Vom Freilicht zum Ganzjahresmuseum – Hellerlecht in Detmold
Shownotes
Das LWL-Freilichtmuseum Detmold verändert sich grundlegend: Mit dem neuen Forum bekommt das Museum ein zweites Standbein. Neben dem vertrauten Freilichtgelände entstehen Räume für Ausstellungen, Veranstaltungen, Vermittlung, Café, Begegnung und neue Kooperationen. In dieser Folge sprechen Dr. Marie Luisa Allemeyer und Dr. Florian Strub darüber, warum dem Museum über Jahrzehnte eine richtige Ausstellungsfläche fehlte, was der nachhaltige Neubau mit Lehm, Holz, Stroh und Beton besonders macht und warum das Gebäude selbst künftig erklärt und vermittelt werden soll. Außerdem geht es um die erste Sonderausstellung „Materia – Lehm, Holz, Stroh, Beton“, die am 1. Oktober eröffnet, um digitale Installationen im neuen Forum, um den neuen Namen LWL-Museum Hellerlecht Detmold und um die Frage, was Detmold durch diesen neuen Kulturort gewinnt.
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00:00:00: Dann können wir einfach mal einfach fröhlich rein, einfach starten.
00:00:07: Nein nicht in die letzte Folge weil es ja noch ein paar Folgen gibt, die nach dieser ausgestrahlt werden aber in die Letzte Aufzeichnung der dritten Staffel vom Stadt-Podcast.
00:00:15: Mein Dettmold begrüßen wir heute.
00:00:18: Ich begrüße Sie herzlich!
00:00:19: Aber euch natürlich auch da draußen und unsere Gäste heute an.
00:00:24: Christine und Tom sind Intermoderation dieser Folge Und der Titel lautet vom Freilicht zum Ganzjahresmuseum.
00:00:33: Der hakelt ein bisschen, aber er beschreibt eigentlich genau das worum es geht.
00:00:37: und jetzt wissen natürlich alle worum Es geht ums freilich Museum in Det Mold.
00:00:42: Wir haben zwei wunderbare Gäste heute da nämlich auf der einen Seite ist es Dr.
00:00:48: Marie Luisa Allemeier die Museumsdirektorin des westfälischen freilichen museums Wie ein
00:00:57: Etwas.
00:00:58: Ein bisschen anders schon
00:01:02: noch, aber machen wir ruhig weiter.
00:01:05: Und Dr.
00:01:05: Florian Strohb ist bei uns Kurator im Freilichmuseum und unter anderem zuständig für die erste Sonderausstellung, die im Oktober dieses Jahres geschehen wird.
00:01:20: Kann man das so sagen?
00:01:21: Eröffnen wird!
00:01:24: weitere Ausstellungen auch.
00:01:27: Also herzlich willkommen in dieser Folge, schön dass es geklappt hat.
00:01:31: ganz kurz vor der großen Eröffnung des neuen Gebäudes werden wir diese Folge ausstrahlen und deswegen sprechen wir heute natürlich unter anderem darüber.
00:01:41: also danke dass Sie hier sind.
00:01:44: Vielen Dank für die Einladung!
00:01:45: Ja, gerne und begleitet für die, die
00:01:46: es sehen
00:01:47: und ich höre meine Fliege sehr... Ich weiß gar nicht ob sie im Bild ist?
00:01:51: Nee, sie ist doch ein bisschen
00:01:52: im Bild.
00:01:52: Hin und wieder, ne?
00:01:53: Weil dann sieht man bestimmt unsere Augen die ganze Zeit immer.
00:01:55: Ja genau.
00:01:55: Die, die's hören werden jetzt vielleicht einfach mal auch den YouTube-Volger einschalten.
00:02:00: also gut wir sind ja hier in der Innenstadt das Studio und wir sind nicht bei Ihnen im Museum.
00:02:08: Aber es geht ja, glaube ich, Frau Allermeier.
00:02:11: Es geht in diesem neuen Gebäude was jetzt gerade noch in den letzten Zügen des Aufbaus sich befindet auch darum das Museum stärker mit der Stadt zu verbinden.
00:02:20: Das ist wahrscheinlich ein guter Ort dass wir hier sind.
00:02:23: Ja also auf jeden Fall.
00:02:26: Wir alle gehen immer wieder sehr gerne in die Innenstadt.
00:02:30: Die Frage was dieses Museum, was der Neubau eigentlich bewirkt im Hinblick auf die Verbindung zur Stadt.
00:02:40: Da glaube ich schon, dass das natürlich was verändern wird.
00:02:43: also das ist logisch, dass unser neues Eingangs- und Aussteigungsgebäude wird... Ich glaube es kann man tun.
00:02:48: ganz klar sagen, es wird ein super Anziehungspunkt sein und er ist ja fußläufig von der Innenstadt Und das ist ja schon ein großes Glück auch für uns.
00:02:56: Es gibt ja nun mal tatsächlich viele Museen, die wirklich auf der grünen Wiese sind oder irgendwo zwischendrin.
00:03:01: und also ich würde schon sagen unser Museum ist zwar am Stadtrand aber es ist eben durch diese wunderschöne Allee wahnsinnig toll zu erreichen, zu Fuß.
00:03:09: Also insofern habe ich immer so den Eindruck, es ist ja eigentlich auch... Ich würd' dich ja schon sagen, es gehört eigentlich ja schon zum Stadtraum auch dazu.
00:03:22: Also dass die Frequenz, mit der die Leute aus der Innenstadt vielleicht vom Markt mal eben kurz rübergehen ins Museum.
00:03:28: Dass das durchaus auch noch stärker wird also sozusagen die Beziehung jetzt in dem Sinne gehen die Menschen vom Markt von der Innen Stadt ins Museum?
00:03:40: Das glaube ich schon ganz klar!
00:03:42: Aber ich vermute, dass hinter der Frage noch eine andere Dimension steckt.
00:03:46: Wie ist das mit der emotionalen Beziehung?
00:03:50: Da
00:03:50: kommen wir gleich.
00:03:52: Dann warte ich mal bis Sie mich das fragen.
00:03:54: Ich würde
00:03:55: direkt noch eine Anschlussfrage stellen.
00:03:57: Wir hatten schon sehr erfolgreich ein gemeinsames Pop-up.
00:04:01: Das Freilichmuseum war bei uns im Pop-Up Büro in der Innenstadt und hat sich da während der anfänglichen Baustellenphase präsentiert Was ja auch so ein bisschen vom Hintergrund dazu dienen sollte, dass das Museum weiterhin präsent ist und auch Besuchende in das Museum reinlockt.
00:04:18: Auch wenn der Eingang schwer vermuten ließ, dass man an der Baustelle vorbeikommt aber doch es ging.
00:04:23: gibt es da zukünftig weitere Pläne was das Marketing direkt in der Innenstadt angeht weil ich sage mal klar natürlich wenn man von der Paderborner Seite kommt kommen schwer an dem Gebäude vorbei.
00:04:34: Es ist schwer, das weg zu ignorieren.
00:04:37: Da wird man auf jeden Fall darauf zurückkommen.
00:04:39: Wenn man von den anderen Seiten kommt, hat man es vielleicht gar nicht so auf dem Schirm.
00:04:43: Wie sieht das aus?
00:04:44: Gibt's da Marketingpläne?
00:04:48: Also tatsächlich ist es so dass unser Marketing sich auch wie so vieles bei uns im Museum gerade verändert.
00:04:55: also wirklich auch nochmal wir das Marketing noch mal auf andere Füße stellen.
00:05:00: Das passt gut, das genau zu diesem Zeitpunkt zu machen.
00:05:03: Wir kriegen ja auch tatsächlich nicht nur einen neuen Namen sondern damit einhergehend auch neues Corporate Design und anderes Farbschema andere Schrifttypen.
00:05:12: also wir kriegen tatsächlich eine andere Außenwirkung, einen anderen Auftritt.
00:05:16: und diesen Anlass haben wir entschieden verknüpfen wir eben auch damit wirklich nochmal etwas stärker ins Marketing zu gehen.
00:05:24: Das sage ich ganz ehrlich.
00:05:25: als Museumsleiterin ist das für mich auch immer nicht ein ganz einfaches Thema, weil Marketing-Werbung natürlich auch teuer.
00:05:31: Und das heißt wir müssen bei jedem Euro den wir ausgeben und uns natürlich genau fragen, fließt der jetzt eher in irgendeinen Workshop?
00:05:39: Es gibt natürlich eine ganze Menge!
00:05:40: Eine ganze Bandbreite was wir bedienen müssen und da gehört Marketing eben dazu.
00:05:45: aber sie wissen das wahrscheinlich besser als ich.
00:05:47: es ist halt auch durchaus auch immer die Kostenfrage.
00:05:50: Deswegen versuchen wir gleichzeitig auch stark wiederum in Kooperationen reinzugehen.
00:05:55: Also zu sagen, wie ist das mit den anderen zum Beispiel Kulturinstitutionen?
00:05:58: Können wir gegenseitig aufeinander aufmerksam machen?
00:06:01: können wir gegensatige Werbung für einander machen?
00:06:03: Also das wird das kommerzielle Werben nicht ersetzen, aber so dass wir zumindest... also dass wir einfach versuchen da etwas vielfältiger zu sein.
00:06:14: Damit eben möglichst viele Menschen die noch nie von uns gehört haben, die auch noch nie bei uns waren dann doch auf uns aufmerksam werden.
00:06:22: Herr Strupp wenn man so ein neues Ausstellungsgebäude plötzlich bekommt als Kurator So ganz am Anfang, ist das ein Traum?
00:06:32: Ist das erstmal eine Riesenverantwortung oder beides zusammen?
00:06:35: Beides zusammen auf jeden Fall.
00:06:37: Aber der Traum überwiegt vielleicht noch ein bisschen oder überwog sicherlich am Anfang.
00:06:42: Also es war natürlich einen Grund nach Detmo zu kommen die Stelle anzunehmen denn als Korat hat man nicht ganz so oft die Möglichkeit ein neues Gebäude und ein Jahr auch dann sich im im Verändern befindendes Museum mitzugestalten.
00:06:58: Das ist wirklich eine fantastische Aufgabe und sicherlich eine Aufgabe, die mir wahrscheinlich nicht noch mal so begegnend wird.
00:07:05: insofern bin ich da total dankbar und freue mich auch.
00:07:07: Und es sind natürlich auch gleichzeitig gerade deshalb eine große Verantwortung weil man dann eben doch oft etwas zu schaffen was dann auch hält und was so die Grundlagen legt tatsächlich für hoffentlich viele viele Ausstellungen danach.
00:07:23: Wie ist das bei Ihnen, Frau Ademaya?
00:07:24: Was überwiegt jetzt gerade kurz vor der Eröffnung.
00:07:26: Ist es Erleichterung, Stolz, Nervosität oder ein bisschen Unglaubigkeit, dass das Projekt jetzt fertig ist?
00:07:32: Ich habe mir gerade im Vorgespräch schon erwähnt, dass es ja noch nicht hundertprozentig fertig ist.
00:07:39: Ja, richtig!
00:07:39: Wir haben ja noch zwei Tage.
00:07:45: Also stolz muss ich sagen, ja habe ich aber... Zu hundert Prozent bezieht sich der Stolz wirklich auf das Team.
00:07:57: absolut dankbar und aber auch wirklich stolz darauf, wie gut das Museumsteam und also alle diejenigen, die jetzt an einem Gebäude- und an der Innenausstattung beteiligt sind.
00:08:08: Wie gut wir Hand in Hand arbeiten da!
00:08:10: Und es sagt man immer so, aber ich empfinde das wirklich zutiefst.
