern dass du selber irgendwas schaffen kannst was du am Ende denn im günstigsten Fall so wie bei dir jetzt sehr schön tragen kannst.

00:24:10: Aber es werden auch eine ganze Menge gemacht um sie zu verschenken.

00:24:15: Also die Frauen, die wirklich richtig viel stricken.

00:24:18: Die stricken soviel, das können sie gar nicht alles selber tragen.

00:24:21: Da muss schon die Familie auch für herhalten oder es gibt ja auch so viele Charity-Geschichten.

00:24:26: Es wird für einen guten Zweck gestrickt und das finde ich auch alles gut.

00:24:29: Das ist alles wichtig, dass das gemacht wird.

00:24:32: Und das hat glaube ich schon damit zu tun, dass wir alle immer irgendwie in Aktion sein müssen.

00:24:38: Es wäre mit Sicherheit gut wenn manche Menschen bisschen öfter mal zur Ruhe kommen und bei sich sind, nicht irgendwas machen.

00:24:48: Aber wenn am Ende der Stricken dabei rauskommt, dass man sagt, damit werde ich ruhig, dann bin ich natürlich nicht böse

00:24:53: drum.".

00:24:54: Ich finde auch immer stricken ist das perfekte Hobby für alle die entspannen müssen weil sie auch mal kognitiv runterkommen müssen aber nicht so gut nichts tun können.

00:25:04: also ich bin selber so ein Typ das habe ich von meinem Vater geerbt.

00:25:08: entspannen, sowohl mit Ansage und beim Stricken hat man einfach den Vorteil.

00:25:12: Man sieht ja dass man was geschafft hat.

00:25:14: Man hat am Ende zehn Zentimeter mehr an seinem Strickstrück dran.

00:25:19: Das ist eigentlich ein wahnsinnig gutes Anti-Burnout-Hobby, würde ich behaupten.

00:25:23: Genau!

00:25:23: Meine Mutter hat früher dazu immer gesagt man kann vor allen Dingen dann mal die Gedanken am Faden laufen lassen.

00:25:29: also man kann wirklich auch mal irgendwas zu Ende denken was man weil man is ja immer abgelenkt es ruft einer an oder es ist hier irgendwas oder es da irgendetwas um.

00:25:38: wenn du in deiner Ecke sitzt und bist schön am Stricken kannst dich vielleicht noch von irgendeinem Film berieseln lassen.

00:25:43: aber man kann wenn einem etwas beschäftigt das auch wirklich schaffen Weil die Hände, die Verbindung mit dem Hirn ist ja ... Das wissen wir hier alle.

00:25:53: Das sorgt dafür, dass man ein Gedanken wäre, wie ich auch mal zu Ende denken kann.

00:25:56: Das habe ich früher nicht verstanden, wenn sie das gesagt hat.

00:25:58: Das verstehe ich jetzt aber sehr gut.

00:26:02: Stichwort Nachhaltigkeit, Konsum im Modeindustrie hat sich ja nur stark gewandelt.

00:26:07: Stichtwort Fast-Fashion gab es vor zehn Jahren und fünfzehn Jahre noch nicht.

00:26:10: Es gibt ja große ... Firmen aus dem weiteren Ausland, die die Mode merkt hier eigentlich überspülen.

00:26:18: Möchte man sagen mit Mode, die man so wöchentlich wechselt ist dann Handarbeit da auch ein bisschen gegen Modell also als Gegenmodell zu fast fashion

00:26:27: auf jeden

00:26:27: Fall erlebst du es dann auch so dass dann auch Kundinnen und Kunden sagen das das merk ich jetzt auch dass es ja was anderes ist ob Ich immer nachkaufe oder mich selber mal etwas selbst herstelle und merke was drin steckt

00:26:40: Das auf jeden Fall.

00:26:41: Es ist eine ganz andere Wertschätzung, also die Sachen werden auch anders behandelt.

00:26:45: bei uns ist auch immer ein Dauerthema ja wie kann ich das denn waschen?

00:26:48: Ja weil da macht man sich mehr Gedanken drüber wenn das einen selbst hergestellt ist dass es auch glaube ich egal ob das jetzt nur genäht oder gestrickt ist.

