Neue künstlerische Wege fürs Landestheater Detmold | Ivan Alboresi & Gustav Rueb
Shownotes
Wie sieht die Zukunft des Landestheaters Detmold aus? Und welche Rolle spielen Tanz, Schauspiel und kulturelle Offenheit heute noch für eine Stadtgesellschaft?
In dieser Folge von „mein detmold – der Stadtpodcast“ sind zwei Gäste zu hören, die das Landestheater Detmold in den kommenden Jahren entscheidend mitprägen werden: Ivan Alboresi, neuer Ballettdirektor, und Gustav Rueb, neuer Schauspieldirektor.
Beide sprechen über ihre ersten Eindrücke von Detmold, über die besondere Atmosphäre des Hauses, über ihre künstlerischen Ansätze und darüber, warum Theater heute offen, zugänglich und gesellschaftlich relevant bleiben muss.
Es geht um:
neue Perspektiven auf klassische Stoffe Theater ohne Schwellenängste Tanz als universelle Sprache Schauspiel zwischen Unterhaltung und gesellschaftlicher Reflexion Kooperationen mit der Hochschule Detmold neue Formate im Stadtraum die Kraft des Live-Erlebnisses
Eine Folge über Kunst, Publikum, Emotionen und darüber, warum Theater immer auch ein Ort der Begegnung ist.
🎭 Gäste: Ivan Alboresi & Gustav Rueb
🎙 Moderation: Tom Fluegge & Ann-Christin Lüersen
🏛 Infos: Landestheater Detmold
Transkript anzeigen
00:00:00: Okay, ich würde sagen wir starten jetzt einfach mal in einer neuen Folge von Mein Dettmold der Stadt Podcast.
00:00:06: Ich muss auch langsam und deutlich sprechen heute besonders eigentlich.
00:00:13: Also nach einer kleinen Pause melden wir uns zurück mit der fünften Folge der dritten Staffel.
00:00:19: Heute begeben wir uns auf neue künstlerische Wege für Dettmold mit dem schönen Untertitel wie Tanz- und Schauspiel das Landestheater in die Zukunft führen.
00:00:29: so Und zwar haben wir heute zwei wunderbare Gäste, die wir auch gerade erst kennengelernt haben.
00:00:35: Aber wir haben uns schon verspätet weil wir ganz ordentlich geplaudert haben was ja auch schön ist und zwar sind bei uns Ivan Alborresi und Gustav.
00:00:45: sagt man Rüb oder Röbb?
00:00:48: Röb!
00:00:49: Entschuldigung Rörb?
00:00:50: Alemanischer Name.
00:00:51: Okay Vom Landesteater oder bald vom Landestheater muss man sagen.
00:00:58: Ivan Alborresi übernimmt zur kommenden Spielzeit die Ballettdirektion
00:01:02: am
00:01:02: Landestheater und Intendant in Kirsten-Uttendorf beschreibt ihn als erfahrener kreativen Choreografen, der mit der Ballettkompanie neue künstlerische Wege gehen soll.
00:01:14: Genau!
00:01:14: Was
00:01:15: ist der Wunsch?
00:01:15: Das ist
00:01:16: der wunsch aus Italien stammend und dann mit Engagement unter anderem in Wiesbaden, Ulm und St.
00:01:23: Gallen In Würzburg auch und seit der Spielzeit.
00:01:27: Sechs in siebzehn ist er, muss man sagen noch Ballettdirektor am Theater Nordhausen.
00:01:32: genau richtig.
00:01:34: Und dann haben wir Gustav Ruhr jetzt richtig ausgesprochen gerne übernimmt zur künftigen zur nächsten Spielzeit die Schauspiel Direktion am Landestheater.
00:01:45: aber Die deadmolderinnen oder viele von denen die schon diese Spielzeit im Theater waren kennen ihn vielleicht schon weil Schock hat Peter und gestern Leonis und Lena in Szenierung von ihm waren.
00:01:58: Und Leonis, Lena hatte ja gestern Premiere.
00:02:01: Also gestern muss man sagen war dann der zehnte Mai.
00:02:07: Wir spielen es ja nicht direkt heute
00:02:09: auf.
00:02:09: Das Wetter ist ein bisschen wie im November.
00:02:11: Ja richtig.
00:02:15: In Zürich geboren Philosophie- und Kunstgeschichte studiert in Berlin Und dann unter anderem am Düsseldorfer Schauspielhaus gearbeitet in Kassel, in Bochum, im Lübeck, in Osternbrück.
00:02:31: Im Saarlandischen Staatstheater auch ein Staatsthäater.
00:02:34: Darmstadt Ingolstadt und am Deutschen Theater in Göttingen.
00:02:38: Jetzt ab nächster Spielzeit in Detmold.
00:02:43: Herzlich willkommen an euch beide!
00:02:46: Schön dass ihr hier seid Und durch die Sendung führen an Christine und Tom.
00:02:56: Ja, also ihr beide kommt ja zur... Ich muss jetzt beim Skript immer von
00:03:01: sie
00:03:01: auf ihr wechseln, weil wir uns gerade das du angeboten haben.
00:03:04: Es steht noch sie.
00:03:05: Wenn ich zwischendurch mal Sie sage dann nicht wundern ist es.
00:03:08: Ganz
00:03:09: Wort mit sie auch zurück.
00:03:12: Also ihr kommt zur nächsten Spielzeit neu in künstlerische Leitungsfunktion nach Detmold.
00:03:18: Was war euer erster Gedanke, als klar das Landesteater wird?
00:03:24: Soll
00:03:26: ich anfangen?
00:03:29: Das ist ja ein Prozess!
00:03:32: Es geht ja nicht von einem Tag auf den anderen, dass es dann plötzlich Detmould ist, sondern es war ein Prozess.
00:03:37: der begann bei mir damit, dass ich Kirsten Uttendorf vom Staatsjahr der Darmstadt kannte und irgendwann ich mitbekommen habe, dass Kirsten Intendantin am Lannister de Dettmold wird.
00:03:49: und dann weiß ich noch das ich viele Fotos gesehen habe von Dettmold.
00:03:53: Ich dachte was ist denn dafür ein wahnsinnig schönes Theater?
00:03:56: Was mir gar nicht so bewusst war tatsächlich, dass es in Dettmond so ein wunderschönes auch großes Theater gibt.
00:04:02: Und dann hab' ich mich damit mehr beschäftigt und dann haben wir diese Schocker-Depita Produktion schon verabredet.
00:04:09: Dadurch war ich schon mit Detmold sehr involviert.
00:04:11: Ich habe ganz viele Sachen gesehen, ich bin immer wieder hierher gefahren und fand es immer schöner.
00:04:16: Und dachte das ist ja ein wahnsinnig schöner Ort und einen Ort der sein Theater liebt und schon sehr lange, dass er da so eine große Tradition hat mich sehr schnell irgendwie sehr berührt, dass da so ein Ort ist mit einem schön großen Theater mit einer unglaublich langen Tradition.
00:04:32: So sehen wir dann ins Gespräch gekommen und irgendwann dachte ich ne' ich möchte in dieses Detmolt, möchte dahin findet es toll.
00:04:39: Und das ist für mich ein neuer biografischer Moment auch, weil ich jetzt zwanzig Jahre freiberuflich war.
00:04:45: Daher ist das verändert das für mich tatsächlich sehr viel und ist eine neue, für mich persönliche Neue Anfang.
00:04:51: Und ich denke, wie sehr freueend, wo ich sehr neugierig bin, wie das weitergeht.
00:04:57: Kann
00:04:57: man machen?
00:04:58: Wie war's bei dir?
00:04:59: Vor mir war ein bisschen kurzer, wir müssen schneller das Ganze.
00:05:02: Ich kannte Dettemont gar nicht eigentlich, ich kannte nur, wusste was gibt's in Theater, aber nicht mehr als dass.
00:05:08: Als sie gefahrt wurde, ist meine erste Entscheidung.
00:05:11: Erstmal muss ich die Stadt sehen und das der Atter sehen... ...und dann kommt halt.
00:05:16: zweite Punkt ganz wichtig.
00:05:17: Ich muss mich verstehen mit der Intendante in dieser Falle Intendantin,... ...weil wir nicht beide eine gleiche Level sind.
00:05:25: Das wird es gar nicht funktionieren.
00:05:26: Und mit Kerstin habe ich geliebt ihre Offenheit und ihre direkte Art.
00:05:31: Wir haben ähnliche Geschmack und deswegen dachte ich so, dass wird!
00:05:35: Und deswegen habe ich so als ich sie erfahren habe, Detmold wird.
00:05:39: Das ist aber große Freude und Respektfreude, das ist so was Neues weil sonst würde ich normal in Nordhause noch mal bleiben.
00:05:48: Aber Respekt, Freude auf diese neue Stadt und Respet weil es eine große Verantwortung immer wenn man kommt in der neuen Stadt und man muss sie neu beweisen und etwas neues aufbauen sozusagen.
00:06:01: Wie habt ihr euch in Detmold bislang eingeliebt?
00:06:04: Also ich habe gerade schon erfahren, Ivan du bist schon hingezogen.