00:08:14: Also weil ich jeden Tag wieder, wenn ich morgens ins Museum fahre... Die HIOPs Botschaften warten schon geradezu auf einen.
00:08:22: Es ist jeden tag wieder irgendwas was einem ein Strich durch die Rechnung macht Und dann eben zu sehen, wie man selbst natürlich bemüht sich darum nicht nervös zu werden.
00:08:31: Aber auch eben zu seeen, wie die anderen im Team wirklich mit einer wahnsinnig konstruktiven Haltung daran gehen und sagen ja klar haben wir uns das gestern nicht so gewünscht aber es ist heute nun mal so.
00:08:42: Also wirklich ein sehr cooles Vorangehen da.
00:08:46: Da bin ich also wie gesagt dankbar und aber auch ein bisschen stolz drauf dass das Team sich so dieser Aufgabe wirklich auf widmet und sagt ziehen wir durch?
00:08:54: Natürlich!
00:08:56: Also da bin ich wirklich sehr, sehr stolz drauf.
00:08:58: Und ansonsten bin ich vor allem aufgeregt und neugierig ob wir unsere Ziele die wir da natürlich auch gesteckt haben und die wir auch sehr ambitioniert gesteckten, ob wir sie auch erreichen.
00:09:11: das bleibt nicht aus man selbst.
00:09:13: Also, man muss sich ja auch so ein bisschen hohe Ziele stecken.
00:09:16: Aber das heißt natürlich ... Es ist kein Selbstläufer!
00:09:19: Da werden wir sicherlich immer wieder kleine Enttäuschungen erleben oder sagen müssen wir noch mal einen anderen Weg suchen.
00:09:26: und da ist schon bei mir eine Spannung sozusagen im Kopf aber jetzt nicht irgendwie sorgenvoll sondern dass ich eher denke wow, das wird echt spannend wie wir das hinkriegen.
00:09:39: Sie haben
00:09:40: sinngemäß gesagt, ein bedeutendes Museum hat ohne eine richtige Ausstellungsfläche ein Problem.
00:09:45: Wie groß war dieses Problem im Alltag?
00:09:47: Wie hat sich das dargestellt?
00:09:49: Das Freilichtmuseum oft auch Sonderausstellungen gezeigt.
00:09:54: Da darf man wirklich jetzt nicht sagen, es gab es nie.
00:09:58: im Gegenteil.
00:09:58: Es wurde ich glaube in den späten achtziger Jahren sogar dieses Prinzip oder in den neunzigern was dieses Prinzip der Jahresthemen gesetzt.
00:10:06: also das heißt man hat in der sogenannten Ausstellungsscheune oder manchmal auch im Freigelände schon Ausstellungen gezeigt.
00:10:14: Das war schon damals eine ganz wichtige Entscheidung, dass man eben sagt wir müssen immer mal wieder neue Themen auch einbringen.
00:10:21: Wir müssen aktuell sein und da ist es dann eben erforderlich das man wechselnde Ausstellungen macht.
00:10:29: Aber das Museum hatte eben die ganze Zeit das große Problem, dass diese Ausstellungen nur wie gesagt entweder im Freien sein konnten oder in dieser so genannten Ausstellungsscheune.
00:10:39: Die im Grunde bei Tierhaltung sagt man immer Außenklima hatte.
00:10:44: also sie sind im Grunden genauso windig genau so warm genauso feucht gewesen wie es mehr oder weniger außen gewesen ist und das bedeutet eben da können nur sehr robuste Stücke gezeigt werden.
00:10:56: Das hat das Museumsteam glaube ich auch so sehr gut gemacht und da auch pfiffig und erfindungsreich, aber trotzdem sind an die Hände sehr gebunden.
00:11:04: Man hat nur begrenzte Möglichkeiten.
00:11:06: Anspruchsvolle Textilien konnten nie gezeigt werden.
00:11:09: Selbst Möbeln mit feinen Intasieren konnten nie gezeichnet werden.
00:11:12: Gemälde schon gar nicht.
00:11:15: Und was absolut jenseits der Denkbarkeit war, das waren Leihgaben.
00:11:19: Also niemand hat natürlich diesen Museum aufwendige kostbare Leihgarben gegeben ... Ins Außenklima!
00:11:28: Genau.
00:11:28: und das heißt also ich will einfach nur sagen, dass Museum hat glaube ich aus den Gegebenheiten und den Möglichkeiten die da waren schon sehr viel gemacht.
00:11:34: Und ein sehr gutes auch gemacht.
00:11:36: aber es war klar der Handlungsspielraum ist ziemlich klein und wenn man wirklich Ausstellungen zeigen will in denen auch anspruchsvolle sensibler Objekte wertvoller Objekten gezeigt werden dann konnte man das eben nicht tun.
00:11:46: und Das ist tatsächlich jetzt nicht nur irgendeinem.
00:11:49: auch das wäre doch schön Wenn man jetzt mal Sondern als solche Ausstellung zeigen zu können.
00:11:54: Es ist wirklich extrem wichtig weil wir damit einfach noch mal ein ganz anderes Publikum ansprechen können.
00:12:00: Also tatsächlich Menschen, die auch von weiter her kommen, die vielleicht sagen ich geh nie in den Museum also die auch anzulocken dann tatsächlich.
00:12:09: Insofern ja kann ich da meine Aussage, die ich mal so sinngemäß gemacht habe wirklich nochmal bestätigen Sonderausstellungen sind wirklich sehr wichtig um aktuelle Themen anzuspielen und auch wirklich noch mal einen anderen Publikums an zu locken.
00:12:25: Er schrubt, wenn jetzt ein Museum jahrzehntelang vor allen Dingen über einen Gelände wahrgenommen wird.
00:12:32: Was verändert sich, wenn plötzlich so ein Riesen-Innenraum wie dieser jetzt dazu kommt?
00:12:37: Der ja ganz andere Objekte erzählweisen Leihgaben, wie sie gerade auch schon gesagt haben, erlaubt.
00:12:43: Ja was verändert sich dann?
00:12:45: Tatsächlich können wir glaube ich unsere Objekte, unsere Sammlung und da muss man vielleicht auch noch mal für die Zuhörerinnen und Zuhäurer sagen.
00:12:51: Wir haben über dreihunderttausend Objektes.
00:12:54: Wir sagen das immer so aber wer einmal durch diese Depots gegangen ist... Das ist eine wahnsinnige Menge!
00:13:00: Und wir können diese Objekten eben jetzt in ganz anderen neuen Kontexten zeigen.
00:13:04: Eben Durchlei-Gaben oder allein dadurch dass wir jetzt nicht mehr verstehen sie mich nicht falsch die B, C und D Ware zeigen wo es nicht so wild ist, dass jetzt das Klima nicht ganz stimmt wie eben in der Scheune.
00:13:16: Sondern dass wir wirklich mit den hervorragenden vielleicht auch seltenen besonderen Stücken arbeiten können diesen Gebäude.
00:13:23: da ist dann natürlich was ganz anderes möglich und entstehen auch ganz andere neue Geschichten und ich glaube auch neue Verbindungen.
00:13:31: Und mit den hochwertigen Leihgaben die wir jetzt tatsächlich für die erste Sonderausstellung schon einwerben konnten Tritt, glaub ich auch noch mal diese Sammlung ganz anders auf.
00:13:42: Also wir können wirklich sagen die letzten fünfhundert Jahre westfälische Alltagskultur, die wir da gesammelt haben das ist wirklich was Besonderes.
00:13:50: Da sind ganz wertvolle Sachen dabei und die sind mindestens so spannend wie der Muné oder der Picasso sag' ich jetzt mal ganz provokab.
00:13:59: Die ja jetzt auch theoretisch?
00:14:01: Die wir auch theoretischer teilweise tatsächlich zeigen können.
00:14:05: Ja genau.
00:14:07: Diese Idee eines Gebäudes ist ja nicht ganz neu.
00:14:11: Sie hatten sich gerade auch schon erwähnt.
00:14:13: Es gibt eine lange Vorgeschichte, wenn ich richtig informiert bin dann existiert diese Idee einer solchen Gebäude schon seit der Gründungsphase des Freilichmuseums.
00:14:23: Das ist ja auch schon ein bisschen was her.
00:14:25: Warum hat das so lange gedauert bis die Idee Wirklichkeit jetzt dann wurde?
00:14:31: Ich glaube es sind ja fünfzig Jahre.
00:14:33: Ja,
00:14:33: also das Museum wurde ja in deinsen Seventinzehnten eröffnet.
00:14:37: Es gab dann vielleicht zehn Jahre Vorlaufzeit sogar, in der Beschlüsse gefasst wurden.
00:14:43: Schon in den Sechzigerjahren war dieses Museum in den Köpfen und zum Teil eben auch beschlossen, dass es das geben wird, aber in den Neunzehnten ist es dann eben eröffnet worden Und es gab von Anfang an zwei Zukunftswünsche.
00:14:59: Also das eine war eben ein Ausstellungsraum zu schaffen, aber das andere war auch überhaupt einen Eingangsbereich, ein Eingangsgebäude zu schaffen.
00:15:08: Und für das Eingangsgebäude kann man sagen, dass ist deswegen so auf die lange Bank geschoben worden oder es hat einfach nie stattgefunden.
00:15:15: Weil es eine grundlegende Veränderung in der Straßen- und Städtebauplanung gegeben hat.
00:15:21: also es war ursprünglich klar, dass ganz oben bei uns jetzt oben hinter dem Paderborner Dorf da sollte eigentlich ne Umgehungsstraße lang führen Und dann war immer geplant, dort soll auch der Eingang des Museums sein.
00:15:33: Da oben wird ein großer Parkplatz sein und dann würden die Besuchenden also von oben praktisch herunter den Büchenwerk herunter sich das Museum erschließen.
00:15:43: So lange dass so die Planung war hat man eben auch dieses Eingangsgebäude da oben geplant und dann verändern sich grundlegend hier die Straßenbau- und Städtebauplanungen.
00:15:52: Das heißt ist die Umgehungsstraße wurde nicht gebaut.
00:15:57: Man konnte das Museum dann nicht von oben erschließen.
00:16:00: Und deswegen hat man das damals zunächst eingerichtete Provisorium beibehalten, also das Provisorum von unten vor der Paderborner Straße des Museums zu erschließen.
00:16:09: aber es war eben immer nur ein Provisoruum und ich sage manchmal so etwas flapsig.
00:16:13: im Grunde hatte dieses Museum immer nur einen Loch im Zaun Und durch dieses Loch im Zaun ist man dann eben ins Museum gegangen.
00:16:21: und als dann irgendwann klar war, es wird nie anders werden.
00:16:24: Wir werden nie von oben vom Paderborner Dorf das Gelände erschließen da hat man denn eben angefangen zu sagen okay es bleibt also bei der Erschließung von unten.
00:16:33: Dann sollten wir jetzt mal anfangen über ein Eingangsgebäude da unten nachzudenken.
00:16:38: Und dann hat man auch relativ schnell gesagt, da gab es ja noch das zweite Problem was wir haben.
00:16:42: Dass wir keine Ausstellungshalle haben und hat dann einfach diese beiden Funktionen, diese beiden Notwendigkeiten zusammengedacht und hat losgelegt.
00:16:53: Und ich selber muss immer... Also tatsächlich der Baubeschluss für dieses Gebäude ist aus dem Jahr zwei Tausend vierzehn gefällt worden Und das ist, also ich muss immer so sagen letztlich.
00:17:05: Also für uns beide jetzt in der Schuld wurden mich und viele die jetzt im Moment im Team sind es natürlich sowieso ein Glück dass das so spät kam weil dann ist es jetzt halt unsere Chance.