00:26:56: man macht sich mehr gedanken darüber Wenn man das selber produziert hat als wenn man das dafür drei euro neunzig soll.

00:27:03: sowieso keiner machen sich für drei Euro neunzigen T-Shirt kaufen oder noch günstiger.

00:27:08: aber also man hat einen anderen Zugang dazu.

00:27:11: Und das, finde ich, ist sehr wichtig.

00:27:13: Das beschreibt das ganz gut mit dem Gegenpol zum Fast-Fashion.

00:27:17: Und dass war wahrscheinlich doch vor ... wir weiß nicht, es waren sich ja gar nicht unbedingt ein Thema?

00:27:20: Nein

00:27:21: überhaupt nicht!

00:27:21: Gar nicht.

00:27:23: Ich weiß auch gar nicht, wann das so losgingt, dass es diese Billigproduktion in dem Maße gab.

00:27:29: Das gab's schon immer.

00:27:31: Das gabs auch früher als das Thema Sticken sehr angesagt war.

00:27:36: Da kamen dann die Vertreter und boten uns denn irgendwelche angeblich handgestickten Teile aus ... Ich weiß nicht mehr, was der Arnehmer gesagt hat.

00:27:45: Aus Hierotina kommt es ja?

00:27:47: Genau!

00:27:48: Und dann wollte man sich die Muster genau angucken und sagen, da müssen sie jetzt schon im Ganzen kaufen weil so ein Ganzer Container ist ja immer günstiger als wenn wir jetzt irgendwelchen Teilen ... Da ging das los mit solchen Massenproduktionen.

00:28:02: und dann auch noch diese ganzen Argumente Ja, die können sich denn da gerne Schüsselreis vorkaufen oder sowas.

00:28:08: Da hat meine Mutter auch schon immer so gemacht.

00:28:13: Halt Stopp, das verkaufen wir nicht!

00:28:15: Das ist einfach keine Qualität und das möchte man nicht.

00:28:20: Thema Qualität vielleicht noch ein gutes Stiefwort?

00:28:22: Du hast schon mal verschiedene Wollarten angerissen.

00:28:27: Wie nimmst du das wahr?

00:28:28: Wie hat sich das Kaufverhalten verändert?

00:28:31: zu den tierischen Wollsorten und es gibt ja mittlerweile auch viele vegane Alternativen.

00:28:39: Ich weiß nicht, ob das bekannt ist für alle die nicht stricken aber es gibt Ja mittlerweile auch Woller aus zum Beispiel Mais oder Bambusfasern.

00:28:47: Wie merkst Du das im Laden?

00:28:49: also

00:28:50: wird... Das wird schon nachgefragt.

00:28:54: Mein Credo ist eben, hab ich mir hier gerade gesehen mein erster Pulli.

00:28:59: War mal eine Frage, wo daraus der ist.

00:29:00: Der war natürlich aber im Jahr neunzehntundert zwanzivzig vielleicht aus hundert Prozent Pulli weil das war da eben sehr angesagt.

00:29:10: so was haben wir überhaupt gar nicht mehr.

00:29:12: also

00:29:12: auch stricken

00:29:14: Das konnte man stricken und häkeln, das konnte man aber auch so hinstellen.

00:29:17: Und es leuchtete im Dunkel!

00:29:20: Man schwitzt auch nur ein bisschen.

00:29:22: Hör mal, nur ein ganz kleines bisschen.

00:29:26: Wir versuchen wirklich schön darauf zu achten, dass das Tierwohl genau passt und keine oder wenig synthetische Fasern verwandt werden.

00:29:40: Bei Sockenwolle braucht man das, da gibt es aber auch inzwischen biologisch abbaubar.

00:29:44: und die Veganer, die eben keine Wolle und auch keine Seite tragen wollen dafür habe ich eben halt auch Baumwoll mit C-Cell Das ist ja so eine Algenfaser oder mit Bambus Mit diesen ganzen anderen Fasernen.

00:29:59: Es gibt ne ganze Menge Aber kann man kann nicht alles aus allem machen.