00:06:09: Du Gustav bis noch auf der Suche nach einer Wohnung aber ihr seid jetzt ja schon ein bisschen hier.
00:06:14: was habt ihr schon entdeckt in Detmal?
00:06:16: Also für mich ist es ein bisschen logisch weniger als Gustav hier Aber ich bin seit ich das erfahren habe dass ich überlegt werde zu ihrem Detmolt.
00:06:27: logischerweise weil er öfter wegen Termine und so.
00:06:29: Und dann bin ich in den Theater und suche Wohnungen, eine Wohnung habe ich schon.
00:06:35: Was ich wunderbar finde... Ich hab immer ein Gefühl von Urlaub wenn ich hier in der Tat bin.
00:06:41: Die Leute sind so... die haben so eine Leichtigkeit und das finde ich ganz faszinierend und das mag ich sehr gerne.
00:06:48: Und was ich spüre, wenn ich im Theater bin Die Leute lieben Eigentheater.
00:06:53: Das ist tatsächlich diese Herzblut, die MitarbeiterInnen aber auch dem Publikum weil ich habe kurz mit ein paar Leuten getroffen und ich dachte so, die waren halt so in und weg fürs Theater.
00:07:03: Ja.
00:07:03: Deswegen hab' ihr die Wohnung bekommen!
00:07:06: Das ist sehr gut?
00:07:08: Ich hab das ja endlich erlebt wie immer... Ich hatte jetzt schon zwei ganze Produktionsphasen hier, ich war jetzt so zweimal sechs oder sieben Wochen im Stück.
00:07:17: Hier werde weniger einmal im Winter und einmal im Frühling und hat beide Jahreszeiten wirklich sehr schön hier empfunden.
00:07:23: Und ich finde auch die Stadt als sehr gelassen und sehr freundlich und sehr, sehr interessiert auch.
00:07:31: Und ihr findet es auch so dass das Theater selber auch die Mitarbeitenden des Theaters sehr für ihr eigenes Haus brennen.
00:07:38: Und da wirklich, das ist ja auch ein wahnsinniger Output, den dieses Haus hat.
00:07:44: Sehr beeindruckend und da war ich jetzt schon irgendwie so Teil davon durchschockert Peter.
00:07:50: Durch Leon St.
00:07:51: Lena habe ich jetzt auch schon zwei verschiedene Formate kennengelernt.
00:07:54: Einmal das große Haus und einmal den Hof der auch eine sehr spezielle, sehr froh, dass wir gestern dann eine wahnsinnig schöne Premiere hatten.
00:08:01: Und in diesem Sommer zu viele Vorstellungen laufen werden... was zu trinken.
00:08:07: Da kann man etwas essen, sehr schöne leichte sommerliche Atmosphäre ist da und ich ganz toll finde für Theater.
00:08:14: Es ist ja das Theater mitten in der Stadt als Gebäude.
00:08:19: aber ein Theater sollte hier auch über das Gebäud hinaus mitten im Stadts sein also wirklich mitten an der Stadtgesellschaft.
00:08:25: Ich habe gerade schon gesagt oh ihr beide gesagt dass ihr einen Eindruck habt die Deadmolderinnen sind doch interessiert.
00:08:31: Aber was würdet ihr sagen, was muss ein Theater heute leisten damit es wirklich mitten in der Stadt ist sozusagen?
00:08:39: Ich glaube woran wir und meiner Meinung nach fast alle Theater immer mehr arbeiten ist wirklich dass wir da Schwellen Ängste abbauen.
00:08:48: Ich finde Theaterbrauch hat viele verschiedene Aufgaben für viele verschiedene Menschen.
00:08:52: ich find das ist einmal sehr wichtig.
00:08:55: Meiner Meinung nach sind alle Menschen im Theater willkommen die dahin möchten.
00:08:59: Man kann aber da unterschiedliche Dinge erleben, das ist glaube ich für mich sehr wichtig.
00:09:02: Ich glaube wenn jemand auch das Bedürfnis hat gerade in diesem schönen Theater, sich schön anzuziehen und ein Gefühl zu haben dass man jetzt irgendwo in einem repräsentativen Ort ist dann finde ich kann diese Person genau so erleben wie jemand der sagt mir ist es alles völlig egal?
00:09:23: Ich will nur hingehen um etwas zu sehen Schauspielerinnen, Tänzerinnen und Sängerinnen zu sehen.
00:09:29: Die zu bewundern die toll zu finden mich interessieren.
00:09:31: nur diese Inhalte oder wie ich da angezogen bin ist mir völlig egal.
00:09:35: also diese Niederschwelligkeit ist meiner Meinung nach total wichtig für Theater heutzutage das ist eine thematische Vielfalt bietet und nicht als Elfenbein Turm wahrgenommen
00:09:45: wird.
00:09:47: Ja, und ich glaube mir ist auch ganz wichtig diese Offenheit.
00:09:50: Dass das Theater offen ist für jeder und jeder soll neugierig werden an was passiert dann Theater?
00:09:56: Das es bleibt aktuell dass wir nicht nur nicht verstaubt werden, dass nicht musualen werden und das bedeutet nicht, dass die Tradition verneigt.
00:10:05: Aber es ist wichtig als Tradition oder alte Stücke mit neuen Brillern schaut, mit der neue Gewand kann interessant sein für unsere neue Publikum, weil wir müssen immer unsere Palette von der sechsjährigen bis untertjähriger oder unterzehn.
00:10:24: Heutzutage kann man das sowieso älter und das ist unser Anspruch glaube ich dass wir offen sind vor jeder und jeder findet was bei uns im Theater Es ist wie eine riesige Supermarket, wo jeder kann was sie findet.
00:10:38: Wenn ihr möchte Schauspiel oder Tanz oder Musik oder Oper oder Operette und jeder fühlt sich angesprochen von etwas und das neugierig bleibt.
00:10:46: Das ist wichtig!
00:10:47: ist glaube ich auch sehr wichtig, weil meine Erfahrung ist natürlich sind viele junge Menschen damit ihren Eltern und das sind glaube ich die Leute, die immer wiederkommen.
00:10:57: Weil sie einfach schon sehr jung dran geführt wurden.
00:11:00: aber natürlich möchte man auch die Zielgruppen erreichen, die vielleicht nicht in der Kindheit das Geld hatten um ins Theater zu kommen und ich glaube da ist natürlich die Außendarstellung auch wichtig.
00:11:11: was ihr beide sagt finde ich super interessant.
00:11:16: auch erscheinen möchte, dass man eben zugänglich ist und sich nicht wie im genannten Elfenturm verschand.
00:11:21: Das ist gut zu hören.
00:11:23: Ich glaube auch was für mich am Theater wirklich wichtig ist, ist das wir auch inhaltlich nicht den Menschen das Gefühl geben sollten, dass sie zu blöd sind und irgendetwas nicht verstehen oder dass sie mit unglaublichen Vorkenntnissen von Kanon oder Stücken, nur dann haben sie da eine Freude.
00:11:46: Das ist glaube ich total wichtig dass wir das vermitteln, dass wir den Menschen auch ein gutes Gefühl geben.
00:11:53: wer viel weiß und schon mehr gelesen hat und vielleicht mehr gesehen hat der hat dann vielleicht noch mal die ein oder andere Erlebnis mehr.
00:12:03: aber Auch Menschen, die jetzt nicht genau wissen wie das jetzt mit dem Schiller damals genau war sollten da unbedingt auf ihre Kosten kommen.
00:12:11: Das ist ganz wichtig.
00:12:12: Aber vielleicht auch nicht mehr aber anders ein anderes Leben.
00:12:20: zuverkopft als Publikum in eine Forschung reingeht, verpasst alles was sie tatsächlich mit Gefühle oder manche Sachen analysiert.
00:12:30: Deswegen ist es wirklich nicht schon jeder kann etwas finden.
00:12:34: ich glaube in einer Forschung.
00:12:36: Es muss nur er muss nur offen dafür sein und sie einfach keine Angst etwas nicht zu verstehen oder was falsch zu verstehen.
00:12:45: was ich immer sage zu der publik sage jeder hat recht Wenn die ja bis so empfunden, das genau so sollte sein.
00:12:51: Es gibt nicht bevor.
00:12:53: gemundelt werden ist nie schön und deswegen sollte man auch in Theater so betrachten.
00:12:57: meinerseits
00:12:58: Das ist eine super Überleitung.
00:12:59: Wir hatten ein paar Fragen noch an dich.
00:13:02: Ivan.
00:13:02: ja speziell Du hast ja als Tänzer angefangen bist immer noch Tänze?
00:13:09: Nein!
00:13:10: Nicht
00:13:11: mehr!
00:13:11: Nein nein nein Gott sei Dank nicht.
00:13:13: Und dann als Choreograf und Ballettdirektor dann arbeiten.
00:13:18: Wann hast du gemerkt, dass da vielleicht noch was mehr ist sozusagen als das Tanzen?
00:13:24: Dass du leiten möchtest oder führen möchtes.
00:13:26: Gestalten möcht es anders?
00:13:28: Eigentlich sehr früh.