00:17:14: und zum zweiten muss man auch sagen Die Art und Weise wie dieses Gebäude gebaut wird oder wurde also dieses extrem nachhaltige sehr kluge eben sehr auch ökologische bauen Das hätte man vor zwanzig Jahren natürlich noch gar nicht gemacht.
00:17:30: Wenn man damals vor zwanzig Jahren gebaut hätte, dann hätten wir jetzt ein Problem.
00:17:34: Dann hätten wir nämlich jetzt ein Gebäude was wahrscheinlich schon sanierungsbedürftig ist oder extrem energieaufwendig betrieben wird.
00:17:40: das alles also insofern Wie hieß es noch mal, die Gunst der späten Geburt?
00:17:46: Das sollten wir vielleicht jetzt nicht hochziehen.
00:17:49: Nein aber das ist eben so spät erst gekommen.
00:17:51: Es ist unter dem Aspekt wirklich ein großes Glück.
00:17:54: Also so gut wie man's jetzt gebaut hat, so klug und auch tatsächlich auch so kompetent im Hinblick auf Nachhaltigkeit hätte man's vor zwanzig Jahren eben nicht gekonnt.
00:18:05: Da gab es auch damals ... das weiß ich noch aus Kindheitszeiten als ich noch in Detmold war, gab es Aufkleber auf Autos, Bagger weg vom Königsberg.
00:18:13: Das war, glaube ich genau die Umgehung.
00:18:15: Und da hatten unsere Nachbar auch so einen Bagger mit einer Fratze.
00:18:23: Gab es mal unterwegs irgendwie so ein Punkt an dem Sie dachten das wird jetzt echt schwierig also finanziell organisatorisch oder politisch und man sich dachte... Ja!
00:18:37: Es ist tatsächlich so Ich bin ja selber die Stelle im September Und bin dann relativ schnell, das gehört ja dazu.
00:18:46: Da sitzt man eben auch in den politischen Gremien und in den Ausschüssen und so drin.
00:18:50: Und Herbst, Zweiundzwanzig war ja gerade die Phase, wo der Angereskrieg auf die Ukraine richtig natürlich ... Ja, oder nicht entbrannte aber sehr hoch ging und die Energiekrise.
00:19:04: Und das war genau die Zeit wo der... Die Rohstoffpreise und vor allem die Baukosten so unglaublich explodierten.
00:19:11: also wir haben ja zum Teil wirklich eine Verdopplung oder mehr an Baukosten gehabt als aufgrund der Rohstoff Preise die da explodierte.
00:19:18: und das heißt meine ersten Gremiensitzungen die ich in Münster dann eben im Landeshaus mitbekam Da ging es dann genau um dieses Thema die Bau kosten sind uns gehen uns gerade durch die Decke Und in diesen Gremiensitzungen musste die LWL-Politik, mussten die Ausschussmitglieder eben miteinander ringen und miteinander diskutieren.
00:19:37: Was machen wir denn jetzt?
00:19:41: Die Frage war ganz klar gehen wir das mit?
00:19:43: können wir uns das leisten?
00:19:45: ist es noch eine angemessene Art und Weise mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln umzugehen Oder müssen wir irgendwie komplett das Rad rumreißen?
00:19:54: Und das waren natürlich für mich auch sehr, sehr schwierige Momente.
00:19:59: Weil ich tatsächlich auf beide Seiten natürlich absolut richtig und nachvollziehbar finde also sehr genau zu schauen Können wir das vertreten dass wir diese diese Kostensteigerung mitgehen Kann ich.
00:20:11: natürlich gibt es eine sehr gute Gründe Für diese Vorsicht und gleichzeitig aber auch Natürlich zu sagen ja bei der LWL möchte mit diesem Haus eben auch ein Modell schaffen gehen, möchte auch andere zum Nachahmen anregen.
00:20:24: Genau und diese beiden Seiten so abzuwägen bzw dann eben mitzubekommen wie die Politikerinnen das abwogen.
00:20:34: Das waren kritische Momente.
00:20:36: also das war ganz klar Ja, und das Zweite eben schon auch natürlich durchaus jetzt im letzten Jahr als dann die Diskussion um die Namensveränderung.
00:20:44: Um die Nameseinpassung hier entflammte... Das waren auch sehr schwierige Zeiten.
00:20:50: also das würde ich schon sagen weil es natürlich immer wieder darum ging zu versuchen viel zu sprechen, viel zu kommunizieren, viel to erklären Und nach Möglichkeit eben auch Leute mitzunehmen und zu erläutern warum diese Entscheidung so gefällt wurde.
00:21:04: aber das war die zweite wirklich schwierige Zeit.
00:21:08: Was war schwieriger, das Gebäude zu bauen oder den Menschen zu erklären warum es das Gebärde überhaupt benötigt?
00:21:16: Also da könnte ich mich jetzt mal rauswinden aus der Frage und sagen dass Gebäuden bauen ja nicht wir sondern das baut der BLB.
00:21:23: Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des LWL.
00:21:25: also es gibt ja Denes Landes und es gibt unseren vom BLB Das heißt die Bauherren sind eben... Es ist der BLD in Münster.
00:21:38: Ich habe trotzdem von Anfang an, als ich meine Stelle übernommen habe.
00:21:41: Habe ich sehr darauf gedrungen dass wir oder ich in diesen ganzen Bausitzungen immer dabei bin was auch wirklich sich sehr auszahlt.
00:21:49: also man mag manchmal natürlich auch lästig sein das ist mir schon klar das kenne ich auch.
00:21:54: diese Konstellation jetzt kann ich auch aus meinem Projekt davor in Göttingen.
00:22:00: Es ist aber wirklich gut, als diejenigen, die das Museum hinterher das Gebäude nutzen, frühzeitig dabei zu sein.
00:22:07: Aber es sind auch anstrengende Verhandlungen und CF-Verhandlungen so.
00:22:13: Insofern war das schon anstrendend.
00:22:17: Ich glaube, was ich immer wieder gemerkt habe, ist, die Öffentlichkeit darüber zu informieren und mitzunehmen ... ist auch anstrengend, das kostet auch Zeit.
00:22:28: Aber der Gewinn oder der Effekt, der ist riesengroß.
00:22:32: bei jeder Führung die wir in den letzten Monaten gemacht haben es ist wirklich immer wieder dasselbe.
00:22:37: die Leute kommen rein und sagen
00:22:39: ach so
00:22:41: ja nee okay jetzt verstehen wir das auch und macht einen irgendwie als Ja, irgendwie auch als Kulturwissenschaftlerin natürlich verrückt war.
00:22:49: Man denkt ja, hab ich doch vorher schon erklärt?
00:22:52: Habs doch erklärt!
00:22:53: Da
00:22:53: sind wir immer noch lecker.
00:22:56: Wir sind erst mal kritisch und freuen uns dann
00:22:58: lieber hinterher verhalten.
00:23:00: Aber das Sehen ist es einfach.
00:23:02: Das kann man noch so oft erklärt kriegen aber wenn man reingeht... ...das Ganze auf sich wirken lässt, es sieht... Dann ist wirklich durchweg immer wieder die Reaktion gewesen.
00:23:10: Achso, jetzt ist ja was ganz anderes.
00:23:13: Jetzt ist es klar.
00:23:15: Kann man auch sagen, gibt es irgendwie einen Grad von Veränderungen?
00:23:19: Denen die Menschen noch so ertragen.
00:23:21: Wenn sie jetzt irgendwas haben was, was ihnen vertraut ist wie dieses Freilichmuseums hat man ja auch in Diskussionen gemerkt dass es doch irgendwie anscheinend ein Kern gibt den man so spürt Wie auch immer der denn definiert ist.
00:23:33: aber gibt's dann irgendwie auch eine Veränderung die zu viel ist?
00:23:36: oder haben Sie damals gemerkt oh da überschreiten wir irgendwie Grenzen des Erträglichen sozusagen
00:23:41: bei den Leuten.
00:23:43: Also
00:23:44: ich
00:23:45: Ich oder wir versuchen glaube ich wirklich immer möglichst nah dran zu sein an den Leuten und zu hören, was wird denn positiv gesehen?
00:23:54: Was wird kritisch gesehen.
00:23:55: Also auch zum Beispiel in dieser Zeit wo es um die Namensveränderung ging... bin ich sehr viel, bei uns im Gelände habe ich mit den Hausaufsichten gesprochen und hab gesagt wie kommt es denn so an?
00:24:05: Also worauf werden sie angesprochen.
00:24:07: Wie reagieren die Leute?
00:24:08: und sowas um wirklich möglichst vielfältig auch zu verstehen was sind so Punkte wo wo die Besuchenden vielleicht sagen never ever so das mache ich nicht mit.
00:24:18: Also ich glaube, es lohnt sich da wirklich viel hinzuhören und eben auch die Vielfalt aufzuschnappen.
00:24:23: Weil nicht die, die am lautesten sind, sind ja dann auch immer vielleicht die, der am weitesten oder am erhößen in der Anzahl sind.
00:24:30: Da bemühen wir uns schon wirklich sehr darum das zu hören.
00:24:33: aber ich glaube wenn ich's versuche mal wirklich auf so einen Punkt zu bringen, was bringt die Leute wirklich auf die Palme?
00:24:43: Wenn Sie den Eindruck haben nicht so sehr das Museum verändert sich.
00:24:47: Aber das, was mir hier so wichtig an diesem Museum ist, wird mir gerade weggenommen und deswegen finde ich es extrem wichtig immer wieder rauszufinden, was ist den Leuten eigentlich wichtig?
00:25:01: Sicher, dass ihnen da was weggenommen wird.
00:25:05: Da sind wir überzeugt davon, es wird nichts weggennommen.
00:25:10: Sondern es kommt etwas dazu und dadurch verändert es sich ja.
00:25:14: in der Summe ist es dann anders weil zusätzlich zu dem Grünen ist jetzt auch noch das gelbe dabei.
00:25:21: aber also es verändert sich aber es kommt nichts weg Und das ist, glaube ich wirklich extrem wichtig, dass immer wieder klar zu machen.
00:25:28: Es werden in Zukunft hier Leute hinkommen, die haben hier noch nie was Interessant gefunden und die finden in Zukunft etwas Interessantes.
00:25:34: aber diejenigen, die immer schon es hier toll fanden, die werden auch weiterhin das alles hier vorfinden, was sie so toll finden.
00:25:40: Ich glaube gerade für uns lokale Besuchende ist es ja schön jetzt diese Möglichkeit zu haben und immer wieder neue Ausstellungen zu haben, die man sich anschauen kann.
00:25:49: über das hinaus, was wir jetzt die letzten Jahre Jahrzehnte schon gesehen haben Kommen wir vielleicht mal direkt jetzt zum Bau.
00:25:58: Das ist ja ein besonderer Bau, ich durfte ja ... Ich hatte das Glück für das Stadtmagazin im Jahr ... ... im Jahr- und Jahrzehntes schon da zu sein als noch nichts stand.
00:26:06: Da war quasi Fläche unter dem Jahr-und-Zwanzig als der Rohbaustand und dann jetzt sechsundzwanzig, als es ja schon fast fertig war.
00:26:13: Da hat sich ja einiges verändert!
00:26:15: Das Museum spricht hier von einem Modellprojekt für nachhaltiges Bauen.
00:26:19: Was macht denn das Gebäude konkret anders als jetzt einen?
00:26:23: So sagen darf gewöhnliches Museumsgebäude.
00:26:26: Also schon wirklich viel, das muss man echt sagen.
00:26:30: Herr Sturff Sie müssen gleich noch beispringen aber ich fange mal an.