00:30:03: Also dann sind immer wieder so Schwierigkeiten eingebaut wofür das jetzt nicht geht.

00:30:07: also dass sehr umfassendes Thema, was uns aber auch sehr beschäftigt.

00:30:11: Also da sind wir schon auch mit ... beschäftigt, was man kann als Alternativen nehmen.

00:30:17: Wenn ich mal eben einen Schluck trinke.

00:30:21: Und das sind dann wahrscheinlich auch ... ist es auch eine Generationenfrage oder?

00:30:25: Ja!

00:30:25: Das wird wahrscheinlich auch ältere Kunden den Kunden geben die sagen wenn ich jetzt vegan bin lebe, dann hat es mit dem Alter ja erstmal nichts zu tun, aber wahrscheinlich ... ist das auch ein bisschen ... eine Generation wahrscheinlich deine und die nach dir, wie ich das so sagen darf ... kommende die jetzt dann eher da

00:30:40: sind.

00:30:41: Die mehr drauf achten und besonders eben das Tierwohl, aber da versuchen wir es auch wirklich bei allen Firmen mit denen wir zusammenarbeiten darauf zu achten.

00:30:50: Man kann es nicht immer bis zu hundert Prozent nachhalten, aber bei den meisten kann man's inzwischen schon weil die Firmen ja selber auch großen Wert drauf legen.

00:30:59: Dein Geschäft ist ja für alle die wenigen, die es nicht kennen sollten.

00:31:04: Ist ja eben in der krummen Straße Es ist ja jetzt nicht so zum Beispiel nicht so groß wie dieser Raum mit dem wir jetzt hier drin sind.

00:31:11: Also eine durchaus etwas intimer Atmosphäre.

00:31:13: wenn man da reinkommt Man ist gleich im Thema weil die Produkte sind überall Kommt dann die Kundinnen und Kunden eigentlich nur für Wolle oder nicht auch für ein bisschen Stadt Seismograph also erzählen, Atmosphäre austauschen über das was so passiert oder nicht passiert und dann kauft man Wolle.

00:31:33: Oder geht vielleicht auch mal ohne raus?

00:31:35: Ja, das passiert auf jeden Fall.

00:31:39: also Man kommt sich bei uns im wahrsten Sinne des Wortes immer sehr nah, weil es halt klein ist Und bestimmte Projekte die angegangen werden sollen da gibt's ja gleich auch immer wieder eine Lebensgeschichte zu und meine Tochter kriegt jetzt endlich das Baby Und die wohnen aber da und haben aber neulich hier gesehen.

00:32:03: Es wird viel erzählt, es wird sehr viel bei uns gesprochen und es wird auch sehr viel gefragt.

00:32:08: Wir sind wahrscheinlich ausgründet, weil's den Laden schon immer gibt, immer Auskunft teilt für alles Mögliche.

00:32:13: Also es kommen nur Leute rein und fragen können sie mir sagen wo das ist?

00:32:19: Ja, so ein bisschen Auskünftür.

00:32:22: Ich weiß nicht, ob der Laden das ausstrahlt.

00:32:25: Aber das wissen ja Fremde gar nicht.

00:32:27: Irgendwelche Urlauber kommen auch rein und sagen, können sie mir mal sagen?

00:32:31: Wo ist denn das?

00:32:32: Mir fällt kein Beispiel ein.

00:32:34: Eigentlich kommt das relativ regelmäßig vor.

00:32:37: Aber man kommt natürlich auf ... Wenn man was aussuchen möchte oder sich erst mal nur umgucken möchte, kommt man schneller ins Gespräch, wenn man in so einem kleinen Laden ist.

00:32:47: Und es gibt Menschen, die sind sehr zurückgenommen Sagen nix und es gibt aber auch welche, die erzählen gleich viel.

00:32:54: Und ich erzähle halt auch gerne.

00:32:56: also das ist geben halt gern auch auskunft über alles das was ich weiß.

00:33:01: Kommt dann auch Kundinnen miteinander ins Gespräch oder so dass jetzt irgendwie jemand sagt Ich möchte doch das machen weise man nicht und andere kunde sagt ja da können sie

00:33:09: Ja genau nein das passiert oft.