00:13:31: Ich habe gedacht ich möchte etwas dazu sagen, was extra sagen.
00:13:35: Das habe ich tatsächlich sehr früh gedacht schon Anfang zwanzig mit der Zwanzig und dann gab's diese Plattform mit jungen Choreografen innen und deswegen man konnte sie ausprobieren.
00:13:46: Dann hab' ich oft Als Choreografio im Schauspielstückpositionen war ich angefragt oder bei den Opern und das fand ich super schön, weil deswegen interessiert mich auch.
00:13:55: Ich fand es so spannend wie andere sparten Arbeiten!
00:13:58: Und deswegen liebe ich wieder in einer drei Spalten aus zu sein, vier Spalten raus wäre es so gesagt.
00:14:03: Weil es ist eine wunderschöne Aussage... Und deswegen, ich glaube meine Art zu Choreografie ist tatsächlich ein Mischung geworden.
00:14:10: Zwischen Musik, Theatertanz und Schauspiel weil... Ich war so oft mit den Schauspielen Beteiligt als Tänzer und als Choreographer dass ich die Bitte sich weise diese andere Weg dramaturgische Stück zu sehen um das nicht nur körperlich aber auch dramaturgisch anderszuentwickeln.
00:14:30: und deswegen war es sehr früh klar und nach zwanzig Jahre Karriere habe ich einen Jahr Freischaffende wo Ich war Loparderis in Erfurt, engagiert als Regisseur oder als Choreografer in Nulm und so.
00:14:42: Es war super gebucht und dann habe ich diese Möglichkeit als Direktor bei den Direkten in Nordtausend bekommen und dort seit zehn Jahren lang.
00:14:51: Und ich habe ja entwickelt meine Stil- und auch meine Komponie dort.
00:14:57: Und diese Mischung war ja vielleicht immer schon irgendwie auch etwas was dich interessiert hat?
00:15:01: Du wurdest ja vorgestellt, als jemand der viele Klassiker in Nordhausen neu interpretiert hat.
00:15:06: Also auch da vielleicht wieder die Mischung aus dem was war und dem was mit dem Material
00:15:10: passieren?
00:15:11: Genau!
00:15:11: Das ist so... Ich sage immer so meine Aufgabe ist tatsächlich etwas für jeder was zu machen wie meine Antriefe das seht ihr es so Und ich möchte jemals mitnehmen und ich möchte jedes was findet bei mir.
00:15:25: Und deswegen auch der Plan von dieser Spielzeit ist ein Klassiker und dieses Jahr okay, so ein bisschen gemischt aber.
00:15:30: So dass die anderen etwas abstrattern.
00:15:32: Aber was ist abstratt?
00:15:34: Abstratt wird selten immer was, egal ob eine Geschichte vorgegeben wird oder nicht.
00:15:40: Und die Choreografie bleibt ähnlich.
00:15:42: Es sind nur die Hülle außerhalb.
00:15:44: Das eine ist etwas vorgegangen und das andere ist jetzt erfunden.
00:15:49: Aber bei den Klassikern für mich ist es interessant weil ich versuche immer erstmal... Die Klassiker wurden gemacht von großer Kompanie, keine Ahnung.
00:15:57: Von La Scala oder Opera de Paris oder in Russland oder Borscheu.
00:16:02: Aber das ist erst mal uninteressant für mich weil oft bei Englische Balletten sehr oberflächlich die Stoffe behandelt.
00:16:10: Weil man muss den Sole machen für die Solo-Tänzerin.
00:16:12: Man muss der Gruppetanz für den Gruppen-Tenz erinnern und das mache ich alle komplett weg weil alles tatsächlich mir geht.
00:16:20: zu der Geschichte, was möchte ich erzählen?
00:16:22: Was interessiert mich von dieser Geschichte?
00:16:23: zum Beispiel jetzt habe ich gerade die Giselle gemacht neu.
00:16:28: Was ist wichtig in Gisellen?
00:16:30: Das möchtest du wieder geben und da kommen logischerweise diese ganze überflüssige Tanzen wo tatsächlich es nur Fühlmaterial wird weggenommen und tatsächlich wir auf einen Brennglas dass man einfach sich konzentriert als das Wesentliche und das andere Gefühle wird er auch weggenommen.
00:16:50: Weil heutzutage von uns Pantomimi wird ein bisschen komisch, finde ich.
00:16:54: Also für mich, wenn jemand das pantomimische Ballett macht ... Ich denke so ist es selten weil es so weit weg von mir.
00:17:00: aber über Gefühle muss immer noch sehr nahe.
00:17:03: Weil jeder von uns fühlt was egal ob positiv oder negativ ist.
00:17:07: Ob Sache langweilt sie nicht?
00:17:08: Das ist ja auch eine Sache!
00:17:10: Das ist der Tod in den letzten Weilen.
00:17:11: Wie ist das mit dem ganzen Ensemble?
00:17:14: also das musst dann ja auch mitgehen.
00:17:15: Wenn jemand kommt und sagt ich mache die Dinge jetzt anders ist ja einmal derjenige, der führt oder diejenige und dann ist das Ensemble da was auch mitgehen muss.
00:17:24: Was eine gewisse Stärke ausdrückt, dass du nicht hinterher sagen musst, das war meine Idee aber so richtig gut umgesetzt ist es dann nicht.
00:17:33: also wir nehmen mal die Leute dann mit.
00:17:35: Also ganz wichtig für mich meine Arbeitsunweise mit der Tänzerinnen, es ist nur eine Austausche unter einen Dialog zwischen uns beide.
00:17:42: Ich werde nicht sagen du musst jetzt in den Glas nach rechts tun ohne zu denken ich werde dir erklären warum du tust und dann kommen.
00:17:48: wir sehen zusammen wie wir das bewegen können.
00:17:50: diese Glasse gibt tausend Wege und alles sind richtig aber man muss sehen was für mich passt zusammen mit dem Mensch dass gerade das tut Und mit der Kompanie.
00:17:59: hier werden sie sehen wie es ist.
00:18:00: ich werde kommen mit fünf neuen bei die Tänzern Außer, dass die mir schon tanzen und meine Arbeit kennen.
00:18:07: Logisch weiß ich es ist wichtig weil jeder Choreograf innen hat ein anderer Stil eine andere Art und Weise mit dem Körper umzugehen und auch mit der Dramaturgie umzugeben Und deswegen brauche ich erstmal Leute das meine Arbeit können.
00:18:22: Sonst würde ich einfach brauchen zwei Jahre und das was zu wiederzuentwickeln Weil es ist wie Sprache.
00:18:29: Jeder Sprache hat einen Inluenz Ja, wie ein Dialekt oder besser gesagt.
00:18:34: Wir müssen uns vorstellen, Tanz hat sehr viele Dialekten und jeder spricht einen Dialekt davon.
00:18:40: Und deswegen, dass ich meine Herausforderung tatsächlich mitzunehme, die Känzer ihnen das hier bleiben, mit mir und meiner Sichtweise zu interpretieren.
00:18:51: Aber tatsächlich ist wirklich ganz wichtig eine Austausch.
00:18:54: Es wird für mich ganz wichtig nicht gesagt man muss so was machen.
00:18:58: wir werden jetzt darüber sprechen Das muss nicht leer sein.
00:19:04: Dann ob der Publikum versteht oder nicht, das ist da zweitrangig.
00:19:08: Aber es wichtig, dass ein Status State of Mind von den Pensionen ist.
00:19:11: Es ist richtig, dass sie wissen was ich tun möchte.
00:19:14: Dass mich beliebig wirkt.
00:19:17: Gut zu hören, dass du alle versuchst mitzunehmen und dass ihr gemeinsam etwas auf die Beine
00:19:22: stellt?
00:19:23: Das eben schon gesagt, die Emotionen sollen natürlich rüber kommen.
00:19:27: Was kann der Tanz noch ausdrücken, was vielleicht in der Sprache... so nicht möglich ist oder auch gar nicht so vielseitig möglich ist?
00:19:36: Ich glaube mit dem Tanz, was kann Tanz anders als die Sprache?
00:19:42: erst mal kann jeder erreichen.
00:19:44: Egal welche Sprache du sprichst.
00:19:45: also man muss nicht eine Schwacke kennen und deswegen ich schon diese Barriere welche Sprache gerade auf der Bühne stattfindet ob Englisch Deutsch oder Italienisch das ist zweitrangig ist egal.
00:19:58: Und zweites, ich glaube manche Atmosphäre.
00:20:00: Manche Gefühle... Tanz kann nicht besser sein, weil es nicht ein Wettbewerb zwischen Sparaten ist, aber anders darstellt manche Gefülle ohne plakativ zu sein.
00:20:14: Weil es manche Fühle, wie wissen wir?
00:20:17: Wir bewegen uns etwas von innen und wir können das einfach mit dem Körper sofort ausdrucken starten mit Sprachen, weil manchmal habe ich diese Gefühl, ich weiß nicht, wie ich das erklären kann!
00:20:27: Und mit dem Körper kann man tatsächlich einen Weg.
00:20:29: Ob der andere das versteht, ist was anderes.