00:26:35: Vielleicht im Wesentlichen würde ich jetzt mal zwei Punkte erwähnen also dass eine ist tatsächlich was für Materialien verwendet wurden um das Gebäude zu errichten?
00:26:44: Also die Energie und aber auch die Rohstoffe, die einfach verwendet wurden.
00:26:47: Und da hat das Architekturbüro also dieses ACMS aus Wuppertal, die haben damals bei dem Wettbewerb gesagt wir versuchen diesen Auftrag nachhaltig zu bauen mal wirklich ziemlich konsequent durchzuziehen.
00:27:00: und dann haben sie eben einen Vorschlag gemacht wie man mit vier Materialien, Stroh, Lehmholz und Beton so ein Museumsgebäude bauen kann.
00:27:10: Und bei dieser Errichtung aber eben möglichst wenig CO-Zweih imitiert wird.
00:27:16: Das
00:27:16: ist für Beton wahrscheinlich dann besonders interessant?
00:27:18: Extrem
00:27:19: interessant und extrem schwierig auf das.
00:27:21: Also Beton gehört ja glaube ich wirklich zu den schädlichsten Baustoffen, die wir so verwenden und gleichzeitig natürlich den weitverbreitetsten auch.
00:27:29: Und auch notwendig?
00:27:30: Ja genau da haben sie tatsächlich zusammen mit der Hochschule, mit der THOWL einen Forschungsprojekt aufgebaut was durch die deutsche Bundesumweltschriftung sogar gefördert wurde und im Rahmen dieses Projektes ist ein anderer Beton entwickelt worden.
00:27:46: Also wirklich eine neue Rezeptur für einen Beton entwickelt worden, der mit vierzig Prozent weniger Zement auskommt und Zement ist eben immer das was CO² imitierend ist.
00:27:57: also insofern hat man da schon ein Beton jetzt verwendet, der wirklich sehr sehr umweltfreundlich nachhaltig ist.
00:28:06: Das ist vielleicht sogar die Maßnahme, die am effektivsten in der Hinsicht ist.
00:28:10: Und dann hat man tatsächlich auf zwei sehr, sehr große Betonwände komplett verzichtet und sie aus Stampfleben gebaut.
00:28:18: Also zwei tragende Wände ... Die wirklich die Dächer, die jeweilige Dachkonstruktion tragen sind komplett aus Leben anstatt aus Stein oder Beton.
00:28:29: Und also dadurch ist natürlich wiederum eine CO-Zwei-Einsparung stattgefunden, die ganz gewaltig auch normal ist.
00:28:36: Mhm.
00:28:37: Dann geht das so weiter.
00:28:38: Holz?
00:28:39: ist auf eine andere Art verwendet worden.
00:28:41: Es ist sehr viel auch heimisches Holz verwendeten.
00:28:44: Da komme ich jetzt zu sehr, glaube ich ins Detail.
00:28:46: Die sind nicht verklebt die Holzstücke, die Holzlagen sondern die sind verzahnt miteinander.
00:28:52: Das muss man sich vor Ort mal anschauen da sieht man das auch sofort.
00:28:54: Das hat einfach den Effekt dass diese Balken die dadurch zusammengefügt wurden Dass sie erst einmal ohne die Verwendung von Klebstoff hergestellt wurden und dass sie wenn es Mal ein Nachleben gibt dass Sie auch Nicht nur verbrannt werden können Sondern dass sie tatsächlich auch wieder auseinander genommen werden können und nachgenutzt werden können.
00:29:11: Und der vierte Stoff ist Stroh eben als Dämbaterial.
00:29:15: Das ist wirklich eine sehr konsequentes Durchexzessieren, was heißt das denn eigentlich wenn wir nachhaltig bauen wollen?
00:29:21: Also das ist schon wirklich sehr wichtig.
00:29:23: und genau das zweite Aspekt ist dass dieses ganze Gebäude ein Positiv-Energiehaus ist.
00:29:27: also das heißt wir haben Photovoltaik auf dem Dach, wir haben fast hundert Geothermie Bohrungen so dass in dem Gebäuderechnerisch ungefähr ein Drittel mehr Strom produziert wird als verbraucht wird.
00:29:41: Und das ist, da kann man jetzt glaube ich mal sagen für Museen oder Ausstellungshallen also wirklich vollkommen völlig unerhört.
00:29:49: wirklich weil wir eben normalerweise unheimlich viel Energie aufwenden müssen
00:29:55: um das ganze zu betreiben um eben das Klima herzustellen damit wir diese tollen Sachen
00:30:00: ausstellen
00:30:01: können.
00:30:02: Sie haben jetzt eigentlich schon alles gesagt, ich kann kaum etwas ergänzen außer dass wir das Gebäude an sich erst einmal in seiner nachhaltigen Anlage im Nachhaltigen Bau und in seinem nachhaltigem Betrieb so besonders finden, dass wir auch zukünftig dauerhaft des Gebäudes in seinen Besonderheiten vermitteln werden im Gebäud.
00:30:21: Also der Respekt wird sich wiederfinden
00:30:25: Und zwar eben nicht nur in der ersten Sonderausstellung.
00:30:27: Die konzentriert sich natürlich sehr stark darauf, also die hat ja genau diesen Titel Materia Lehmholz Strohbeton oder andersherum?
00:30:34: Also die vier Materialien und da wird das Gebäude und diese nachhaltige Bauart eben auch stark thematisiert.
00:30:41: aber unser Ziel war es von Anfang an zu sagen wenn die dann wieder abgebaut wird dieser Ausstellung soll man dauerhaft immer wieder auch erkennen können was ist eigentlich das Besondere an diesem Gebäuden?
00:30:49: deswegen haben wir überall noch so QR-Codes und kleine Erklärtafeln.
00:30:54: ist das für eine Wand hier, warum ist sie so braun?
00:30:57: Was ist das Lebenwand?
00:30:59: und wir haben auch sogar ein Modell des Gebäudes wo man dann eben auch langfristig immer weiter noch erfahren kann was es denn eigentlich war.
00:31:06: Was für Weichen wurden hier damals gestellt als man gesagt hat so bauen wir dass.
00:31:11: Sie hatten gerade schon gesagt da muss man mal gucken um das alles zu sehen.
00:31:14: das heißt man kann als Gast als Museumsgast auch im Gebäude sehen, wie zum Beispiel das Holz verzahnt ist.
00:31:23: Wie die Stammpflehmwände aussehen und so ... Das ist also nicht alles versteckt sozusagen?
00:31:27: Nee gar
00:31:27: nicht!
00:31:29: Es geht ganz offen mit den Materialitäten des Gebäudes um und es ist natürlich auch eine Freude und gleichzeitig ein Brückenschlag in unser Gelände.
00:31:37: Also in das was alle schon zu lange und zurecht lieben und schätzen... Gerade wenn wir über das Holz sprechen und die Holzholzverbindung, das sieht man natürlich im Gelände auch.
00:31:48: Und wie dann Gebäude teils wieder abgebaut wurden neu zusammengesetzt weiter genutzt weiterentwickelt also all dieser Aspekte spielen natürlich auch dann in neuen Gebäuden wieder eine Rolle.
00:32:00: Also dient das gebäude selbst eigentlich auch schon als Ausstellungstück Ja, wobei ich natürlich als derjenige, der dann für die Sonderausstellung zuständig ist sagen muss.
00:32:10: Es ist auch ein dienendes Gebäude.
00:32:12: wir wollen Sondereausstellungen zeigen.
00:32:14: aber klar also es ist eigentlich erst einmal ein selbst erklärenes gebäude wenn man so will dadurch dass es eben die materialitäten so offen legt und damit offen umgeht und dadurch das wir eben wie vor allem ja gerade sagte das ganze dann auch noch über bestimmte momente im gebäud vermitteln.
00:32:30: Sie haben eben schon so ein bisschen angerissen, dass natürlich so ein Gebäude auch die Ausstellungen, die man darin zeigt beeinflusst.
00:32:37: Was ist der große Unterschied eines solchen Gebäudes zu einem White Cube den man eben relativ flexibel befüllen kann?
00:32:45: Ich glaube dieser White Cube ... Stück weit tatsächlich das Ideal, dass es nie gibt.
00:32:50: Also jeder Raum kommt mit Besonderheiten.
00:32:53: Jeder Raum hat Einschränkungen.
00:32:54: Ich war vorher an der Stiftung Bauhaus Dessau, also Weltkulturerbe da irgendetwas in die Wand zu bringen, war eine Herausforderung.
00:33:01: Aber natürlich kommt jetzt dieses Gebäude auch wieder mit sehr spezifischen Herausforderungen dadurch, dass wir eben sehr ungewöhnliche Dinge tun.
00:33:08: oder man muss sagen, der BLB, der Bauherr sich entschieden hat dort so nachhaltig vorzugehen.
00:33:14: haben wir zum Beispiel Stampflehmwände.
00:33:17: Es gibt nicht, mir ist zumindest keins bekannt, viele Museen die Stampf-Lehmwende haben.
00:33:23: Die Erfahrungswerte sind da nicht da und wir sammeln jetzt die Erfahrungs-Werte sukzessive in der Vorbereitung auf die erste Sonderaustellung mit der ersten Sondaraustellungen.
00:33:32: das wird so weitergehen und das könnte man jetzt durchaus exerzieren eigentlich für ganz viele Momente in diesem Gebäude.
00:33:38: es ist eben auch ein neues Gebäudern.
00:33:40: das macht sie natürlich auch so spannend und aufregend und teilweise auch so schwierig.
00:33:44: damit jetzt zur Arbeit man deine Ausstellung dort einzubringen.
00:33:49: Apropos Ausstellungen, gehen wir doch mal in die Ausstellung rein.
00:33:53: Sie haben ja gerade schon erwähnt, dass es mehr als dreihunderttausend Objekte gibt, die bis jetzt noch nicht ausgestellt hätten werden können.
00:34:01: Die stellen wir natürlich jetzt nicht alle gleichzeitig sofort aus!
00:34:06: Aber wie nähert man sich als Kurator einer Sammlung dieser Größe?
00:34:11: stelle ich mir vor nicht in jedem Museum vielleicht so.
00:34:15: Definitiv nicht so, es gibt sehr viele Musee mit sehr viel kleineren Sammlungen.
00:34:19: das ist auch glaube ich sehr viel üblicher.
00:34:21: aber da kommt dann vielleicht das Landesmuseum das westfälische Landesmuseum zum Tragen also unser Untertitel sozusagen zum Museum.
00:34:31: Es wurde eben entsprechend über Jahrzehnte mit diesem Anspruch gesammelt, also die gesamte Westfälische soweit das geht Alterskultur der letzten fünf hundert Jahre doch einigermaßen in dieses Museum zu übernehmen und zu bewahren und zu vermitteln.
00:34:45: Und natürlich wird diese Auseinandersetzung mit der Sammlung eine ganze Weile einen Anspruch nehmen.
00:34:50: ich glaube man ist nie fertig damit.
00:34:52: bei über drei Hunderttausend Objekten zumindest im geringen Umfang sammeln wir ja auch immer noch weiter.
00:34:57: Es kommen immer neue Stücke hinzu, natürlich auch neue Aspekte mit der Zeit und um vielleicht so einen ganz praktischen Einblick zu geben.
00:35:05: also das eine ist natürlich dass wir eine Datenbank haben in der die allermeisten Objekte erfasst sind.
00:35:09: und ich schaue mir dann an okay was gibt's jetzt zum Thema Ernährung hier unter den verschiedensten Schlagworten?