00:33:11: ja Genau

00:33:12: das wollte ich gerade sagen.

00:33:16: Man kommt ja auch gerne mal, wenn man dann doch nicht weiter weiß oder die sehr ausführliche Anleitung einen Doch noch verwirrt.

00:33:23: Da ist man bei dir immer wahnsinnig gut aufgehoben und weiß, man kann mit allen Fragen kommen.

00:33:28: Und manchmal ist es eben so, man steht in deinem Letchen und das ist wirklich eigentlich immer voll, wenn ich vorbeikomme?

00:33:34: Ja jetzt um diese Jahreszeit haben wir Chancen mehr zu sprechen!

00:33:39: Also ich finde das schön, man steht da und hat seinen Strickstück schon vorbereitet in der Hand um seine Frage loszuwerden.

00:33:44: Und dann kommt eine andere Kundin und sagt auch was haben sie denn da gemacht?

00:33:47: Genau!

00:33:47: Dann kommt man

00:33:48: einfach so nett ins Gespräch.

00:33:49: Das ist immer eine schöne Atmosphäre einfach also irgendwie sehr vertraut weil ihr natürlich das Hobby verbindet aber es irgendwie genug Freiraum, um in solche Gespräche zu kommen.

00:34:00: Also es ist bei dir immer total entschleunigend wenn man in den Laden reinkommt.

00:34:03: Ach

00:34:03: wie schön dass du das so sagst!

00:34:05: Ja

00:34:05: total also.

00:34:05: ich finde das immer sehr entspannt und man freut sich dann irgendwie auf die Sachen die man aussucht und das macht einfach gute Laune bei dir.

00:34:13: Ach ist das

00:34:14: schön?

00:34:14: ja so soll's daraus sein.

00:34:15: also das versuchen wir auch mit allen Sachen.

00:34:18: also man versucht hier auch immer ein bisschen aktuell aussieht und das ist der schönes.

00:34:24: jetzt hatten wir ja neulich gerade die Muppet Show dekoriert ich weiß nicht ob ihr die gesehen habt, da sind Leute gekommen nur um das zu fotografieren.

00:34:31: Darf ich mal eben ich möchte noch einmal für mein Freund ein Foto machen?

00:34:34: Und auch Männer haben davor gestanden und gesagt wie wunderbar großartig!

00:34:39: Das macht ihm einfach Spaß so was zusammenzuentwickeln.

00:34:42: das wollte ich vorhin auch schon sagen.

00:34:43: also Sonnenladen kannst du auch nicht ganz gut machen wenn du nur alleine bist.

00:34:48: Wir haben eigentlich immer im Team gearbeitet.

00:34:51: Das habe ich mit meiner Mutter, wir hatten immer irgendwelche Mitarbeiterinnen auch wenn das Wendigen nur zur Aushilfe da waren aber die sind halt regelmäßig da und sie sind so im Stoff dass sich die da jetzt auch alleine lassen kann.

00:35:02: und dadurch entsteht natürlich unterschiedliche Leute haben unterschiedliche Geschmäcker und unterschiedliche Vorstellungen, aber alles zusammen versuchen wir das dann eben, dass es ein Gesamtbild ergibt.

00:35:14: Und ich glaube, das gelingt uns einigermaßen.

00:35:18: Also

00:35:18: ich glaube das ist was wir im Projekt in Zukunft immer den Einzelhändlern predigen.

00:35:23: Es reicht nicht mehr nur einen Geschäft zu haben sondern man muss etwas drumherum bieten.

00:35:29: Das machst du bzw hat deine Mutter schon gemacht bevor dieser Trend überhaupt notwendig wurde.

00:35:33: ihr habt einfach immer schon mehr eine Community als einfach nur ein Einzelhandelsgeschäft.

00:35:39: Na ja, das ist mit den Strickkursen ja schon... Das ist also eben.

00:35:42: man sagt dann auf der wenn es jetzt aus der wirtschaftlichen Seite sagt, dass die Kundenbindung eins ist.