00:20:31: Aber erstmal man versucht und eine Atmosphäre, die Tanzkern einfach anders aufbauen.
00:20:38: Weil man kann viel mehr mit Geräusche oder mit Wobei ich habe auch in den Lernzlinien die Generalprüfung gesehen aussaugen Mit Geräuschen, mit Musik, Arbeit.
00:20:48: Ja aber mit der Atmosphere, ja glaube ich, dass es so... Was der Tanz macht, dass jeder erreichen kann.
00:20:55: Hat sich das verändert eigentlich, würde ich sagen?
00:20:57: Wenn du jetzt zwanzig Jahre zurückblickst verstehen... also bezogen aufs Publikum.
00:21:03: Versteht das Publikums heute Tanz besser oder schlechter?
00:21:07: Ich würde nicht sagen besser und schlechter.
00:21:08: Ich sage immer zu meinem Publikuum, dass es jetzt wieder deinem Deckmulier sein wird.
00:21:13: Es ist wie sie in der Fall eine Reise, so wie ich.
00:21:16: Ich bin nie angekommen wo ich mein Stil ist Und ich mache diese Reise mit dem Publiker zusammen Und was nie gut ist von meiner Seite, jemanden von den Zug wegzustoßen.
00:21:29: Was man hier muss jemand mitnehmen und dann braucht ein bisschen Zeit und Geduld und man muss einfach zusammenwachsen.
00:21:35: Man muss ja auch die Zeit geben, das ist wie eine Beziehung.
00:21:38: Am Anfang werden sie kennen zu lernen und dann langsam weiß man, ah, was die andere möchte, was der andere meinte damit?
00:21:47: Dann kann man sich besser zusammenentwickeln.
00:21:50: Man wird merken, dass nach zehn Jahren oder fünf Jahren, was auch immer, bewegt man da zusammengemacht hat.
00:21:57: Wo man sie gekommen ist.
00:22:09: Du bist jetzt ja ab nächstem Jahr, ab August glaube
00:22:14: ich?
00:22:14: Genau!
00:22:14: Das ist mein erster Arbeitstag.
00:22:17: Was würdest du sagen, was soll so das Det Mol der Publikum in der ersten Spielzeit mal erleben?
00:22:22: Eher etwas Vertrautes mit einer neuen Perspektive oder gleich schon das Du wusst unbekannte sozusagen.
00:22:28: Nein nein, bewussten und bekannt ist nie gut!
00:22:30: Also tatsächlich ich finde es ist tatsächlich... Ich kann das sagen, oder?
00:22:37: Was passiert wird?
00:22:38: Ja, wir strahlen diese Sendung nach dem offiziellen Präsentamin aus.
00:22:42: Wunderbar!
00:22:43: Von daher kannst du alles sagen.
00:22:44: Dann ist es wunderbar.
00:22:45: Ich fange mit einem Ballettgala an wo tatsächlich das Publikum nicht nur hat die Möglichkeit mich kennenzulernen meine Anschrift kennenzulerne aber auch die Tänzerinnen zu kennenzulernen, die Neue weil ich finde ganz wichtig dass der Publikums auch den Mensch auf die Bühne kennt, nicht nur der Tänzer oder die Tänzerninnen.
00:23:03: Und deswegen in diesem Rahmen werden ja auch die Tönzer in Interviews und werden auch was Privates erzählt uns über die Trenzerinnen.
00:23:11: Dazu wird man logischerweise meine Choreografie so, dass man weiß schon welche Reise man geht.
00:23:16: Am Ende des Qualitäts als große Finale bekommen wir dann eine neue Choreographie von der Ravel vom Bolero.
00:23:28: Das macht mir ein großer Klassiker, weil das ist wichtig für die ganze Familie.
00:23:34: Der Nussnacker mit der symphonischen Orchester von Andersen hat er dort.
00:23:42: Und es wird tatsächlich auch da eine neue Interpretation, logischerweise.
00:23:45: Die Musik bleibt gleich, Tchaikovsky.
00:23:47: Nur tatsächlich finde ich auch dort einen Weg diese Geschichte neu zu erzählen, dass sie die Publikum nicht nur schön tanzen aber am Ende was kann erleben?
00:23:59: sagen, ah das hab ich noch nicht so gedacht.
00:24:01: Da kann man auch so sehen und das findest du spannend in dieser AA-Moment.
00:24:05: Und als Doppel habe ich ein doppelt Abend, dass ich Teilen mit einem Gastrograph, einen internationaler Gastrograft Das ist Douglas Lee eine Engländer und Ich finde ganz toll, dass er kommt jetzt nach Detmulte, macht ein neues Stück und wir teilen dann eine Abend über Hermann Hesse weil es unter Pfunzys Jubiläum von Hermann hesse und ich dachte es wäre ein schöner Moment seine Werke zu neu interpretieren ohne Sprache, aber mit Tanz.
00:24:32: Und er werde Märchen von Hermannessen choreografieren und ich werde der Steppenwolf choreografiert.
00:24:41: So dass das jetzt auch vor dem Publikum ist was bekannt man kennt und man kennt dann gar nicht jeder kennt den Name von Steppenwolfe aber man jemals fragt aber weiß um was es geht?
00:24:50: Nein nicht wirklich hast du mal gelesen?
00:24:53: Aber man kennt den Namen und vielleicht hat man die Möglichkeit
00:24:55: auch dort
00:24:57: Sie vielleicht zu identifizieren mit den Steppenwolls in diesem Fall oder zu denken, ah das hat das Grund ja auch so gesehen werden.
00:25:06: Deswegen ist nicht ganz neu aber die Atombweise ist neu und das ist es Hauptsache, der Weg und ich... Es kann abends auf Schorle sein, aber wenn das eine besondere Abendsatzschorle macht, dann trinke ich gerne.
00:25:22: Aber wenn ich am Samstag auf Schorrle und ich trink ein Trink wie immer ist langweilig.
00:25:28: Wunderbar!
00:25:28: Ja, dann freuen wir uns schon auf den Fall.
00:25:31: Genau jetzt hört sich sehr gut an.
00:25:34: Gustav kommen wir jetzt ein paar Fragen noch zu dir.
00:25:39: Als ich mich vorbereitet habe, habe ich gelesen Philosophie und Kunstgeschichte studiert und dann ins Schauspiel sozusagen.
00:25:48: Ich sage jetzt nicht ob das Das Denken prägt, sondern eher wie.
00:25:52: Also es ist ein Unterschied und wenn du jetzt sagst ich mach das klassisch Schauspieler Ausbildung und dann lege ich los oder ich nehme mir sozusagen die Zeit um in Sphären noch mich zu bewegen dass ja die passen sozusagen aber trotzdem was anderes sind
00:26:14: Mein Studium, das ist so lange her.
00:26:21: Ich bin ja in Zürich aufgewachsen und wollte nach Berlin ans Theater.
00:26:27: Das war mein Impuls!
00:26:31: Ich brauchte ja einen Grund, um in Berlin wohnen zu dürfen.
00:26:34: Also habe ich Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften und Philosophie studiert... ...und bin aber ans Theater.
00:26:39: Ich habe nur am Theater gearbeitet, non-stop.
00:26:41: Ich hab Praktika gemacht.
00:26:43: Ich wollte Theaterregisseur werden.
00:26:45: Wusste aber nicht so genau wie!
00:26:47: Und Philosophien und Kunstgeschichten haben mir schon sehr eingeleuchtet dass sich da viel lerne.
00:26:55: Wir reden auch über Bilder im Theater wir bauen Bilder über ikonisches, wir reden auch über wie gestaltet man überhaupt ein Bild.
00:27:07: Und das ist ja durchaus etwas was im Theater natürlich wichtig ist und darum ist glaube ich das Kunstgeschichte-Studium.
00:27:14: für mich war schon sehr wichtig weil ich da einfach Möglichkeiten hatte von morgens bis abends Bilder mehr anzuschauen.
00:27:20: Und ich habe aber ja nicht zu Ende studiert.
00:27:23: Ich bin ja ganz schnell reingegangen in die Praxis und habe Assistiere sehr früh angefangen, zu inszenieren und wurde dann freiberuflicher Regisseur.
00:27:32: Das war eigentlich für mich das Ziel.
00:27:34: Und ich muss auch sagen, ich wollte Mitte der Neunziger in Berlin sein.
00:27:36: Ich wollte dieser Stadt sein wo gerade die Welt einmal sich auf den Kopf gestellt hatte.
00:27:40: Das wollte ich miterleben.
00:27:43: Ja, das war ganz lustig damals tatsächlich!
00:27:46: Und ich hab ja noch mal studiert.
00:27:49: In den letzten paar Jahren habe ich ein Studium an der Fern-Uni Hagen abgeschlossen, weil ich irgendwann besser verstehen wollte über was für Diskurse.
00:27:57: Wir im Theater ja neu sehr viel reden.
00:27:59: Genderdiskurse, postkoloniale Diskurse und habe ja Kulturwissenschaften studiert, weil Kulturw Wissenschaften auch das Studium ist eine mediale Vernetzung mit Behandeln sozusagen.