00:35:15: Und dann gleichzeitig wird es niemals den Gang durch diese beeindruckenden Hallen unserer Depots ersetzen.
00:35:21: denn also ich hatte das einmal Oder ein schönes Beispiel.
00:35:25: Ich habe eine Steinhägerflasche in der Datenbank gesehen und dachte, könnte passen vom Thema jetzt für eine der folgenden Sonderausstellungen?
00:35:33: Und ging dann durchs Depot.
00:35:34: und diese Steinhängerflaschen ist aber einfach ein Werbemittel aus vergangener Zeit und ist glaube ich zwei Meter fünfzig
00:35:41: groß!
00:35:42: Das macht natürlich etwas mit einem Objekt und auch damit wie man es ausstellen möchte oder ob man das überhaupt ausstellen will ob man es überhaupt ausstellen kann.
00:35:50: Manchmal ist das zu groß, zu schwer.
00:35:55: Was macht einen Alltagsgegenstand aus?
00:35:57: Wir fallen lippeausstellungswürdig ... Die Alltagstaubtigkeit sozusagen.
00:36:02: In dem Fall ja nicht, ne?
00:36:04: Genau, es kann natürlich das Funktionale sein.
00:36:07: Klar, manchmal möchte man zum Beispiel in einem bestimmten Ausstellungskontext erklären wie hat sich denn überhaupt ... Das Dreschen, das Mähdreschen entwickelt in den letzten hundert Jahren.
00:36:19: Das ist eine spannende Entwicklung an der dann auch einige Hersteller aus Westfalen ganz wesentlich beteiligt waren.
00:36:25: Richtig!
00:36:26: Genau gibt's auch.
00:36:28: Das andere ist aber auch diese Objekte oft mit einer ganz spannenden Geschichte kommen.
00:36:33: Also, dass eben die Objekten übernommen wurden mit der Geschichte derjenigen, die sie in das Museum gegeben haben oder ihrer nachfahren.
00:36:42: und das sind dann auch ganz tolle sehr persönliche Geschichten-Teils, die es sich lohnt zu erzählen und ihnen eine sehr eindrückliche Idee davon geben wie Alltag vor fünfzig, vor hundert, vor Hundertfünfzig Jahren ausgesehen
00:36:57: hat.
00:36:58: Ich glaube, was bei uns immer so automatisch im Kopf mitschwiegend aber vielleicht auch gar nicht immer ganz klar ist.
00:37:05: Es geht ums... Also es ist ein Museum das diese drehunderttausend Objekte
00:37:11: hat.
00:37:13: also wir haben viel Material und viele Objekten aber letztlich geht es uns ja doch immer um die Menschen.
00:37:17: Das ist ja auch das was uns interessiert.
00:37:22: vermitteln wollen, wie haben Menschen gedacht?
00:37:25: Empfunden gehandelt gelebt und so weiter.
00:37:28: Und das heißt uns geht es eben.
00:37:31: wir versuchen schon immer wenn wir uns diese Objekte anschauen und überlegen wie wir die Objekten ausstellen also auch immer nach diesen menschlichen Geschichten zu suchen um zu sagen Warum war das wichtig für diesen Menschen?
00:37:43: War es überhaupt wichtig, hat das irgendwann weggeworfen.
00:37:45: Hat das vernachlässigt ... sieht man an diesem Objekt, dass es früher hochgeschätzt war und später dann ganz unwichtig wurde.
00:37:53: Also diese Fragen, also welche Spuren der Menschen schlagen sich auf diesen Objekten nieder und können von uns heute noch gefunden und wieder erzählt werden.
00:38:05: Weil letztlich geht's immer wieder um den Menschen und seine Interaktion halt.
00:38:11: Also kann man wahrscheinlich sagen, dass die Neuerung ist, dass sie im Prinzip ihrem Auftrag gerecht werden können.
00:38:18: Diese Gegenstände auszustellen in der Form wie jetzt das Gebäude möglich macht.
00:38:24: Es ist zumindest kein neuer Auftrag, das kann man so sagen.
00:38:26: Dass dieser Auftrag immer schon an dieses Museum gestellt war und wir jetzt ganz andere Möglichkeiten haben dem auch nachzukommen.
00:38:36: Gute Stichwort, am ersten Oktober eröffnet die erste Sonderausstellung im neuen Gebäude.
00:38:42: Was muss diese erste Ausstellung leisten?
00:38:45: Soll sie zeigen was die Sammlung kann, was da noch an Potenzial schlummert oder was das Gebäudekann?
00:38:52: oder es ist eine Mischung aus Beiden Eine Mischung aus beidem und vielleicht auch noch mehr.
00:38:57: Also diese erste Sonderausstellung ist natürlich eine große Herausforderung, nicht umsonst arbeiten wir jetzt fast drei Jahre schon an dieser ersten Sondereausstellung.
00:39:05: die sollen natürlich zeigen was das Gebäude kann und da spielt es natürlich eine Rolle dass wir ... neunhundert Quadratmeter reiner Ausstellungsfläche jetzt zur Verfügung haben, dort frei mit verschiedenen Wänden arbeiten können um Zonen zu schaffen.
00:39:19: Dass die Ausstelllungsräume bis so acht Meter fünfzig, acht Meter sechszig hoch sind und also wir können natürlich entsprechend es dann in diese Ausstelllingsräume auch einbringen was man vorher nicht einbringen konnte in eine Scheune.
00:39:30: Zum Beispiel eine zwei Meter Fünfzig große Werbeflasche!
00:39:34: Werbeflasche?
00:39:35: Ja, oder ich glaube so viel darf ich an Tieson tatsächlich einen spätmittelalterlichen Speicher.
00:39:42: Also wir stellen ein Gebäude ins Gebäudee und das ist natürlich schon wahnsinnig beeindruckend dass man das machen kann.
00:39:48: auch als Kurator ist es natürlich etwas tolles.
00:39:50: also sowas kann man eher selten machen würde ich sagen gibt nicht so viele Museen wo das möglich wäre und wo dann auch noch die sammlung das entsprechend hergibt also ein gebäude von vier zu hundred acht sich dass wir bislang nicht zeigen konnten aus den Diversen Gründen dann dort zu zeigen.
00:40:06: Und natürlich wollen wir dann auch zeigen, was in dieser Sammlung noch so schlummert.
00:40:11: also Wir wollen überraschen und wir wollen dann auch überraschend In welchen neuen Kontext man diese Objekte sehen und zeigen kann.
00:40:19: Also ich kann nur jeden einladen und jede Einladen Zu kommen und zu schauen.
00:40:23: Ich glaube da sind einige Überraschungen dabei.
00:40:25: Das klingt auf jeden Fall schon sehr gut.
00:40:28: Ja das klingt gut.
00:40:31: Wenn jetzt künftig Leihgaben aus anderen Häusern nach Detmold kommen, dann verändert sich ja auch das Museum, wenn man mal auf die gesamte Museumslandschaft in Detmolt guckt.
00:40:41: Das gab es ja vorher noch nicht?
00:40:43: Jetzt gibt's das!
00:40:44: Was macht das mit der Landschaft, was macht das miteinander mit den bestehenden Museen hier in Detmold?
00:40:54: Also für mich ist es erstmal wichtig dass unser Museum da in eine etwas andere Rolle kommt Weil wir durch die Möglichkeit, dass wir jetzt solche Leihgaben hier herholen können, kommen wir schon tatsächlich in eine etwas andere Spielklasse.
00:41:12: Also das heißt, wir sind dann in einem Zuge mit anderen großen Museen, die das eben auch... tun und die das auch lange schon tun.
00:41:22: Und das ist eben etwas, was wir bisher noch nie machen konnten.
00:41:24: Das heißt also, wir können dann auch andere Kooperationen aufbauen, Kooperation in denen bisher unser Museum noch nie eine Rolle gespielt hat.
00:41:35: Und dass wird ich sagen spielt oder es wird sich durchaus sehr auswirken in Deadmold.
00:41:41: Also da tatsächlich einen Player zu haben der in einem anderen Netzwerk sitzt, so würde ich es jetzt vielleicht mal sagen und der dann auch wirklich mit dem Museum of Art kooperieren kann oder eben intensiver mit dem Böckstiegelmuseum kooperiert.
00:41:56: Da wird's eine Verschiebung geben im Hinblick was ist hier möglich?
00:42:02: Und was sind unsere Kooperationspartnern?
00:42:04: Das glaube ich schon!
00:42:06: Ich glaube aber auch dass Kooperation mit den bestehenden Detmoldermuseen nochmal etwas anders werden kann.
00:42:13: Also da haben wir ja schon vor einigen Jahren auch so eine Kooperation aufgebaut, unsere vier Freunde Wir sind ja vier Freunde, wir vier Museen hier.
00:42:23: Wir haben so ein Rabattmarkensystem also wenn man das eine Museum besucht kriegt man einen Kärtchen und kann etwas reduziert in die anderen Museen gehen.
00:42:32: Also wir sind mit denen auch schon durchaus intensiv in der Kooperation.
00:42:37: aber das hat nicht diese Reichweite natürlich wie das was wir entwickeln können dadurch dass wir jetzt solche anderen Leihgaben aufnehmen können Und ich glaube, das hat der Strupp hier gerade schon angerissen.
00:42:51: Es wird sich tatsächlich auch den Blick auf unsere Objekte verändern wenn wir sie kontrastieren, wenn wir Sie kombinieren dann eben mal mit einem sei es dann vielleicht der Monet oder sei es mal der Picasso also tatsächlich da auch nochmal neue Spannungsbögen herzustellen also zwischen diesen vermeintlich ganz alltäglichen Objekten und dann eben solchen hochwertigen Kunstobjekten.
00:43:16: Genau und ich glaube Spannungspelgen ist Tatsächlich ein gutes Stichwort, also es geht natürlich nicht darum jetzt einfach Monet oder Picasso ausstellen zu können oder etwas anderes.
00:43:25: Das ist natürlich auch toll und ich glaube man wird da Dinge sehen können die konnte man bislang in Deadman nicht sehen.
00:43:30: Aber es geht schon darum nach wie vor, unsere Sammlungen in den Mittelpunkt zu stellen und eben wie Frau Allermeier sagte.
00:43:37: In die verschiedensten Netzwerke also auch nicht nur eins sondern wir können dann eben auch in Richtung Architektur gehen.
00:43:44: da hat unser Museum auch wahnsinnig viel sozusagen zu bieten oder in Design oder Kunst oder sogar zeitgenössische Kunst all das eben verbunden über die Themen die sowieso schon in dieser Sammlung schlummern Und ja auch ins Digitale, denn eben neuen Eingangsbereich wird es hier auch digitale Installationen geben.
00:44:06: Vielleicht können Sie das kurz erklären.
00:44:08: die was den Zuschauerinnen und Gästen nahe bringen?
00:44:12: Gerne!
00:44:13: Genau.
00:44:14: also vielleicht eins vor abwählen ist jetzt nicht... Das allererste Mal, dass wir digital werden.
00:44:19: Sondern das Museum hat natürlich da auch schon die Schritte der letzten Jahre oder Jahrzehnte mitgemacht.
00:44:25: Unsere Sammlung ist online.
00:44:27: Wir haben dieses Portalsammlung online.
00:44:29: Da kann man schon sehr schön was sehen!
00:44:31: Wir haben ein Museums-App außer einigen Monaten.
00:44:33: Also das sind wir dann natürlich schon aktiv gewesen.
00:44:37: aber im neuen Eingangs und Ausstellungsgebäude haben wir tatsächlich zwei digitale Installationen, die wirklich noch mal einen ziemlich großen Schritt machen und mir oder uns, glaube ich auch gemeinsam sehr wichtig ist.