00:35:47: aber so muss es auch sein!

00:35:50: Also ich kann nicht erwarten, dass jeder alles kann und es nützt mir nichts Wolle zu verkaufen, wenn die Leute das mit nach Hause nehmen und sagen Ja jetzt stehe ich da und komme dann nicht weiter wer hilft mir denn?

00:36:01: So Früher gab es das Internet nicht, wo man aus irgendwelche Tutorials angucken kann.

00:36:05: Jetzt gibt's das natürlich.

00:36:07: Trotzdem kommen die Leute um Fragen weil sie es gerne lieber persönlich erklärt haben möchten.

00:36:12: Nicht alle aber ganz viele halt und das macht das glaube ich auch aus dass das so ein bisschen lebendiger ist wenn du da nur stehst und die Wolle verkaufst.

00:36:21: Das hat mich diesen Ja, weib hast du eben gedacht.

00:36:27: Das macht's halt aus, dass du ein bisschen mit den Menschen mehr sprichst und die miteinander reden.

00:36:32: Und das passiert natürlich auch mit den Strickkursen.

00:36:34: also wir bieten ja auch Strickkurse an.

00:36:36: wie haben also auch manchmal Designer da die einen Kurs anbieten.

00:36:40: Also wir wollen jetzt im Hinweis nicht ob ich das im Sommer noch hinkriege Ich sag noch nix!

00:36:44: Das kommt dann in der nächsten Folge.

00:36:48: Wir haben mehrere vor und wir haben ja auch früher immer diese Veranstaltung mitgemacht, die Nadel und Faden in Osnabrück.

00:36:55: Das war immer nach der Nadel-und-Faden vor der Nadel-undfaden.

00:36:59: Es ist eine große Veranstaltung im Herbst gewesen.

00:37:03: Und es ging immer das ganze Jahr darum was nehmen wir damit hin?

00:37:05: Was ist dann das fertig und was ist hiermit und was da mit?

00:37:09: Also das war schon immer sehr bestimmt.

00:37:11: Und das mache ich aber nicht mehr.

00:37:13: Das ist mir jetzt einfach zu viel!

00:37:16: Du hast gerade schon die Stadt angesprochen So ein Geschäft wie eures.

00:37:22: Ihr seid ja inmitten einer Straße, Gruppe Straße unter der Wehme für alle die noch nicht wissen da gibt es viele eigenständige Geschäfte kleinere inhabergeführte Geschäften.

00:37:34: Was braucht eine Stadt, damit das funktioniert?

00:37:37: Denn es scheint ja zu funktionieren.

00:37:38: Eine Stadt braucht auf jeden Fall inhabergeführte Geschäfte.

00:37:41: also wenn nur irgendwelche Ketten da sind, wissen wir alle dass funktioniert nicht dann wächst der Leerstand sonst wo.

00:37:47: aber ihr tut hier auch ne Menge für dass das eben nicht so ist und ich glaube je individueller das ist je besser ist das.

00:37:57: könnte jetzt auch noch ein paar Sachen sagen wie man nicht braucht die man auf gar keinen Fall in einer Stadt braucht.

00:38:02: Aber wir sprechen lieber über das, was man braucht.

00:38:05: Also ich finde, dass höre ich auch von ganz vielen ... Wir haben ja immer mehr Tagestouristen oder eben im Wohnmobil über eine Nacht hier sind.

00:38:14: Die lieben alle den Wochenmarkt.

00:38:16: Das ist also einfach wunderbar, das ist gute Stimmung.

00:38:19: wenn so ein schöner Wochenmarkt in der Stadt ist und dass es eben halt noch mehrere von den kleinen Geschäften gibt.

00:38:26: Es gibt natürlich hier auch Die Großen muss es auch.

00:38:30: Aber die gute Mischung ist eben das Wesentliche.

00:38:33: und dass von der Stadt aus geht, dass die Stadt Interesse daran hat, dass hier Menschen hinkommen.

00:38:41: Das sieht man jetzt ja nur.

00:38:42: Der Schlosspark wird wunderschön also mehr kann man gar nicht sagen.

00:38:45: Das hat man beim Strassentheater auch noch wieder gesehen.