00:28:13: Das ist etwas, was mir im Theater sehr wichtig ist.
00:28:16: Verschiedene Sparten... Tanz, Medien, Film, Fotografie, Narrationen aber auch rein bildhaftes Sound und all diese Dinge werden in der Kulturwissenschaft sozusagen ja auch durchaus miteinander spartenübergreifend verhandelt.
00:28:31: Das ist ja der Witzenkulturwissenschaften das es die Spaten ein bisschen auflöst sozusagen die klassischen wissenschaftlichen.
00:28:38: Und ich wollte mich über diese Diskurse besser informieren.
00:28:43: Genau Ich hab mein ganzes Leben auf einer Probebühne verbracht.
00:28:49: Wie ist das mit Menschen, mit denen du gearbeitet hast?
00:28:54: Schon als Assistent und dann später wie sehr prägen diese Persönlichkeiten oder ab wann kannst du sagen okay das bin jetzt ich.
00:29:02: also dann irgendwann habe ich es nicht mehr den Einfluss von der prägenden Persönlichkeit sondern jetzt präge ich vielleicht eher Persönliches.
00:29:10: Ja, das ist interessant.
00:29:11: Das dauert schon ein bisschen und ich habe da schon bei sehr starken Charakteren gelernt und assistiert.
00:29:19: Man muss auch sagen in diesem Zusammenhängnis von diesen Regisseuren, wo ich vor allem viel assistiert habe, da habe ich natürlich auch unglaublich viel über die Schauspielerinnen gelernt, die dabei waren.
00:29:30: Es waren teilweise ganz wunderbare Leute!
00:29:33: und habe da die Möglichkeit gehabt, diesen Leuten bei der Probe zuzuschauen.
00:29:37: Und das ist natürlich auch das was unglaublich prägt.
00:29:40: Ich hab von sehr vielen unterschiedlichen Leuten gelernt und ein Punkt, den ich jetzt keine Ahnung zum Beispiel bei Jürgen Gorscht bei dem ich assistieren durfte in Düsseldorf wirklich, wo ich wirklich neu etwas gelernt habe für mich war dass eine Probe eine Freiheit braucht oder diese Freiheit manchmal sehr kompliziert ist für alle auszuhalten.
00:30:03: Weil Freiheit bedeutet nämlich, dass man laufend Dinge nicht so gut macht und dass man Dinge laufent sich auch ein bisschen schämt für das was man da tut.
00:30:13: Und das Auszuhalten und das sozusagen zu befördern, dass eine Probe dafür ist, die Neues herauszufinden über etwas, über einen Moment oder eine Situation wie stellt man das Glas von links nach rechts?
00:30:25: Wie geht man überhaupt auf eine Bühne drauf?
00:30:27: ... können sich Abgründe auftun.
00:30:32: Und das auszuhalten, dass wir nicht immer alles wissen.
00:30:35: Ich glaube viele Leute glauben Regie heißt der Regisseur kommt auf die Probe und sagt du kommst jetzt von links oder rechts... Du machst das so und so.
00:30:43: Das ist nicht so!
00:30:44: Wir sind in einem laufenden Kommunikations- und Aushandlungsprozess über das was wir da finden, was am Ende auf der Bühne stattfinden
00:30:51: könnte.
00:30:52: Ich habe mich gerade noch gefragt, aus Zürich nach Berlin bewusst zu entscheiden, Düsseldorf.
00:30:58: es war ja sicherlich Damals so, dass Berlin kulturell ein anderes Pflaster war als Zürich.
00:31:04: Vielleicht nicht so klassisch, wenn man das zu sagen kann?
00:31:07: Aber was ich mir jetzt gerade noch gefragt habe ist prägt dann der Regisseur mehr als das Theater als der Ort?
00:31:14: also wenn du hier bist verändert sich das Landesteater dann das Schauspiel weil du da bist und nicht weil man vielleicht in Deathmold etwas so tut wie man es tut.
00:31:27: Ich glaube aber schon, Dinge anders tue, als ich sie in einer anderen Stadt tun würde.
00:31:32: Das glaube ich schon!
00:31:33: Also ich glaube gerade auch in Detmold, gerade auch weil wir ein Landestheater sind ist es sehr wichtig dass wir uns mit der Region beschäftigen und das herausfinden was?
00:31:41: Weil wir nicht nur für Detmuld-Täter machen, sondern auch für die Region, für die weitere Region und ja die Gastspiele gehen da sehr weit.
00:31:51: Das ist ein Geben und Nehmen.
00:31:53: Ich glaube ich bringe hier Ideen rein, ich werde beeinflusst von Traditionen von der Gegend.
00:32:00: Ich lerne hier sehr viel kennen, ich vernetze mich habe mich jetzt mit der Hochschule vernetzt was eine unglaublich tolle Erfahrung jetzt war.
00:32:07: wir haben damit Studierenden die haben ein Bühnbild für uns erarbeitet für nächste Spielzeit von Werther und da sie jetzt dieses Studieren kennenzulernen diese Hochschulen kennenzulernt das beeinflusst mich und dass ich glaube das ist das Entscheidende, dass man sich miteinander vernetzt und dass man dich kennenlernt und dann entsteht daraus Theater.
00:32:27: Das finde ich auf jeden Fall schön zu hören, dass das so geklappt hat.
00:32:30: Denn die TH ist ja bei uns auch relativ markant was den künstlerischen Output auch angeht.
00:32:36: Ich war da jetzt vor einer Woche am Rundgang sehr beeindruckt und also alles was dann noch möglich ist war sofort inspiriert.
00:32:43: Robotik usw.
00:32:45: Und wann?
00:32:47: Ich möchte bald einen ersten Roboter auf der Bühne haben und hoffe sehr, dass wir da weiter mit denen kooperieren können.
00:32:53: Ist etwas mich unglaublich interessiert.
00:32:55: Spätestens jetzt wissen Sie es, wenn Sie das
00:32:57: sehen.
00:33:01: Was würdest du sagen?
00:33:02: Das ist eine große Frage jetzt.
00:33:03: Aber trotzdem was macht gutes Schauspiel aus?
00:33:11: Es ist sehr vielschichtig würde ich sagen.
00:33:15: also ich glaube dass Schauspielen kann und so verstehe ich auch ein Thema von verschiedenen Perspektiven beleuchten.
00:33:25: Ich glaube, das ist etwas was wir gesellschaftlich auch brauchen und was wir glaube ich im Theater auch vielleicht sogar wieder ein bisschen zurück lernen müssen weil wir es meiner Meinung nach teilweise ein bisschen verloren haben am Theater Weil wir haben glaube ich ein bisschen übertrieben damit teilweise das Publikum zu belehren mit einer Sichtweise auf etwas.
00:33:45: Und wenn Theater etwas kann und gerade auch antike Stoffe von denen sehr viele inszenierte habe da haben immer mehrere Figuren recht.
00:33:54: Sie haben ihre Rechte, sie haben ihre Meinung aus ihrer Sicht ein Teil der Wahrheit sozusagen und diese Multi-Perspektivität auszuhalten dass jemand ambivalent ist das eine Figur ambivalente ist, dass eine Figure am Anfang Leos und Lega jetzt gerade zum Beispiel gestern Premiere.
00:34:17: Leos ist am Anfang eine sehr unsympathische Figur.
00:34:20: Er ist ein gelangweilter junger Mann, der nicht weiß was er tun soll.
00:34:24: Der nicht weiß wie er mit den Erwartungen seines Vaters umgehen soll.
00:34:27: Das macht ihn zu einem Menschen, der nichts so nette Dinge tut und er dreht sich aber im Laufe der Geschichte.
00:34:34: Er verändert sich.
00:34:37: das kann Theater kann uns erzählen dass die Welt sehr in einen Prisma gelesen werden kann es die welt und auch kompliziert ist auch auf eine schöne Art und Weise.
00:34:48: Und dass es sehr viele unterschiedliche Menschen mit sehr vielen unterschiedlichen Perspektiven auf Welt gibt, und ich glaube das brauchen wir auch gesellschaftlich.
00:34:57: Ich glaube das macht's für die Zuschauerinnen auch viel zugänglicher weil ich weiß nicht wie es euch geht aber man ist es so ein bisschen leid die perfekten Personen zu sehen.
00:35:09: auch was im Fernsehen läuft, das wir aus anderen Medien kennen.
00:35:12: Da ist es ja genauso dass wir dieses glatte nicht mehr haben wollen sondern wir wollen Leute sehen die so sind wie wir die eben nicht nur eine Sichtweise haben die auch mal Fehler machen dürfen.
00:35:22: also ganz wichtig was du gesagt hast.
00:35:26: darf oder muss Theater Schauspiel politisch sein wenn wir jetzt im gesellschaftspolitischen sind?
00:35:33: Ja ich finde schon gesellschaftspolitisch ist aber ein sehr weit gefasster Begriff.
00:35:40: Wir sind alle in eine Gesellschaft integriert, alle Menschen und wir haben alle mit ganz vielen Dingen zu tun die uns betreffen.
00:35:48: Und das Theater wird sich immer mit diesen Themen beschäftigen auf jeden Fall.