00:44:51: Das eine ist ein sehr großes wirklich beeindruckendes begeisterndes Modell unseres Freilichtgeländes.
00:45:00: also das heißt wir haben ja neunzig
00:45:03: Hektar
00:45:04: freilicht Gelände mit ungefähr hundert zwanzig historischen Häusern sehr vielen Tieren Kulturlandschaft Flora und Fauna.
00:45:10: und mir war es ganz ganz wichtig als wir die Innenausstattung dieses Neubaus geplant haben eben auch wirklich einen Versprechen einzulösen, was ich von Anfang an gemacht habe nämlich zu sagen dieser Neubau.
00:45:23: ist nicht nur für sich interessant, sondern er ist eben das Tor ins Freilichtgelände.
00:45:28: Und dieses Modell des Freilichgeländes löst dieses Versprechen oder diese Ankündigung vielleicht besser wirklich sehr gut ein.
00:45:34: Also das heißt man geht dorthin steht an diesem sehr großen Modell und kann über ich glaube acht Screens die wir draußen dran haben, kann sich Informationen holen zu bestimmten Aspekten des Geländes.
00:45:48: also ich sehe das Gelände vor mir es gebildet.
00:45:53: Ich sehe jede Mühle, ich sehe jedes Gebäude jeden Baum quasi und ich kann mir dann aber über die Screens zum Beispiel die Informationen holen welche Mühlen gibt es denn hier im Museum?
00:46:02: Dann werden die drei Müheln die wir haben auf dem Modell angeleuchtet Und ich kann mir dann auf dem Screen eben erklären lassen, was ist denn der Unterschied zwischen der Kappenwindmühle und einer Bockwindmülle.
00:46:13: Wann kam die hier ins Museum?
00:46:16: Dann wird mir aber auch gezeigt, wo ist sie denn wirklich im Gelände?
00:46:20: Das heißt, ich kann während der Monate in denen das Freilichtgelände geöffnet ist, kann ich am Modell praktisch meinen Besuch schon planen und kann sagen oh da gehe ich gleich hin und außerdem will ich auch noch mal wissen, wo es denn die Schule Tönningsen.
00:46:33: Also diese digitalen Angebote sind sehr schön, um einen späteren physischen Besuch praktisch vorzubereiten.
00:46:41: Und in den Wintermonaten, in denen das Freilichtgelände nicht geöffnet ist kann dieses Modell eben für sich auch schon sehr viel bieten.
00:46:47: also ich kann mich da glaube ich wirklich auch mehrere Stunden beschäftigen und vielleicht nicht am Stück aber kann mir eben wirklich auch schon tiefer gehen Informationen holen was ich im winter dann eben nach wie vor nicht im Gelände tun kann Und ganz ähnlich, also das ist das Freilichtmodell.
00:47:06: Ganz ähnlich gibt es noch ein zweites Angebot, das ist unser freilicht Fenster.
00:47:11: Das ist eine große Leinwand auf der wird im Grunde einen drei D-Modell unseres Geländes projiziert aber das funktioniert so dass sie praktisch mit einem über einen Drohnenflug sich ins Paderborner Dorf bewegen und im Paderborner Dorf dann in einzelne Häuser reinkönnen, aber nicht das was man sonst so kennt.
00:47:33: Das ist kein Video der da abläuft, sondern es ist tatsächlich so dass sie das selber steuern können wo sie denn jetzt hingehen.
00:47:41: also sie gehen ein in das Pastorat rein oder fliegen in das pastorat rein und können sich dann überlegen jetzt gehe ich mal nach links guckt damals mit die Vitrine an die da steht oder geht die Treppe hoch usw.
00:47:51: Das is etwas was Studierende der THOWL hier des Kreativinstituts entwickelt haben.
00:47:58: Technisch kriege ich es halbwegs erklärt, aber das ist wirklich so cutting edge Technologie.
00:48:07: Also es wird gerade erst so entwickelt.
00:48:09: Es ist auch noch nicht perfekt, aber die Studierenden sind da natürlich hart dahinter und versuchen das eben jetzt zu nutzen und für sich selber auch zu experimentieren was da alles so geht.
00:48:20: Und das werfen wir da eben an die Wand.
00:48:22: Das heißt also unsere Besuchenden können selber in diese Häuser reinfliegen, aber trotzdem für mich ist es mindestens genauso spannend nicht nur dieses Angebot an die Besuchende zu haben sondern diesen Studierenden auch die Möglichkeit zu geben wirklich mal auf einer Plattform öffentlich zu zeigen wie weit sind sie gerade und was können Sie schon?
00:48:42: wird man das deutlich erneuern und sagen, ja jetzt sind wir viel weiter schon.
00:48:46: Jetzt sieht es nochmal ganz anders aus.
00:48:48: aber ich finde es toll also es macht auch riesen Spaß mit dem Alexander Kutter zusammen das so zu entwickeln und zu gucken.
00:48:53: was können die denn jetzt schon?
00:48:55: Und was können sie im nächsten Jahr vielleicht dann noch besser?
00:48:58: Diese zwei digitalen Angebote, die finde ich wirklich sehr passend für uns Sie sind zum Teil wirklich gerade vorne mit dabei etwas womöglich ist Schließen den Besuchenden einfach noch mal etwas mehr und besonders eben in den Wintermonaten, in denen man nicht ins Gelände kann.
00:49:16: Ist das dann auch schon Ausstellung im Prinzip?
00:49:20: Vermittlung würde ich sagen.
00:49:23: Aber dauerhaft eben.
00:49:24: Das ist eine dauerhafte Installation, die einfach nochmal neue Zugänge da einwirklich.
00:49:30: Und vielleicht noch einen kleinen Werbeblock.
00:49:32: Wir haben ja auch seit einem oder zwei Jahren, seit einem Jahr glaube Mit der man sich auch selbst geführt durch unser Museum
00:49:42: bewegen kann.
00:49:43: Das greift alles
00:49:43: einander
00:49:44: an.
00:49:44: Ja, das Thema ist ja wahrscheinlich wie viel Digitales kann so einen Museum
00:49:49: vertragen?
00:49:50: und das ist glaube ich durchaus immer die Frage, wie digital möchte man im Freilichgelände eigentlich sein?
00:49:57: Und da ist es schon ganz klar unser Schwerpunkt und auch an dieser Stelle unser Merkmal ist natürlich die wirkliche physische Begegnung mit den Objekten.
00:50:07: Das wird auch der digitale Besuch niemals ersetzen und das wollen wir ja auch gar nicht.
00:50:11: Also diese digitalen Angebote, die wir da haben sind wirklich Ergänzungen und vielleicht auch so ein bisschen Teaser also Leute anzuziehen, die vielleicht sehr stark im Digitalen unterwegs sind und denen aber zu sagen kommt doch mal her guckt euch das mal an was ihr dahinten alles finden könnt und dann geht doch mal los.
00:50:31: Es wird sicherlich niemals den Besuch des Geländes überflüssig machen, sondern das wäre auch wirklich ... Das brauchen wir gar nicht sagen.
00:50:39: Dass es das nicht tut, weil das ist einfach das Besondere der physische Besucht bei uns.
00:50:45: Trotzdem ist es aber, denke ich, das richtige Angebot um Leute mal anzuziehen die vielleicht so näher zu Fuß sind mir zernstrengend.
00:50:53: Ich will ganz gerne an diesem Joystick da erst einmal durchs Dirty gegen fliegen.
00:50:57: Ist ja auch ne Form auf jeden Fall!
00:50:59: Dann kommen wir jetzt zum Namen.
00:51:01: Ja, ich wollte auch jetzt sagen wenn man gerade im ganzen Jahr das Betrieb sind und überhaupt dann kommt mir jetzt auch mal zu einem Thema was ja auch noch eine Veränderung ist.
00:51:09: Das gibt es neue Gebäude und der Name des Museums verändert.
00:51:13: sich habe ganz am Anfang auch schon glaube ich nicht ganz korrekt den aktuellen Namen wiedergegeben Und der neue Name wird hier auch ist ein bisschen länger.
00:51:21: wie kommen gleich noch dazu Wenn sich ein Museum so verändert, wie das ihre sich verändert hat.
00:51:28: Dann verändert sich ja irgendwann auch die Sprache.
00:51:30: Wann war für sie denn klar?
00:51:32: Dass sich das Museum so stark verändert unter anderem natürlich durch die Tatsache dass es nicht mehr nur ein Freilichtmuseum ist, dass auch der Name darüber nachdenken muss oder Sie auch über den Namen nachdenkt müssen?
00:51:46: Also es ist so, die Veränderung dieses Museums, da muss ich oder sagen wir auch immer so Spaß haben untereinander.
00:51:55: Dieses Museum hat sich noch nie nicht verändert.
00:51:59: also das war von Anfang an hat dieses Museum sich verändert und lustigerweise übrigens hat es auch immer mal wieder neuen Namen bekommen.
00:52:07: Also ich krieg die Reihe jetzt nicht mehr sauber dahin zitiert, aber tatsächlich hat sie das Museum gleich fünf oder sechs Mal einen neuen Namen bekommen.
00:52:15: Das fählisches
00:52:16: Museum ... bäuerlicher Kultur, denkt man alle.
00:52:20: Ja ja genau auch sehr schön.
00:52:23: Denn irgendwann kam das Wort Volkskunde rein damals als was modernes.
00:52:28: dann hat man aber irgendwann auch wieder gesagt Volkskunden ist jetzt doch nicht mehr so ganz angesagt und da hat man es wieder verändert.
00:52:33: also dass dieses Museum den Namen verändert kennt es eigentlich und auch dass es seine Ausstellung verändert ist weil es ja auch tatsächlich größer immer größer geworden ist.
00:52:42: am Anfang war er nur ein Teil der Bebauung da die jetzt da ist und dann ist es immer weiter gewachsen gesagt, das Museum hat sich nie nicht verändert.
00:52:50: Aber trotzdem ist es natürlich so dass wir jetzt schon eine sehr fundamentale Veränderung haben.
00:52:55: einfach dadurch also man kann ja im Grunde sagen es verdoppelt sich gerade.
00:52:58: Also es ist wirklich zusätzlich zu diesem Freilichtgelände kommt jetzt eben der Ausstellungsbetrieb dazu.
00:53:04: Kommt der Jahres der ganz Jahres Betrieb vor allem dazu.
00:53:06: Es ist schon natürlich eine sehr fundamentale Veranderung.
00:53:10: Als ich die Stelle angenommen habe im September, war das schon völlig klar.
00:53:15: Wenn dann der Neubau, wenn das Eingangs- und Ausstellungsgebäude eröffnet wird und wenn wir in den ganzen Jahresbetrieb gehen, muss es einen neuen Namen geben?
00:53:23: Einfach weil der Begriff Freilichtmuseum dann eben irreführend und nicht mehr zutreffend ist.
00:53:29: Also man hätte dann, wenn wir jetzt einfach diesen Namen weiter benutzt hätte, man sagen würde ein Freilich-Museum in Klammern das was auch im Winter offen hat aber dann nicht im Gelände so.
00:53:39: Ist auch ein Name!
00:53:40: Genau.
00:53:41: also insofern war klar wir können nicht weiter in die eine Richtung behaupten und dann aber irgendwie wieder revidieren und sagen ist ja doch gar kein freilicht museum alleine sondern ist noch mehr so.
00:53:51: Insofern bei immer klar es muss dann ein neuer Name her.
00:53:55: Und dann ging das aber erst mal nicht sofort los, sondern da haben wir tatsächlich erstmal ein bisschen andere Dinge getan bevor wir uns wirklich intensiv mit dieser Thematik beschäftigt haben.