00:38:48: Ich weiß nicht, waren wirklich so viele tausend Beute da.

00:38:51: Man hat gefühlt... gedacht, das hört gar nicht mehr auf.

00:38:56: Und das hab ich im Laden auch gemerkt.

00:38:57: also es waren ... Also da sind ja nicht alles irgendwie Kunden die was mitnehmen aber die registrieren hier ist ein schöner Laden und wir kommen noch mal wieder und die meisten machen das auch.

00:39:07: Das wollt ihr auch sagen.

00:39:07: also Veranstaltungen von denen es hier wirklich viele gibt, die merkt ihr auch?

00:39:11: Ja die merken auf jeden Fall.

00:39:12: Oder

00:39:13: Flomart oder so eine Geschichte.

00:39:15: Das ist ganz wichtig für die Innenstadt glaube ich.

00:39:19: das Beste was sein kann wenn's ne gute Mischung ist

00:39:23: Wenn du so in die Zukunft blickst, wo wird's zu sagen, wo fehlt noch irgendwas?

00:39:27: Oder wo sollte es hingehen oder ... Du hast gerade schon gesagt, es gibt hier eine ganze Menge.

00:39:35: Also jetzt meint sie in der Stadt.

00:39:38: Ja ja, also das muss sich mehr ... Wir müssen sich mehr junge Leute ansiedeln, was machen.

00:39:44: Es gibt mehrere Initiativen mit der Fachhochschule auch, die bestimmte Ideen haben.

00:39:51: Ich weiß nicht, wart ihr bei diesem Nachbarschaftsfest?

00:39:54: Nie, das habe ich erst.

00:39:55: Ich hab es durch die Zeitung erfahren.

00:39:58: Mir war's zu heiß.

00:40:01: Wir kriegten Besuch also... Also ist passiert ja ein bisschen was und das haben wir ja früher mit der ISG auch gemacht.

00:40:07: Es muss mehr sowas in der Stadt...

00:40:11: Das

00:40:11: war die Immobilien-Standortgemeinschaft.

00:40:15: Krumme Wehme haben wir denn am Ende geheißen.

00:40:16: In Krummes Straße und unter der Wehne.

00:40:21: Zeiten, als die Baustelle in der Krummstraße war.

00:40:24: Da ging das los.

00:40:24: Das war aus dem Jahr zwei tausendsechzehnt.

00:40:29: Länger her.

00:40:30: Ihr hattet damals auch immer die je nach der langen Tische?

00:40:32: Ja,

00:40:33: das ist Landecki und Kino im Hinterhof.

00:40:36: Und die krumme Kulturnachdass war wirklich schon eine größere Angelegenheit.

00:40:41: Das haben wir eben halt auch mit den Geschäftsleuten und dann auch mit einigen Hausbesitzern haben wir das eben organisiert.

00:40:48: und irgendwann war aber auch die Luft raus, es war.

00:40:50: Und dann kam Corona, glaube ich oder wie was?

00:40:52: Also sowas...

00:40:53: Da war ich ja noch nicht hier!

00:40:54: Das hab' ich alles mitgegeben.

00:40:55: Aber man hört's öfters

00:40:57: tatsächlich.

00:40:58: Ja, das war schon gut und das hat eine Menge Zusammenhalt unter den Nachbarn und unter den Geschäftsleuten so ergeben.

00:41:05: Es ist also eine ganz wichtige Sache gewesen.

00:41:08: Ich glaube auch diese Gemeinschaft bei euch in der Straße ist nochmal besonders hervorzuheben denn ich weiß bei dir früher da gab´s Eine teilweise Mitbewerberin auch noch bei dir an der Straße, die eben sehr auf den Nähen ausgelegt war und auf Garnen.

00:41:24: Also zum Nähengarne keine Wolle!

00:41:28: Das ist ja auch häufig passiert, wenn du zum Beispiel sagst, dass du hast eine bestimmte Art von Knöpfen oder eine bestimmten Größe nicht.

00:41:33: Oder irgendein Garnumknopf anzunehmen, das du die Leute rüber geschickt und umgekehrt genau

00:41:39: so.