00:35:52: also das ist schon etwas was mir sehr wichtig ist.
00:35:55: aber das Theater soll meiner Meinung nach auch ein Narrativ sein und eine Geschichte erzählen und Emotionen transportieren und auch Schönheit transportieren.
00:36:05: Verzauberung transportieren ist ein ganz, ganz wichtiger Teil auch für mich von Theater.
00:36:10: Dass Theater Menschen auch verzaubert und in eine andere Welt entführen kann.
00:36:15: aber wir können fast nicht ohne Gesellschaftspolitik.
00:36:20: Der Begriff gesellschaftspolitisch ist mir jetzt wichtiger als politisch weil das ein bisschen mehr öffnet sozusagen.
00:36:26: Ich glaube auch, dass sollte man nicht belehren.
00:36:28: zuerst Theater.
00:36:29: Es soll einfach Frage stellen was soll dann ein Diskurs aufmachen?
00:36:34: dass man die Leute einfach miteinander sprechen und nicht einfach nur sagen, was ist richtig oder was ist falsch.
00:36:42: Weil ich glaube viele Leute, wenn man hört politisch, man fühlt sich so das sie werden belehrt von uns.
00:36:46: Das ist gar nicht damit.
00:36:48: Man wird nur andere Bilder darstellen, sodass man kann selber seine eigene Bilder infrage stellen oder in nebeneinander stellen, dass man einfach zu nachdenken.
00:36:58: soll er helfen.
00:36:59: Das finde ich ohne, wie gesagt, dass Du musst jetzt das denken, du musst diese Sicht teilen.
00:37:10: Wie möchtet ihr dass Menschen aus euren Stücken rausgehen?
00:37:13: Gustav, du sagst es eher manchmal soll es auch dieses schöne Gefühl sein, dieses erfüllte Gefühl oder möchtest ihr, dass die Leute wirklich außen im Stück raus gehen und nochmal wirklich drüber nachdenken sich mit der Thematik beschäftigen was sie
00:37:27: präferiert
00:37:28: haben?
00:37:28: Beides!
00:37:28: Ja, beides!
00:37:28: Das ist ein welches Stück, ja.
00:37:29: Also komm, wir wissen drauf an welches Stück.
00:37:32: Ich möchte schon, ich habe wirklich diesen Anspruch dass die Menschen sich gut unterhalten fühlen.
00:37:37: Ich finde das ganz wichtig weil Menschen arbeiten vielleicht den ganzen Tag dann gehen die da abends rein zahlen Geld und sie wollen da was erleben und die wollen etwas sehen.
00:37:47: Das finde ich schon.
00:37:48: es sollte unser anspruchs sein das ihnen zu bieten.
00:37:51: Und wenn Sie damit ein paar neuen Aspekten und thematiken Fragestellungen rausgehen wunderbar auch durchaus wünschenswert.
00:38:01: Man liebt sich das etwas nachhaltig hält, also dass da sehr viel mehr nach Hause geht.
00:38:06: man kann dann noch weiter in den Diskutieren oder danach man wacht, man wach auf und denkt, ah stimmt es war nicht schon eine Arbeit?
00:38:12: Oder eine Arbeit wo?
00:38:13: das hat mir meine Sicht aufs Leben ein bisschen geändert.
00:38:16: oder um diese Sicht auf dieses Problem aufgemacht oder zu nachdenken?
00:38:23: Aber ohne diese Musse, oder?
00:38:24: Absolut.
00:38:25: Wenn ihr die Musken nachher machen, ich möchte da sich Leute nach Hause gehen und denke so, es war eine schöne Abend und man fühlt sie mit der Herz voller Liebe.
00:38:33: Und das... So
00:38:34: viele Dinge, die auch im Unterberusten laufen am Theater also Musik zum Beispiel oder auch Tanz wie man ihn dann liest, das ist ja dann... Da passieren so viele Dinge die man manchmal ja auch mit der Ratio gar nicht wirklich verstehen kann.
00:38:51: Also das finde ich schon sehr, sehr wichtig.
00:38:54: Aber es ist halt total wichtig dass es nicht belehrend ist und ich glaube es ist total wichtig, dass man da auch dieses Live-Erlebnis versteht.
00:39:04: Es ist so wir machen live Kunst vor Menschen, die live im gleichen Raum zuschauen.
00:39:10: Und das ist verzaubern!
00:39:11: Das ist die Kraft, die wir vor allem haben und ich bin ganz sicher dass es auch die Kraft ist, die die Menschen in dieser Artik immer wieder neu spüren, dass das etwas anderes ist.
00:39:21: Dass das Live-Erlebnis.
00:39:23: da steht ein echter Tänzer auf der Bühne, der unglaublichste Dinge kann.
00:39:26: Steht eine echte Schauspielerin auf der bühne mit einer richtigen Präsenz
00:39:32: Und jeder Abend ist nicht wie die Abend.
00:39:34: Ja, und jede Abend ist auch ganz sicher, dass die Menschen das spüren wenn sie es tatten.
00:39:40: Absolut.
00:39:41: Und dass ein Moment zusammenkommen.
00:39:42: Ich glaube auch für die älteren Generationen... ...es ist so ganz wichtig.
00:39:47: Ein Punkt wo die Leute zusammen kommen abends, wenn man sich das vorstellt... Frau oder ein Mann, das alleine ist so, siebzig oder achtzig gehen in Theater und treffen jemand anders.
00:39:58: Die haben andere Themen und dass die so tatsächlich kommt.
00:40:01: es ist dann eine Gesellschaft integriert.
00:40:04: Und deswegen ist es so wichtig einen Theater zu haben in einem Stadt.
00:40:06: Der ist so kleiner, der ist so wichtiger als Mittelpunkt von einer gesellschaftlichen Kreis.
00:40:16: Vielleicht noch zum Schluss ein paar Fragen an euch beide.
00:40:20: Zwei Spaten sitzen hier sozusagen, ihr Tanz- und Schauspiel unterschiedlich unterschiedliche Mittel aber trotzdem ihr trefft euch ja auf der Bühne für das Publikum.
00:40:30: wo treffen sich Tanz-und Schauspül?
00:40:32: Wie funktioniert das?
00:40:33: dass das Publikum denkt gehört zusammen.
00:40:43: Du willst sowieso was machen zusammen mit den Tanz, also deswegen schwierig.
00:40:55: Aber nicht schwierig weil es ja eine schwierige Frage ist, ich will dir das so formulieren...
00:41:01: Also mich interessiert am Tanz sehr der im weitesten Sinne performativer Aspekt dass da ein Körper im Raum sich bewegt ohne sozusagen ja teilweise, die auch manchmal im Sprechtheater ein bisschen belastende Lauf ständige Inhaltlichkeit.
00:41:19: Wir haben so einen ständigen Inhaltsversendungszwang am Spreche-Theater und mich interessiert dass Tanz manchmal in etwas Transsidenteres übergehen kann sozusagen.
00:41:34: Noch stärker in sowas Metaphysisches übergehen kann, als dass die Sprache, die dann doch manchmal so an der Logik hängt und am Inhalt hängt usw.
00:41:43: Und da noch mal sozusagen wie ein anderes Layer drüber legen kann.
00:41:47: Mich interessieren Layers sehr im Theater.
00:41:49: Wir müssen multimedial denken auch weil die Menschen das auch so gewohnt sind.
00:41:54: Da können wir nicht hinterherhinken sozusagen.
00:41:57: Das zweite was mich am Tanz wahnsinnig interessiert ist... Der Tanz hat halt etwas geschafft, was wir ja Sprechtheater noch nicht ganz geschafft haben nämlich dass die handele Person viel diverser noch sind sozusagen.
00:42:11: Also mehr Sprachigkeit, Menschen aus der ganzen Welt, die zusammenkommen und das fasziniert mich unglaublich.
00:42:20: Deswegen glaube ich sind da Berührungs- und Ergänzungspunkte.
00:42:24: Also in meiner Stücke, was ich schon gemacht habe, hab' ich oft Text drin auf Deutsch weil ich finde es richtig ist, dass die Sprache auch wenn man auf die Bühne ist verstanden wird ist es halt so, dass ja der Achtzig Prozent von den Menschen das in Theater kommen, verstehen nicht Englisch oder andere Sprachen.
00:42:44: Und es ist wichtig, dass eine Sprache nicht nur da als Klangform aber tatsächlich auch mal verstanden wird und tatsächlich benutzt ihr die Sprache?
00:42:50: Tatsächlich weil ich liebe die Klange der Sprachen!
00:42:53: Jeder sagt immer deutsche so eine harte Sprache.
00:42:56: Ich finde es gar nicht.
00:42:58: Deswegen habe ich bei meinen Stücken oft deutsche Texte drin, weil ich finde einfach so faszinierend.
00:43:05: Ich finde manchmal so, manche Antisern.
00:43:07: Manche Worte passieren etwas sofort in unsere Gehirn wenn wir einen Wort geben und das hilft mir die Absprung dann mit der Choreografie zu nehmen um woanders zu gehen und deswegen finde ich bei Schauspiel zum Beispiel die Sprache so essentiell unwichtig.