00:54:05: Und letztlich ist es dann ja auch eine also ein Entscheidungsprozess gewesen.
00:54:09: den haben wir im Museum auch vorbereitet und auch betrieben, aber der wurde vor allem natürlich auch von der LWL-Politik, also von den ganzen Delegierten im LWN dann eben auch betrieben und letztlich entschieden weil die Die Kommunen sind diejenigen, die das Museum finanzieren.
00:54:29: Insofern ist die Entscheidung im Westfalen Parlament gefällt worden mit allen Delegierten, die da drinnen sitzen.
00:54:42: Herr Strohb sagt es ja auch gerade noch mal, wir sind im westfälischem Landesmuseum.
00:54:47: Das heißt, die Entscheidungen fällen dann eben auch Politiker und Politikerinnen aus allen Kommunen.
00:54:52: Aus der ganzen Band Breite-Westfalen.
00:54:55: Sie haben gerade schon erklärt, warum der Begriff Freilichtmuseum nicht mehr zutrifft und einer Namensinnrung notwendig war.
00:55:01: Dennoch hängen ja viele Menschen an diesem Griff.
00:55:04: Wie erklärt man da grade lokal?
00:55:07: Wir nehmen euch da nichts weg, es wird nur größer und wir erweitern.
00:55:10: deswegen muss auch ein anderer Name her.
00:55:12: wie vermittelt man das
00:55:13: anders?
00:55:15: Also das eine ist, dass wir irgendwann mal angefangen haben einen Bild zu nutzen.
00:55:19: Weil ich schon glaube Bilder sind wirklich hilfreich einfach und da haben wir dieses Bild entwickelt von dem Einspender zum Zweispender.
00:55:29: also lieben ja unsere Kutschen die wir im Museum haben Und ich finde das Bild trifft auch wirklich gut zu.
00:55:35: weil also ein Einspänner wird eben von einem Pferd gezogen Ein zweispender von zwei Pferden Das heißt der Zweispener hat einfach doppelt so viel Kraft Und tatsächlich läuft er auch ruhiger.
00:55:46: weil die sich auch immer so ein bisschen ausgleichen dann.
00:55:48: Wenn eine Frau Angst hat und zur Seite hüpft, geht der andere trotzdem schon mal geradeaus weiter.
00:55:52: Also der Zweispender ist da in diesem Bild eben tatsächlich ganz zutreffen, wenn man sagen kann, wenn mal grade keine Sonderausstellung gezeigt wird, dann ist dort trotzdem das Freigelände da und zieht eben gerade durch.
00:56:04: Ich glaube, das trifft schon mal ganz gut zu.
00:56:07: Und es macht wirklich immer wieder das deutliche ... Es ist nichts weg!
00:56:10: Nicht dass der eine Einspender von einem anderen abgelöst wird, sondern der eine kriegt Begleit.
00:56:15: und zusammen sind sie stark.
00:56:17: Und deswegen finde ich, ist dieses Bild schon mal glaube ich ganz passend.
00:56:20: auch Gleichzeitig, als der neue Name dann von der Politik beschlossen wurde haben wir dann auch eine eigene Website aufgebaut.
00:56:29: Die ziemlich kleinteilig erklärt wie ist das mit dem ganzen Jahresbetrieb?
00:56:34: Wie ist es mit den Leihgaben die wir bekommen wollen?
00:56:37: Wie isst das sozusagen mit dem Netzwerk in dass wir uns einarbeiten wollen?
00:56:41: also diese ganzen Argumente und Gründe sind da sehr gut dargestellt auf der Website.
00:56:46: trotzdem muss man natürlich sagen ja ist ne Website wer geht da drauf und wer geht nicht darauf?
00:56:50: Wir haben da kleine Kärtchen verteilt mit dem QR-Code dieser Website und das haben unsere Hausaufsichten den Besuchenden gegeben.
00:56:56: Also immer wieder gesagt, das sind die Argumente.
00:56:58: aber wenn sie sich das genauer noch anschauen wollen, das ist hier erklärt.
00:57:04: Aber das Dritte und da komme ich wieder zu dem zurück was ich gesagt habe... Ich hatte ja vor zwei oder drei Wochen diese Führung mit Lesern der LZ, die das gewonnen hatten Und da ist wieder dasselbe passiert, was ich wirklich schon so oft hatte.
00:57:18: Ich erklär dann, wenn wir da drin sind in dem Gebäude, erkläre ich dann eben die verschiedenen Bereiche und wie das damit den Sonderausstellungen ist usw.
00:57:26: Es waren wirklich alle dreißig, die daran teilgenommen haben, haben hintergesagt, achso ja ne?
00:57:31: Dann ist ja auch klar, dann verstehen wir das ja auch!
00:57:33: Das ist jetzt ja etwas anderes.
00:57:35: es ist jetzt Ja Sonderousstellung, es ist ganz Jahresbetriebes, nicht mehr nur noch Freilichtmuseum.
00:57:41: Also insofern glaube ich, wirklich reinkommen und sich das anschauen.
00:57:43: Und sich das erschließen.
00:57:44: Das wird da, glaube ich am allermeisten dafür sorgen dass der Name akzeptiert wird.
00:57:50: Aber auch gleichzeitig haben wir immer gesagt es ist nicht schlimm wenn man es weiter freilichmuseum nennt.
00:57:56: Es ist ja auch so gewohnt.
00:57:58: Ich glaube es gibt so ein Fußball Arenen auch, dass die immer noch weiter genannt werden wie sie vorher hießen.
00:58:04: Warum nicht?
00:58:04: Wenn
00:58:05: man in der Liga ist, ist es auch nicht schlecht eigentlich.
00:58:09: Da, das Freilichtgelände.
00:58:12: Das freilichtmuseum ist in dem Sinne
00:58:14: noch verhandelt?
00:58:14: Ja klar!
00:58:15: Nur die Gesamtinstitution beschreibt es nicht mehr ganz.
00:58:19: Und der offizielle Name, dass wir den einmal richtig korrekt gesagt haben wird dann sein ab Donnerstag?
00:58:24: Ab dem zweiten, genau ab Donnersdag wird es sein.
00:58:27: LWL-Museum Hellerlecht, Detmold, Westfälisches Landesmuseum für Kultur und Geschichte.
00:58:34: Und es ist übrigens nicht länger als der alte Name.
00:58:37: Okay Und damit ist alles gesagt, wie in den alten Namen wahrscheinlich auch.
00:58:43: Wenn man jetzt diesen neuen Namen hat verändert der Name auch eine kuratorische Arbeit.
00:58:48: oder würden sie da sagen?
00:58:51: Also der Name an sich ... Schall und Rauch würde ich gar nicht sagen.
00:58:57: So weit möchte ich nicht gehen aber die... Ich glaube es ist eher andersrum.
00:59:01: also wie Frau Alema ja schon sagte wir machen eben diese Sonderausstellung einen ganz anderen Blick noch wieder auf die Objekte aus unserer Sammlung werfen.
00:59:11: Ein ganz anderer Blick vielleicht auch auf das Museum und damit verändert sich auch wieder das Museum, aber es ist sicherlich ein Wechselspiel.
00:59:21: Kommen wir zum Schluss vielleicht nochmal zur Bedeutung für Detmold?
00:59:27: Das ist ja das Museum in Detmolt, denn Detmalt ist ja auch noch im Namen drin, wenn wir jetzt gerade gehört haben.
00:59:33: Was gewinnt Detmol durch dieses neue Forum, in welcher Hinsicht
00:59:38: immer?
00:59:41: Also ich würde mal sagen, dass das was es gewinnt ist.
00:59:45: Das wird tatsächlich glaube ich noch bekannter werden und dass wir noch mehr Menschen anziehen können.
00:59:52: Da würde ich schon sagen davon wird auch die Stadt profitieren.
00:59:56: Ich glaube auch, dass die Bewohner und Bewohnerinnen des Molds oder dass noch mehr der Bewohner und Bewohnerinnen ins Museum kommen werden, weil wir tatsächlich eine größere Bandbreite anbieten können.
01:00:11: Und sicherlich auch Menschen ins Museum locken werden die bisher noch nie ein Fuß in das Museum gesetzt haben.
01:00:19: Das glaube ich tut dieser Stadt gut.
01:00:22: also diese Durchmischung da auch noch stärker wird dieses Museum gemeinsam für sich erschließen und sagen, das ist unser Museum.
01:00:35: Und das gehört für uns dazu.
01:00:38: Das merke ich auch immer wieder.
01:00:41: Wie gesagt, ich habe viele Jahre in Göttingen gelebt.
01:00:44: Ich finde es schon beeindruckend wie die Bewohnerin von Detmoldt dieses Museum als ihr Museum.
01:00:51: betrachten und wirklich auch einen großen Anspruch an dieses Museum stellen.
01:00:56: Das ist ein Luxus, das ist wirklich was Tolles als Museum.
01:01:01: Also da versuchen sehr viele zu erreichen und es ist gar nicht so einfach zu erreichen also dass die lokale Bevölkerung das auch wirklich zur ihrer Sache erklärt und für uns natürlich durchaus eine Herausforderung zu sagen, das wollen wir beantworten, das werden wir bespielen.
01:01:19: Gleichzeitig sind wir eben westfälisches Landesmuseum.
01:01:22: Das heißt, wir müssen gleichzeitig natürlich genauso attraktiv für die Bewohner und Bewohnerinnen Dortmunds oder Bottrops sein.
01:01:30: Und das aber miteinander zu kombinieren also eine hohe lokale Identifikationen und gleichzeitig aber eben zu sagen, wir sind aber auch zuständig für die ganze Bandbreite fürs Sauerland, Siegerland usw.
01:01:44: Also das gut miteinander zu kombinieren, das ist glaube ich die Herausforderung.
01:01:48: Und ich glaube man wird es wunderbar auf einem Spaziergang durch Detmold einbauen können denn also des Meisters dieses neuen Museums ist tatsächlich ohne Ticket zu betreten, zu besuchen, zu Besichtigen.
01:02:01: Es wird ein neues Café-Bestroh geben Man kann ganz wunderbar ins Friedrichs-Tal schauen.
01:02:06: Und tatsächlich für jede Sonderausstellung wird es auch noch einen Teil der Sondereausstellungen geben, das schon nach außen wirkt also in einem Raum, der auch Fenster hat und auch da wird man schon vieles entdecken können und sich aufhalten können.
01:02:21: Also ich glaub', dass wird ein ganz toller Ort und gerade ... Das regnet ja dann doch manchmal in Westfalenlippe.
01:02:27: Gerade in diesem Klima ist es glaube ich ganz schön auch drin diese wirklich großzügigen tollen Flächen zu haben wo man auch mal spazieren gehen
01:02:34: kann.
01:02:35: Wir haben am Anfang schon darüber gesprochen, dass wir in Deadmold immer mehr versuchen zusammenzurücken also kulturelle Einrichtungen zusammenzubringen die Hochschulen einzubinden.
01:02:48: Inwiefern kann dieses neue Forum ein Ort werden an dem wir das alles vereinbaren können?
01:02:55: Ja sehr gut!
01:02:57: Da muss ich wieder sagen da haben unglaublich tolle Möglichkeiten.
01:03:00: Also das ist wirklich eine Gelegenheit, eine Chance die man glaube ich gar nicht so oft hat also solche Möglichkeiten zur Verfügung zu haben.
01:03:08: Zum Beispiel jetzt im Hinblick auf die Kooperation mit Schulen.
01:03:11: Da macht das Museum natürlich auch schon sehr viel da machen wir schon sehr viele gerade unsere Kulturvermittlung.