00:41:39: Also es

00:41:40: lebt ja auch von dieser Gemeinschaft und vom gegenseitigen Empfehlen und sich eben nicht als Konkurrenzwart zu nehmen sondern als eine Stadt, die gut wirtschaften möchte, die Freude an dem Geschäft haben möchte.

00:41:53: Und das habt ihr einfach in der Straße mit diesen vielen Inhaber geführt und einzelne Handelsgeschäfte so wahnsinnig gut gemacht.

00:42:00: Ja, finde ich auch haben wir gut gemacht!

00:42:06: Also sowas wäre gut wenn das... Ich finde es mit der Werbegemeinschaft jetzt auch die machen's auch gut.

00:42:12: Die machen also ihren Job wirklich gut und es geht nur zusammen.

00:42:15: Es geht nicht einer alleine.

00:42:19: Wart ihr beim Straßenteater fest?

00:42:21: Also habt ihr das mit den Leitern gesehen.

00:42:23: Ja, also ich finde deutlicher kann man es nicht zeigen.

00:42:25: Es geht nur wenn du zusammen was machst und miteinander im Geschehen bist dass du einfach feststellt es geht nicht der eine ohne den anderen Und man muss miteinander im Gespräch sein.

00:42:36: Kommunikation ist alles.

00:42:38: Man kann sich nicht immer nur hinstellen und sagen macht ihr mal so Das ist ja also dafür brauchen wir ein bisschen mehr.

00:42:45: also alle jungen Menschen mit guten Ideen herzlich willkommen dass.

00:42:49: ich glaube es gibt auch genug Platz in dieser Stadt für noch mehr.

00:42:52: Ja, das glaube ich auch.

00:42:53: Das ist ja eben schon erwähnt, dass sich einiges eben aus unserer technischen Hochschule rausgründet.

00:43:00: Das finde ich zum Beispiel auch sehr faszinierend Da ja auch im Bereich Wolle oder Nutzung von Woll für Kunstwerke ansetzen.

00:43:08: Also wie wir sich das einfach verändern, das sind ja auch potenzielle Kunden und Kunden

00:43:12: für dich

00:43:13: Und die machen da eben ganz ganz tolle Sachen Ganz tolle Kunstwerken draus Die man bei uns dann in der Stadt auch wieder erwerben kann.

00:43:20: Ja klar!

00:43:21: Und so befruchtet man sich ja auch irgendwie gegenseitig ein bisschen.

00:43:23: Ja auf

00:43:23: jeden Fall So muss es auch sein.

00:43:26: Müssten wir da auch nochmal eine eigene Folge machen?

00:43:28: Ja, müssen wir

00:43:29: schon ganz viele

00:43:30: Ideen.

00:43:31: Wunderbar Sabine Körner vielen herzlichen dank.

00:43:33: Ja ich sage danke für den

00:43:35: besuch.

00:43:36: wir haben jetzt ganz viel über das geschäft aber viel auch drüber hinaus miteinander beplaudert.

00:43:42: Das

00:43:42: ist schön, hat mir Spaß gemacht!

00:43:44: Ja

00:43:45: genau, danke schön für den Besuch und du hast es ja gerade schon gesagt.

00:43:49: Es wird an der nächste Folge mit dir geben und

00:43:51: dann

00:43:52: werden wir erfahren was noch alles so passiert ist.

00:43:54: Genau.

00:43:55: Dann gibt's die neue Herbstwintermode mit.

00:43:57: Oh meinst du?

00:43:57: So schnell sollen wir das schon

00:43:59: machen?!

00:43:59: Da geht ja schon in nächsten Monaten los... früh anfangen, aber ich bin auch nicht so früh.

00:44:06: Also vor August wird es nichts geben.

00:44:08: Ja okay.

00:44:09: Genau und jetzt ist erst mal Urlaub!

00:44:10: Dann sehen

00:44:11: wir uns in der vierten Staffel wieder die ESE im Herbst.

00:44:13: Das

00:44:13: passt auf wunderbar!

00:44:16: Ich danke!

00:44:17: Tschüss!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.