00:43:26: Darum kann sich auch diese Suche nach dem anderen gegenseitig sehr befruchten?
00:43:33: Ich würde mich sehr freuen, wenn wir da irgendwie zusammenarbeiten können.
00:43:37: Und das Landeshärte Rettmolis ist aber ein wirklich durchgetaktet Betrieb!
00:43:44: Das ist wirklich irre was da los ist.
00:43:47: Darum sind spartenübergreifende Projekte eine Königsdisziplin zu sagen.
00:43:54: Ja es ist wirklich krone weil er tatsächlich... Als Schauspieler hat es sehr viele, also zwölf Premieren.
00:43:59: Zwölf
00:43:59: Premieren machen wir
00:44:00: jetzt
00:44:01: nicht wenig?
00:44:02: Ja genau deswegen und das muss man alles anpassen.
00:44:05: dann mit dem Tanz.
00:44:06: und in den Tanz braucht ihr das Problem, dass wenn du die Kompanie probiert immer alle zusammen hast oder was so die zwölften Tänzer erinnern und du kannst nicht sagen ich probiere heute der ganze Tag mit nur zwei Personen und deswegen ist es immer kompliziert zu sagen okay gute dann Gustav ich gebe dir jetzt vier Wochen die Hälfte von der Kompanie, weil ich denke was mag jetzt mit den anderen und deswegen das ist so.
00:44:28: das macht organisatorisch ein bisschen kompliziert.
00:44:31: Geht das
00:44:33: step by step vor?
00:44:34: Wir müssen ja nicht alles sofort innerhalb der ersten zwei Wochen.
00:44:36: Genau und wir mussten erstmal glaube auch für mich die erste Spielzeit kennenlernen wie es läuft, wie er hat wollte und wie es ist mit dem ganzen Abstecher.
00:44:46: und dann ist einfacher einen Plan zu haben.
00:44:48: Das ist um Feuerräume zu schaffen, was sie anders machen.
00:44:52: Weil in Planung sind auch für mich andere Galas mit anderen Kompagnen.
00:44:55: Es ist eine junge Choreografie ihnen abends zu machen und deswegen aber das alles braucht eine große Organisation Planung dass hier ein bisschen sehr wie Gustav gesagt hat durchgedacht da ist.
00:45:09: Deswegen muss man warten kurz.
00:45:10: Du
00:45:10: hast gerade schon angesprochen du musst die Strukturen auch erst mal kennenlernen.
00:45:15: Die Frage geht auch wieder an euch beide, wie ist das in bestehender Strukturen zu kommen?
00:45:21: Inwieweit sollte und kann man seine eigene Handschrift einbringen.
00:45:25: Wie schwierig ist das?
00:45:27: Bist du erst mal da?
00:45:29: Also ich versuche jetzt einfach ein paar Sachen neu zu machen sozusagen.
00:45:38: Das Landesteuer hatte immer zehn Premieren bis jetzt, also das Schauspiel Drei im Großenhaus Vier im Grabehaus und zwei im Sommertheater.
00:45:47: Und eine im Hof, das sind mal die zehn Premieren.
00:45:51: Wir machen jetzt nächste Spitze zwölf Premieren wir machen noch einen zusätzlichen Stadtraum was eine Sache ist, die mir sehr wichtig ist möchte eigentlich jedes Jahr dass eine Produktion in einem anderen Ort in oder um Deathmold herum rauskommt.
00:46:06: nächstes Jahr ist es ein Stadtspaziergang auf den Spuren jüdischen Lebens in deathmold.
00:46:11: Das ist so eine Art anderes Format, dann machen wir noch eine Produktion in dem wunderschönen Restaurant.
00:46:16: Vor je eine kleine Produktion eben das ist die in Kooperation mit der Hochschule hier und wir öffnen unsere Kantine fürs Publikum.
00:46:26: Wir machen regelmäßig alle paar Wochen einen Abend wo unser Schauspiel-Aussober Eigenkreation kleine Stücke zeigt.
00:46:34: da geht es aber vor allem darum dass man eben auch wie du vorher gesagt hast die den Menschen Schauspieler kennenlernen kann noch stärker, da kann man dann auch hinterher noch bleiben und etwas trinken.
00:46:47: Wir bauen den Grappepreis aus so dass es eine parteizipative Veranstaltung ist wo das Publikum mit einem Preis bestimmt.
00:46:55: Es gibt einen Publikumspreis vom Grappeptreis der ein bedeutender Dramatikerinnenpreis ist.
00:47:02: Das sind meine Versuche wie ein bisschen das System zu öffnen sozusagen, ein bisschen mehr in die Stadt noch hineinzugehen.
00:47:12: In die Region hineinzugehen und da sozusagen neben dem was wir natürlich sowieso machen nämlich diese zehn großen Prämieren noch mehr Dinge zu machen.
00:47:22: Ein toller Ansatz um auch an neue Zielgruppen ranzukommen.
00:47:25: Absolut genau!
00:47:27: Und bei mir bei der Amtsung zum Beispiel ist so dass logisch muss man sehen wie es alles funktioniert und was Neues sein Wert ist?
00:47:35: Wir haben eine Tanzvermittlung eine sparte Stanz.
00:47:37: Das ist ganz wichtig für mich, weil tatsächlich wir haben jemanden das auch für die Schule reingeht oder wir haben öffentliche Training für alle oder ein Movement Club, so Tanzmitz.
00:47:50: heißt das dann wo jeder kann mitmachen und dass es tatsächlich.
00:47:54: es ist wichtig weil auch da wir keine Sprache barrieren also tatsächlich jeder kann Mit machen und an tatsächlich es geht auch darum um die Tanzvermittlung dass man auch jeder fühlt sie angesprochen von Tanz.
00:48:06: Dass diese Art, oh ich verstehe es nicht was Sie machen weil die bewegen sich nur, dass vielleicht dieser Barriere wieder ein bisschen abgeschwächt.
00:48:14: Das ist so eine Lezieh sozusagen.
00:48:18: Vielleicht daran anschließend noch immer das Thema Budget und was man umsetzen möchte wie schwierig ist das?
00:48:25: Also ich glaube Kultur da sind wir uns alle einig ist wahnsinnig wichtig.
00:48:29: trotzdem bekommt vielleicht die Kultur nicht immer das Budget... gerne zur Verfügung stehen sollte.
00:48:37: Wie schafft ihr das?
00:48:38: Also wie schafft er diesen Spagat auch zwischen einerseits irgendwie auch Dienstleister sein und andererseits künstlerisch, dass umsetzen was man möchte?
00:48:49: Ich glaube, da sehe ich alles meine Aufgabe.
00:48:51: Das
00:48:52: funktioniert muss... also ich bin noch so ein Mensch, dass ich werde nicht einen Kredit in dem Fall so etwas machen, dass sich nicht leisten kann.
00:49:01: Man muss es einfach anpassen, der Spielplan logischerweise wenn man hat mehr Geld.
00:49:06: Man kann viel mehr machen und aber was man hat, man versucht das besser auszumachen.
00:49:12: Ja absolut also dass die Theaterleute waren immer schon auch sozusagen Provisationskünstlerinnen.
00:49:22: da gilt es immer wieder ich glaube auch Kooperation sind wichtig und da Möglichkeiten auszuloten Ja, man hilft nicht.
00:49:36: Man muss mit was mein Naht das Beste ausmachen und ich glaube wir besuchen beides.
00:49:43: der Ziel.
00:49:44: Jetzt ist ja auch Detmold.
00:49:45: ihr habt sie gerade schon gesagt hier passiert viel und es ist glaube ich auch ein interessiertes Publikum.
00:49:51: Es gibt ja auch zum Beispiel die Theaterfreunde den Förderverein die ja viel ehrenamtlich bewegen also auch viel dafür sorgen dass Da sind wir wieder am Stichwort finanziell, dass da auch was passiert.
00:50:04: Und da ist ja ganz viel Engagement.
00:50:07: Dann gibt es – ich habe mal geguckt, ich glaube in der Spielzeit XXXIV war das – hundertseitigtausend Besucherinnen und Besucher.
00:50:16: Das ist ja auch schon einmal eine Zahl!
00:50:17: Aktuell sind es knapp unter fünf tausend Abonnenten.
00:50:26: lernt das ja gerade erst kennen.
00:50:27: Gustav, du kennst das mal hier schon diesen Anspruch.
00:50:30: Merkt man da etwas?
00:50:31: Dass es doch einen gewissen Anspruch gibt der auch ein Ansporn ist.
00:50:39: also Ja Das ist klar dass das Publikum hat auch einen Anspruch zu haben.
00:50:44: Es ist völlig richtig die wollen dahin gehen und was schönes erleben.
00:50:47: ich finde was für mich neu ist Ist eher so der Anspruch des Gastspielmarktes.
00:50:53: Das ist etwas was ich sozusagen neu kennenlerne und damit hatte ich bis jetzt nicht viel Berührung.
00:51:00: Und ich finde das aber auch total interessant, weil auch das fördert meiner Meinung nach dieses Denken dass man aus diesen elfenbein Turmen irgendwie gar oder gar nicht essen diesen Elfenbeinturm hineinkommt, weil man immer darüber nachdenken muss, dass das viele Menschen interessiert was man da tut in verschiedenen Orten.