01:03:16: aber wir werden in Zukunft richtig zwei große Seminar- oder Workshopräume haben.
01:03:21: Man kann dort gemeinsam mit Schulen und Workshops anbieten.
01:03:29: Also unser Auditorium.
01:03:30: Da können wir zusammen mit der Hochschule für Musik was machen, da können wir gemeinsam mit dem Theater etwas machen.
01:03:37: Sehr, sehr schön entwickelt sich gerade eine Kooperation mit dem neuen Kinoferein hier in Detmold.
01:03:44: Also auch zu sagen da haben wir Möglichkeiten wirklich Flächen zu bieten für gemeinsame Veranstaltungen.
01:03:51: Das ist wirklich nochmal deutlich mehr als vorher möglich war.
01:03:55: und also da habe ich so den Eindruck... Wir sind schon so elektrisiert weil man so wirklich hat das wollen wir auch machen.
01:04:06: Thomas Grosse da und guckte sich dieses, sind wir ins Auditorium gegangen.
01:04:09: Und er klatscht ein paar mal in die Hände und machte ein paar Intonierte.
01:04:12: Ein bisschen sagt gar nicht schlecht die Akustik hier so.
01:04:15: Man
01:04:15: muss jetzt erklären für die das Nichtwissen der Nochrektor oder der Hochschule für Musik?
01:04:19: Ja ja genau mit Kirsten Uttendorf-Stefan Dörr bin ich durchs Gebäude gegangen.
01:04:24: Die kriegten natürlich auch gleich lauter Ideen was man da an Veranstaltungen zusammen mit dem Theater machen kann.
01:04:31: also so geht es so die ganze Zeit weiter.
01:04:32: Also dass wirklich die Kooperationsmöglichkeit für uns noch mal viel toller werden, als das was bisher schon möglich war.
01:04:40: Und wir zeigen ja schon ganz bald, was da so möglich ist.
01:04:43: also der gibt's schon.
01:04:44: einige Teaser kann man sagen.
01:04:45: vielleicht wollen sie ihr Bändchen auch nochmal
01:04:47: halten?
01:04:47: Ja richtig genau hier ich hab es schon.
01:04:51: Also am zweiten wird das Gebäude eröffnet mit der Politik und vom dritten bis fünften wirds ein großes Festival geben dass das ganze Gebäudereimer bespielt Ganz besonders auch diesen Sonderausstellungsraum, den wir sonst so danach eigentlich nie wieder wahrscheinlich erleben werden.
01:05:07: Also ... kommen Sie vorbei, kommen vorbei!
01:05:10: Da wird es ordentlich was geben und eben ganz tolle Kooperationen auch jetzt schon mit diversen Deathmolder-Institutionen.
01:05:16: also das Theater ist dabei, die Musikhochschule...
01:05:19: Der Blindenverein?
01:05:20: Ja, der Kinoverein.
01:05:22: Also wirklich, da wird's
01:05:24: etwas zu sehen geben.
01:05:25: Und zu hören.
01:05:26: Allerdings.
01:05:27: Das sind ja einem ja sowieso sehr kulturinteressierten Städtchen wollte ich gerade sagen, in einer kultur interessierten Stadt so klein ist.
01:05:35: Ich wollte auch nicht.
01:05:37: Super es war bis jetzt schon eine ganz spannende Runde.
01:05:42: vielen Dank also für diese ganz vielen tollen Eindrücke.
01:05:46: vielleicht noch zum Schluss wenn wir jetzt mal auf dieses Öffnungswochen Ende schauen die Folge wird ja kurz vorher ausgestrahlt gehen wir davon aus dass es in ein paar Tagen sein wird Sie da das Forum eröffnen.
01:05:59: Sie haben ja gerade schon gesagt, am zweiten ist die offizielle Eröffnung die Staatstragende sozusagen wenn man das so sagen darf und danach ein Wochenende.
01:06:07: Frau Allermeier wenn sie jetzt am Eröffnungswochen Ende mal einen Moment ganz allein in diesem neuen Bereich haben könnten wo würden sie dann am liebsten stehen bleiben?
01:06:16: Das ist wirklich ausgeschlossen hoffe ich zumindest dass ich da keinen Moment habe werde an dem ich alleine bin.
01:06:24: Also ich liebe tatsächlich verschiedenste Ecken dieses Gebäudes, also weil das Gebäude ... Das hat so Bereiche die ermöglichen einen Perspektiven, die man sonst nicht hat.
01:06:34: Ich finde aus diesem von Herrn Stroh eben schon genannten freien Bereich außerhalb des Ausstellungsgebäudes oder des Ausstellungssalz dieser freie Bereich den nennen wir Panorama und von dort schaut man ins Friedrichstal rein und ist ein wahnsinnig schöner Blick.
01:06:49: wirklich.
01:06:50: dann haben wir aber auch da wo die Museumspädagogik in einem anderen Gebäud Teil, da schaut man auf unseren Park.
01:06:57: Und zwar dieser Park der ist zwar jetzt gerade noch Baustelle aber vor meinen inneren Auge sieht er schon ganz anders aus.
01:07:03: Den werden wir ja auch noch verändern hin zu unserem Zukunftslustpark Friedrichstal und das wird glaube ich auch ein sehr schöner Ausblick werden.
01:07:12: dann also aus diesem museumspädagogischen Workshop-Gebäude in diesen Park.
01:07:17: Das sind so Ecken die liebe ich schon sehr... Also jetzt bisschen nördig.
01:07:22: Ich finde auch diesen Technikgang total toll, der hinter dem Ausstellungsraum ist.
01:07:30: Also wenn man dadurch so einen ganz rohen, groben Technikschlauch da läuft und diese ganzen Kabel, diese ganzen Schläuche, die ganze Lüftung und das alles sieht ... Das ist aber
01:07:41: nicht öffentlich?
01:07:43: Nein, es ist schon beeindruckend.
01:07:44: Diese Sähle muss man fast sagen an Technik hinter den Räumen, die man als Besucher oder Besucher daran sieht, das ist schon
01:07:50: Wahnsinn!
01:07:53: Wenn jetzt die erste Sonderaustellung am ersten Automat, glaube ich.
01:07:57: Genau.
01:07:58: Herr Sturck, was wäre für Sie das schönste Kompliment eines Besuchers oder einer Besucherin?
01:08:02: Da kann mir vieles vorstellen wahrscheinlich dass man wieder kommt weil man vielleicht Lust hat noch tiefer einzusteigen oder manches nochmal mitbekommen möchte, dass man es weiter empfiehlt da würden wir uns natürlich auch total freuen oder vielleicht den Katalog mitnimmt.
01:08:17: Ich freue mich jedenfalls auf alle, die da kommen Frau Dr.
01:08:22: Alemaier, das ist jetzt der erste Winter, der ansteht im ganzen Jahresbetrieb.
01:08:26: Worauf sind Sie da ganz besonders gespannt?
01:08:31: Ja, schon auf die Reaktion der Besuchenden tatsächlich.
01:08:34: Da bin ich sehr gespannt darauf.
01:08:36: Die kommen und sind es dann andere Besuchende?
01:08:40: Sind das dieselben, die auch im Sommer im Freilichgelände unterwegs sind?
01:08:44: Darauf bin ich ganz gespannt.
01:08:46: Und natürlich auch wie die Atmosphäre in dem Gebäude sein wird.
01:08:51: Im Winter ist es ... Was entsteht da eigentlich so?
01:08:55: Da bin Ich sehr gespannt drauf.
01:08:58: Super!
01:08:59: Vielleicht ganz zum Schluss In einem Satz, wenn Sie jetzt sagen ... Das ist immer so schön.
01:09:04: Ein Wort oder einsatz?
01:09:05: Machen wir jetzt auch!
01:09:06: Was ist das Haus, was wir jetzt alles da gemacht und geschaffen haben, was ist das für Detmold?
01:09:15: Eine riesige Erweiterung des kulturellen Angebots.
01:09:22: Den kann ich mich anschließen.
01:09:24: mit einem anderen Wort vielleicht eine Bereicherung einer hoffentlich ein wirklich guter Ort
01:09:30: um eine
01:09:31: gute und interessante bereichernde Zeit zu verbringen.
01:09:36: Wunderbar.
01:09:36: Vielen Dank!
01:09:38: Ja, dann sind wir am Ende unserer wirklich spannenden Reise durch... Man kann ja fast sagen die fünfzig Jahre Geschichte hin zum jetzt bald dann eröffneten Eingangs- und Ausstellungsgebäude oder Ausstellungen?
01:09:52: Nein,
01:09:53: wir haben es irgendwann mal glaube ich verdreht bewusst weil wir gesagt haben also Eingangshund Ausstellung Gebäude Der Worteil, wo das Gebäude dahinterkommt ist doch das, was man sich vielleicht am ehesten merkt.
01:10:05: Dass man dann eben sagt es ist ein ... Also das Ausstellungsgebäude bleibt in Änderung.
01:10:10: aber wir haben diesem Gebäud ja jetzt einen Namen gegeben, Forum.
01:10:14: Das ist tatsächlich weil alle unsere Häuser haben ja einen Namen, das Krummerhaus und viele andere.
01:10:20: Deswegen haben wir gesagt damit auch sich nicht einschleicht dass die nächsten dreißig Jahre lang als Neubau bezeichnet wird Setzen wir doch jetzt, könnte passieren.
01:10:30: Da haben wir einen kleinen Namenswettbewerb gemacht und dann kam eben Forum raus als... Das ist jetzt auch relativ neutral natürlich.
01:10:37: aber ich glaube am Ende sagt es auch das was es sein soll wo Menschen sich treffen und wie gesagt der größte Teil ist ja Eintrittsfrei.
01:10:44: also dass wird tatsächlich davon ausgehen das ist einfach ein Ort an dem verabredet man sich hin.
01:10:48: Treffen uns doch heute mal im Hellerlecht.
01:10:53: Insofern ist glaube ich diese Idee eines Forums, wo man einfach sich trifft und sich begegnet auch tatsächlich ganz passend sind.
01:10:59: Und es wäre ja nicht schön, wenn's dann ein Eingangsgebäude blieb.
01:11:03: Das fand ich am Anfang immer so schade als es immer hieß, das Freilichmusik um Bord an neues Eingangsgebäuden gedacht hat.
01:11:09: Genau!
01:11:10: Das ist viel zu groß.
01:11:13: Also in diesem Sinne würde ich Ihnen dann viel Erfolg für die nächsten Tage einen guten Endspurt.
01:11:19: Ich würde mich auch gerne sagen, dass wir uns jetzt noch anstehen.
01:11:22: Und dann ab zweiten ein wunderbares Wochenende.
01:11:24: Natürlich sind alle Dettmolderinnen und Dettmolder herzlich eingeladen vom dritten bis fünften ins ... Und alle darüber hinaus!
01:11:31: Westfälien und Westphalen von Dortmund.
01:11:33: Und auch gern von Hannover.
01:11:35: Eintrittsfrei.
01:11:36: Dreitage
01:11:37: lang.
01:11:37: Auch die Bayern-Österreichen und Schweizer uns tatsächlich auch zuschauen können hier rauf gereist kommen.
01:11:44: Freut sich auch die touristische Landschaft Die Innenstadt.
01:11:49: Vielen Dank, Frau Dr.
01:11:50: Alomar, Herr Dr.
01:11:51: Strohb für den Besuch und dann sehen wir uns vielleicht noch mal wieder bei einer oder der anderen spannenden Sonderausstellung oder vielleicht mal bei Ihnen sehr gerne im Museum.
01:12:01: Das hoffen Sie doch!
01:12:03: Vielen Dank!
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