00:51:18: Ich finde, kann es nur für mich persönlich sagen.
00:51:20: Ich find's unglaublich dass jetzt mein Schocker Peter Ewald schon von Nord bis Süd in Deutschland, da ist bald zwei Vorstellungen führt bei Nürnberg und das war schon was an der dänischen Grenze... Das ist cool!
00:51:32: ...das ist total cool, das ist total schön und es hat auch etwas von so einem Theater Als Gedanke, dass man eben reist.
00:51:41: Dass man einen neuen Ort sich erobert.
00:51:43: Dass auch ein anderes Publikum an einem anderen Ort, den einen gar nicht kennen, irgendwie auch erobert und das kann man ja nur durch gutes Spielen machen sozusagen.
00:51:52: Und das finde ich total schön... Also ich bänke nicht so viel über die Erwartungshaltung nach sozusagen.
00:51:58: Das ist jetzt nicht so mein Thema sonst muss ich sagen.
00:52:01: Ich versuche da Gutes derde zu machen mit den Leuten zusammen.
00:52:06: Und von mir ist sehr einfach das Positiv, dass so viele Leute interessiert sind fürs Theater.
00:52:10: Und meine Allgäuze ist einfach eine neue Zuschauergruppe tatsächlich zu gewinnen für's Theater.
00:52:17: Ihr habt gerade schon ein paar Sachen gesagt, die ihr gerne machen würdet.
00:52:20: trotzdem wenn ihr jetzt mal so unabhängig voneinander überlegt gäbe es was was unbedingt in Detbold mal auf die Bühne müsste?
00:52:28: Was wäre das wenn das sowas gäbe?
00:52:33: also Ich glaube, das ist etwas, was mich interessiert.
00:52:38: Ich suche da sozusagen Wege, mich mit Grabbe weiter zu beschäftigen weil Grabbe wirklich ein so interessanter Autor der aus Detmold kommt, der natürlich bekannt ist, der aber so bisschen Vergessenheit geraten ist, weil er auch wahnsinnig kompliziert ist.
00:52:52: und wir sind jetzt mit diesem Grabbepreis weiter zugange und mein Thema sind ja sehr starken Überschreibungen also die die herangehensweise an klassische Texte, dass da neue zeitgenössische Autorinnen sich mit diesen Texten beschäftigen für heute.
00:53:11: Und das würde ich gerne mit einem Grabestück machen oder mit mehreren Grabestücken.
00:53:15: Das ist so etwas was ein bisschen länger im Vorlauf braucht.
00:53:19: Diesen Grabe zu nehmen und zu gucken, was ist da?
00:53:22: Da ist unglaublich viel Interessantes bei Grabe den wir heute neu zu adaptieren.
00:53:29: Das wäre etwas, was ich unglaublich gerne machen würde damit der Autor nicht komplett verschwindet, weil er droht ein bisschen von den Spielplänen komplett zu verschwinden.
00:53:38: Ich glaube da ist aber was ganz Interessantes zu holen.
00:53:42: Okay!
00:53:44: Für mich tatsächlich... ich muss erst mal sehen wie es läuft und wie das Publikum ist.
00:53:48: Wie gesagt, du hast dir schon Glück, etwas zu engineerzen haben.
00:53:54: Du hast mehr dieses Gespürt, was die Publikums möchten oder was sie wünschen.
00:54:01: Ich glaube, ich muss noch mal warten.
00:54:04: Ich habe immer so viel Idee und was mir wichtig ist tatsächlich, dass wir immer etwas Neues machen – das Uraufjungen!
00:54:09: Ich möchte gerne, solange es geht mit meiner Fantasie, immer etwas neues machen und nicht Stücke, was ich schon gemacht habe, reproduzieren.
00:54:19: Auch wenn's immer schwieriger wird, weil da einfach über fünfzehn Jahre als Kolograf schon arbeitet.
00:54:27: logischerweise hat sehr viele Stücke gemacht Aber meine Anspruch ist immer, was neu zu suchen und passend für die Spielzeit.
00:54:37: Also immer so abwechselnd sozusagen.
00:54:39: Zum Beispiel jetzt, ja wir haben den Blockbuster über eine erste Spielzeit, wie werden und was anders?
00:54:42: Logisch weiß ich nicht, wie er es angedienen kann.
00:54:45: Und das sind wir so abwechseln, dass man auf diese Reise, was hier davor gesagt habe, wir machen um zu sehen, wie schnell das geht oder wie langsam.
00:54:56: Es gibt keinen Plan eigentlich!
00:54:59: Du hast eben gesagt, du musst erstmal schauen was das Publikum sich wünscht.
00:55:04: Andersrum gefragt, was wünschst ihr euch denn von eurem Publikuum?
00:55:07: Also soll das Publikum Neugierde mitbringen, soll das Widersprüche einfordern, Vertrauen in euch mitbringen... Was wünscht ihr
00:55:16: euch?
00:55:16: Für mich ist es muss Neugiers sein, offen sein und ich bin auch offen immer so für einen Diskurs, wie wir da bestimmt machen sollen Nach der Vorstellung, wo auch die Publikum offen mit mir sprechen kann.
00:55:34: Ich bin ein zugänglicher Mensch und das ist eine Leute, die mit mir sehr gerne sprechen.
00:55:38: Und ich habe immer noch einen Hörer dafür.
00:55:41: und ich finde es auch wichtig wenn die Leute sagen was sie wünschen und dann kann ich logischweise nicht jeder Wunsch erfüllen.
00:55:49: aber ich kann nachdenken um was kann ich machen dass in meine Richtung geht?
00:55:53: Aber für den Fall, die müssen neugierig bleiben und offen sein.
00:56:00: Und ohne der Ehrgeiz alles zu verstehen einfach... Es ist so ich sage ein Beispiel wenn man geht in eine Museum und man sieht einen abstratten Kunst.
00:56:10: Man kann das zwanzigtausendmal anschauen weil jeden Tag es anders, weil er es konnte von wie wir sie uns fühlen und jeder sieht was anderes in dieser weiße Punkt dass vielleicht auf diese schwarze Leinwand trainiert Und das ist genau die Spannung von Theater, dass jeder Tag ist anders.
00:56:27: Gott sei Dank und das Kino- und Fernsehen kann das nicht wegnehmen.
00:56:33: Ja ich wünsche mir ja schon auch Neugierder für jeden Fall aber die habe ich jetzt hier auch schon sehr stark gespürt auf jeden Fall.
00:56:42: Ich wünsch mir vielleicht, dass die Menschen das als ihr Theater irgendwie auch begreifen also wirklich ein Ort in dem sie willkommen sind indem Sie nicht nur in einer passiven Betrachterrolle sind, sondern dass sie das auch irgendwie wahrnehmen als Ort der auch irgendwie Ihnen gehört durch participative Momente.
00:57:04: Dadurch, dass Sie mit uns ins Gespräch kommen... Ich weiß das alle offen dafür, dass wir miteinander reden und dass das Theater ist ja so ein Gebäude aber es ist irgendwie auch ein Mikrokosmos eigentlich.
00:57:20: Der ist begehbar!
00:57:22: Also ich glaube, alle die diese Folge hören haben gar keine Probleme auf euch zuzudrücken.
00:57:26: Ja
00:57:27: und jeder, die sagt den Willkommen, dass sie sich sagten, dass niemand muss denken das es passt nicht.
00:57:34: Und
00:57:35: Studierende kommen umsonst jetzt her.
00:57:38: Das hören wir Lippa immer gerne!
00:57:43: Vielen Dank für diesen ganz spannenden Austausch.
00:57:47: ein bunterer Blumenstrauß sozusagen schon gesehen von Tanz und Schauspiel, von vielen was miteinander geht.
00:57:54: Was wie ihr auch Detmold und das Theater die Menschen hier schon wahrgenommen habt fand ich auch sehr spannend.
00:58:02: Und ja wir freuen uns auf die kommende Spielzeit.
00:58:07: Du bist ja schon aktiv und du bist dann ab August aktiv und dann sehen wir uns hoffentlich zu einem anderen Zeitpunkt nochmal wieder Denn es gibt ja immer wieder viele spannende Dinge zu erzählen.
00:58:20: Zum Primär sehen wir, oder?
00:58:22: Zum Premiere und der Ausgang.
00:58:23: Ihr kommt bestimmt... Genau!
00:58:25: Da auf jeden Fall!
00:58:28: Ja vielen Dank und euch da draußen, ihr könnt's auf den Audiokanälen nochmal nachhören.
00:58:35: Und natürlich seit das Landesteater wie immer, wärmstens empfohlen.
00:58:38: in den Shownots sind doch alle Infos die wichtigsten zu der heutigen Folge.
00:58:44: Da die Folge ja weit vor der nächsten Spielzeit ausgestrahlt wird, freuen wir uns einfach gemeinsam auf diese und dann sagen wir vielen Dank!
00:58:53: Auf ein nächstes Mal!
00:58:54: Danke schön!
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